Abgeschickt von Institut für Umwelthygiene, Universität Wien am 04 Oktober, 2002 um 23:56:28:
Signifikante Zusammenhänge der gemessenen Mobilfunk-Immissionen (wie sie sehr oft im Aufenthaltsbereich von Menschen gemessen werden können) und Herz-Kreislaufbeschwerden sowie der Minderung der Gedächtnisleistung
Auch vor schnurlosen DECT-Heimtelefonanlagen wird gewarnt!
Studien zu Mobilfunk
(Zusammengefasst durch die Bürgerwelle)
Mobilfunkbasisstationen: Erste Ergebnisse von zwei Feldstudien H. P. Hutter, H. Mooshammer, M. Kundi, Institut für Umwelthygiene, Universität Wien
An je 5 Standorten in Wien und Kärnten wurden insgesamt 365 Anrainer untersucht. Ihnen wurde mitgeteilt, dass es sich um eine Untersuchung der Auswirkung von Umweltfaktoren auf Gesundheit und wohlbefinden handle. Der spezielle Bezug zu Hochfrequenz (HF) und elektromagnetischen Feldern (EMF) war ihnen nicht bekannt, und es wurden Anrainer ausgewählt, die bisher nicht durch Anrainerproteste aufgefallen waren. Die Reaktionszeit bei einfachen Wahlaufgaben und Reaktionsgeschwindigkeit wurden mittels standardisierter Computervorgabe ermittelt. Es wurden sowohl höher als auch niedriger belastete Wohnungen ausgewählt, welche etwa gleich weit vom jeweiligen Antennenstandort lagen.
Die Immissionen von HF/EMF lagen zwischen 0,0001 und 0,67 mW/m² (=0,01 und 67 Nanowatt/cm²) Nach Ausschaltung des Einflusses konfundierter Variablen konnten signifikante Zusammenhänge der gemessenen Mobilfunk-Immissionen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden ermittelt werden.
Eine Studie von Dr. Rüdiger Maier, Universität Mainz kam zu dem Ergebnis: Bei Bestrahlung von nur 50 Minuten und 100 nW/cm² kam es zu einem kognitiven Leistungsabfall (Verminderung der Gedächtnisleistung) durch die Einwirkung gepulster elektromagnetischer Felder.
Eine Studie im Jahr 2000 von Koivisto mit GMS Feldern (902 MHz, 217 Puls) ergab: RF-Felder haben einen messbaren Effekt auf menschliche kognitive Leistungen.
Es gibt noch weitere Studien, die die Minderung der Gedächtnisleistung durch gepulste Felder aufzeigen. Dr. Maier hat nur bei 100 nW/cm² geforscht. 100 nW/cm² werden sehr oft im Aufenthaltsbereich von Menschen erreicht und dies 24 Stunden rund um die Uhr. Ein Handy bringt es locker auf 50.000 bis 1.000.000 nW/cm².
Somit ist wohl klar, dass gerade Schüler, die sehr viel telefonieren und SMS senden besonders betroffen sind. Leider treffen Beschwerden und Schädigungen auch Menschen, die gar nicht selbst telefonieren, sondern aus mehreren Metern Entfernung durch Handy-Nutzer bestrahlt werden (besonders Busse und Bahn) Somit dürfte dies einer der Gründe für das schlechte Abschneiden der Deutschen bei der Pisa-Studie sein.
Auf was warten unsere Politiker noch? Die Zeit ist längst überfällig, dass sie diese schädigende Technologie verbieten.