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Pascal Zimmer

Sachverhalt

Seit Sonntag, den 30.09.20001 wird der 5-jährige Pascal Zimmer aus Saarbrücken-Burbach vermisst. Der Junge verließ gegen 16.00 Uhr die Wohnung seiner Eltern, wobei er vermutlich das nahe gelegene Oktoberfest in Burbach besuchte. Als er gegen 21.00 Uhr immer noch nicht zu Hause war, erstatteten seine Eltern eine Vermisstenanzeige. Beamte der Polizeibezirksinspektion St. Johann, der Polizeiinspektion Burbach und Diensthundestaffel leiteteten sofort eine intensive Suche nach dem Kind ein. Hinweise auf den Aufenthalt des Kindes haben sich allerdings noch nicht ergeben.

Es ist eine Belohnung von rund 20.000 DM ausgesetzt!

 

220 Spuren im Fall des vermissten Pascal  

Saarbrücken (dpa) - Eine Woche nach dem Verschwinden des fünfjährigen Pascal Zimmer aus Saarbrücken-Burbach liegen der Polizei 220 Hinweise vor. Eine heiße Spur sei jedoch nicht dabei, sagte ein Polizeisprecher. Am Morgen setzte die Sonderkommission ihre Arbeit fort. Größere Suchaktionen sind aber zunächst nicht mehr geplant. Der Junge war vor einer Woche von einem Ausflug zu einem Rummelplatz nicht zurückgekehrt. Zur Aufklärung des Falls ist eine Belohnung von 23 500 Mark ausgesetzt.

© dpa - Meldung vom 07.10.2001 10:08 Uhr
Fünfjähriger Pascal bleibt verschwunden  

Saarbrücken (dpa) - Trotz intensiver Suche bleibt der seit Sonntag in Saarbrücken vermisste fünfjährige Pascal Zimmer spurlos verschwunden. Der Leiter der Saarbrücker Sonderkommission, Friedel Reidenbach, sagte, bislang 170 Hinweise aus der Bevölkerung hätten keinerlei heiße Spur ergeben. Der 46-jährige Vater des verschwundenen Jungen bat die Bevölkerung unter Tränen um Mithilfe bei der Suche. Seine 42 Jahre alte Lebensgefährtin stand noch unter Schock. Sie ist in ärztlicher Behandlung.

© dpa - Meldung vom 05.10.2001 13:54 Uhr
Fünfjähriger im Saarland weiter verschwunden  

Saarbrücken (dpa) - Die Suche nach dem seit Sonntagnachmittag spurlos verschwundenen fünfjährigen Pascal aus Saarbrücken hat bis zum Donnerstagnachmittag keinen Erfolg gebracht. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Hilfskräften aus dem Saarland und Rheinland- Pfalz hatte am Donnerstag mit Spürhunden die Suche nach dem kleinen Jungen fortgesetzt, der am Sonntag mit einem Fahrrad zu einem örtlichen Oktoberfest aufgebrochen war.

Ein seit vergangenen Dienstag in Berlin vermisster Fünfjähriger dagegen ist tot aus der Havel geborgen worden.

Laut Polizei ist noch völlig unklar, ob der kleine Pascal einen Unfall hatte oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. 30 Taucher suchten unter anderem einen Waldweiher ab, der etwa 1,5 Kilometer vom Wohnhaus der Familie liegt. Auch in der rund 500 Meter entfernten Saar hatten Taucher schon nach dem Jungen gesucht. Bis Donnerstag waren nach einem Polizeiaufruf etwa 70 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, doch war bislang keine 'heiße Spur' darunter. Das Fahrrad des Jungen ist ebenfalls verschwunden.

Die Leiche des fünfjährigen Kindes aus Berlin wurde am Donnerstag von einem Rentner beim Angeln in der Havel entdeckt. Vermutlich war der Junge beim Spielen etwa 20 bis 30 Meter vom Fundort entfernt ins Wasser gerutscht. Er hatte am Dienstagnachmittag die Wohnung seiner Eltern verlassen, um zum Spielplatz zu gehen, war aber nicht zurückgekommen.

