![]() |
gesponsert von www.poolalarm.de News
Juni 2001 Rauchende Kinder, verpuffte Warnungen: Der Deal zwischen Politik |
|
|
Auf die sanfte Tour Frontal21 am 30. Juli 2002 "Nur ein Produkt tötet jeden Dritten seiner Käufer", mit diesem Slogan werben Tabak-Gegner in den USA in einer Kampagne gegen das Rauchen. Deutsche Anti-Rauch-Werbung dagegen kommt auf die sanfte Tour und verpufft beinahe wirkungslos. von Friedrich Kurz, 30.07.2002 |
|
Peter Steinmüller ist 39
und Chemotherapie-Patient in der Heidelberger Thorax-Klinik. Diagnose:
Lungenkrebs mit Kehlkopftumor. Er kann nur noch flüstern. Peter Steinmüller:
"Ich habe geraucht und habe durch das Rauchen Kehlkopfkrebs bekommen.
Ich habe mit 14 Jahren angefangen zu rauchen, das hat angefangen in einer
Clique. Die haben alle geraucht, und da habe ich mitgeraucht. Ich wollte
erwachsen sein und zu den Großen gehören." |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Dass nur ein drastischer Anti-Raucher-Spot nur dann Erfolg hat, bestätigen auch deutsche Jugendliche. Marcel Fuchs: "Der müsste richtig heftig sein, also die Lunge müsste gezeigt werden und wie so eine Raucherlunge aussieht." Antonie Klenner: "Bei so einer richtig fetten, schwarzen Lunge, ich glaub, vielleicht würde ich dann auch nicht anfangen zu rauchen." Esther Paukert: "Die Spots sollten eher härter sein, um vom Rauchen abzuhalten. Weil weich - glaube ich - bringt nicht viel." |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Vertrag mit
Tabakindustrie |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Drogenbeauftragte Marion Casper-Merk, SPD-MdB: "Der Vertrag ist ausdrücklich so geschlossen, und auch transparent im Internet abrufbar, dass es keine politischen Gegenleistungen gibt, und dass wir vor allen Dingen frei sind in der Art, wie wir die Kampagne machen." |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Einschneidende
Vertragsfesseln Frontal21 konfrontiert die Drogenbeauftragte mit dem Vertrag. Ist damit eine harte Aufklärung wie im Ausland überhaupt möglich? Marion Caspers-Merk: "Zunächst muss man ja mal sehen, dass das nur der Teil einer Kampagne ist. Es geht nicht darum, dass wir militante Nichtraucher zufrieden stellen, sondern darum, dass Jugendliche zum Ausstieg motiviert werden. Vielen Dank. Das reicht!" Weiteren Fragen weicht die Drogenbeauftragte aus. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Frontal21 lässt den Vertrag von einem Experten prüfen. Prof. Willi Paul Adams, Universität Bonn: "Dieser Vertrag sieht vor, dass die Zigarettenindustrie und ihre Produkte nicht diskriminiert werden dürfen. Nun sind Zigaretten ein hochgiftiges Produkt, und wenn ich dieses nicht schlecht machen darf und sagen darf, das es giftig ist, ist jede Maßnahme gegen dieses Produkt sinnlos. Es verhindert, dass jede wirkliche Gegenwerbung, die Wirkung hat bei Kindern, dadurch abgeschnitten wird." |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||