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Leseprobe aus dem Wirtschaftskrimi mit dem Titel "Schade, dass ich das Abhauen nicht erfunden habe" von K.-P. Kolbatz |
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Exkurs: FASZINATION VON HIGH-TECH
Aus
der Gesamtheit aller vorgestellten sinnvollen und unsinnigen Erfindungen auf der
Erfindermesse musste ich feststellen, das die Vorstellung, das jedes Unternehmen
High-Tech sein müssen und das die Zukunft und der Geschäftserfolg ausschließlich
auf diesem Gebiet zu suchen seien, ist ein folgeschwerer Irrtum.
Hier
fanden einfachste Erfindungen von Privatpersonen ihre Anerkennung und z.T. mit
bereits greifbare Marktchancen.
Zweifellos
werden wir in Zukunft mehr High-Tech haben und es gibt Unternehmen, die sich
intensiv damit befassen müssen. Aber es ist gänzlich falsch, diese Ansicht zu
verallgemeinern und es ist darüber hinaus volkswirtschaftlich schädlich, eine
allgemeine High - Tech- Ausrichtung der Wirtschaft anzustreben, denn genauso
zweifellos sind auch auf den Gebieten Low-Tech und No-Tech riesige Geschäftspotentiale
vorhanden.
Natürlich
sind Innovationen von großer Bedeutung, aber genaugenommen betrifft nur ein
kleiner Teil davon wirklich den Hochtechnologie-Bereich. High-Tech produziert
Schlagzeilen, erregt öffentliches Aufsehen und fasziniert die Ingenieure. All
das ist jedoch nicht wesentlich. Es wird die richtige Technik gebraucht, um
Nutzen für den Kunden zu schaffen, egal ob es sich dabei um No-Tech, Low-Tech
oder High-Tech handelt."
Bei
aller Euphorie von gelungenem No-Tech, Low-Tech oder High-Tech kann es
vorkommen, das Experten wichtige Hinweise übersehen, die sich außerhalb ihres
Spezialgebietes abzeichnen und möglicherweise z.B. mit Spätfolgen unsere
Umwelt schädigen.
Hier ist die Phantasie gepaart mit Allgemeinwissen gefragt, die häufig nur von unbelasteten Außenstehenden oder sogenannten Zufallsereignissen, bzw. Spontanideen zum Nachdenken anregen. Leider kommt es hierbei all zu oft vor, das Experten mit plakativen Titeln, die durchaus nachvollziehbaren und glaubwürdigen Ideen von "Laien" nicht nachgehen.