© dpa - Meldung vom 04.10.2001 16:00 Uhr
Polizei setzt heute Suche nach Pascal fort  

   Saarbrücken (dpa) - Die Polizei will am Morgen die Suche nach dem seit Sonntag vermissten fünfjährigen Pascal aus Saarbrücken fortsetzen. Das sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten stellen nach seiner Darstellung eine Liste mit allen Altkleidercontainern in Pascals Wohngebiet zusammen. In einem von ihnen könnte der Junge sein, wird vermutet. Pascal hatte am Sonntag mit einem Kinderfahrrad die Wohnung verlassen. Eine Straftat schließt die Polizei nicht aus.

© dpa - Meldung vom 04.10.2001 04:12 Uhr
Polizei setzt Suche nach Pascal am Donnerstag fort  

Saarbrücken (dpa) - Die Polizei hat die Suche nach dem seit Sonntag vermissten fünfjährigen Pascal aus Saarbrücken unterbrochen. Man wolle Vorbereitungen für eine groß angelegte Suche ab Morgen treffen, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten stellen nach seiner Darstellung eine Liste mit allen Altkleidercontainern in Pascals Wohngebiet zusammen. In einem von ihnen könnte der Junge sein, wird vermutet. Pascal hatte am Sonntag mit einem Kinderfahrrad die Wohnung verlassen. Eine Straftat ist laut Polizei nicht ausgeschlossen.

© dpa - Meldung vom 03.10.2001 22:11 Uhr
Suche nach fünfjährigem Pascal aus Saarbrücken ohne Ergebnis  

Saarbrücken (dpa) - Die Suche nach dem seit zwei Tagen vermissten fünfjährigen Pascal aus Saarbrücken ist bislang ohne Ergebnis geblieben. Wie die Polizei mitteilte, waren auch Taucher und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt worden. Der Junge hatte am Sonntagnachmittag mit einem Kinderfahrrad die Wohnung verlassen. Vermutlich wollte er das nahe gelegene Oktoberfest besuchen. Der Festplatz liegt in der Nähe der Saar. Eine Straftat kann nach Aussage der Polizei nicht ausgeschlossen werden.

© dpa - Meldung vom 02.10.2001 18:49 Uhr
 
Suche nach dem fünfjährigen Pascal mit Taucher und Hubschrauber  

Saarbrücken (dpa) - Seit Sonntagabend wird der fünfjährige Pascal aus Saarbrücken vermisst. Bei der Suche setzt die Polizei nach eigenen Angaben nun auch Taucher und einen Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera ein. Bisher sind etwa 80 Beamte und eine Hundestaffel im Einsatz. Der Junge hatte am Sonntagnachmittag mit einem Kinderfahrrad die Wohnung verlassen. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Die Polizei schließt eine Straftat nicht aus.

© dpa - Meldung vom 02.10.2001 12:21 Uhr
Stiefschwester soll vermissten Pascal getötet haben  [zurück]

Saarbrücken (dpa) - Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden des fünfjährigen Pascal aus Saarbrücken ist seine 18 Jahre alte Stiefschwester verhaftet worden. Sie soll nach Aussagen ihrer Schwester den Jungen im Streit getötet haben. Das Kind war aber auch am Sonntag noch verschwunden. Die 18-Jährige bestreitet die Tat.

Der Haftbefehl gegen die 18-Jährige war am Samstag nach umfangreichen Vernehmungen der beiden Stiefschwestern Pascals erlassen worden. Dabei hat das jüngere Mädchen (17) nach Angaben der Polizei die 18-Jährige beschuldigt, Pascal am Tag seines Verschwindens bei einem Streit mit einem Gegenstand niedergeschlagen und schwer verletzt zu haben. Die 18-Jährige bestritt dies. Vor Gericht schwieg sie, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Auch am Sonntag hatte die Polizei keine neuen Erkenntnisse über den Verbleib des Jungen. Seine 17-jährige Stiefschwester sollte erneut vernommen werden. Außerdem wollte die Polizei bei Freunden und Mitschülern der Stiefschwestern nachforschen.

Nach der Schilderung der 17-Jährigen hatte ihre Schwester am 30. September, dem Tag von Pascals Verschwinden, mit dem Jungen außerhalb der Wohnung heftig gestritten und ihn schließlich niedergeschlagen. Mit welchem Gegenstand die Attacke passiert sein soll, sagte die Polizei nicht. Die 17-Jährige selbst will nach eigenen Angaben zu einer Bushaltestelle gelaufen sein. Kurze Zeit später sei ihre Schwester dazu gekommen. Sie habe ihr aber nicht erzählt, was mit Pascal weiter geschehen sei.

Pascal war an dem Sonntag in Saarbrücken-Burbach mit einem Fahrrad unterwegs und wollte angeblich einen Freund abholen.

© dpa - Meldung vom 14.10.2001 15:19 Uhr
Mittwoch, 26. Februar 2003
Einfach widerlich
Geständnisse im Fall Pascal  

Die mutmaßliche Kinderschänderbande von Saarbrücken hat den Mord an dem fünfjährigen Pascal gestanden. Nach Angaben der Polizei gaben die inhaftierten vier Frauen und acht Männer zu, den Jungen am 30. September 2001 sexuell missbraucht und anschließend umgebracht zu haben. Pascal wird seit diesem Tag vermisst.
 
Die Bande muss sich wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes verantworten. Außerdem nahm die Polizei zwei weitere mutmaßliche Kinderschänder wegen schweren sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. In einer Sandgrube nahe der französischen Stadt Forbach wurde unterdessen die Suche nach der Leiche des am 30. September 2001 verschwundenen Pascal fortgesetzt.

Der Junge wurde den Angaben zufolge an jenem Tag in einem Nebenzimmer einer Saarbrücker Gaststätte sexuell misshandelt und umgebracht. Dort wurden neben Pascal mindestens zwei weitere Kinder missbraucht, wie der Einsatzleiter der Sonderkommission, Peter Steffes, mitteilte. Das sind der mittlerweile achtjährige Sohn einer beschuldigten Prostituierten und ein Mädchen.

Die frühere Wirtin, die vermutlich auch Geld erhalten habe, habe gleichzeitig die Pflegschaft für eines der Opfer gehabt und auch dessen leibliche Mutter betreut. Gegen eine Person aus dem Jugendamt werde deshalb wegen einer möglichen Beihilfe zur Körperverletzung ermittelt.


In einem Hinterzimmer der schon lange geschlossenen Tosa-Klause soll Pascal ermordet worden sein 
Bisher war die Suche nach Pascal in einer Kiesgrube im französisch- lothringischen Schöneck erfolglos.

 

Alle 35- bis 60-jährigen Beschuldigten seien berufslos und hätten sich über längere Zeit gekannt, sagte Oberstaatsanwalt Raimund Weyand. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen habe man bisher kein belastendes Bildmaterial gefunden. Möglicherweise seien aber Beweismittel beseitigt worden, nachdem die Kinderschänder mit ihrer Entdeckung rechnen mussten. Die Polizei appellierte deshalb an mögliche Nutzer von Kinderpornografie, entsprechende Dokumente gegebenenfalls anonym an eine Postfachadresse zu senden oder telefonisch mit der Sonderkommission Kontakt aufzunehmen.
 
Suche gestaltet sich schwierig
 
Die Suche nach Pascals Leiche, die sich auf die Vernehmungen stützt, gestaltet sich derweil als schwierig: Weil der Boden in der Sandgrube gefroren ist, wurden zunächst Bohrlöcher gegraben, damit Suchhunde Witterung aufnehmen können.
 
Zu den Spuren von Pascal hatte die Ermittler ein anderer Fall geführt. Der damals Fünfjährige ist nach Überzeugung der Polizei einem Ring von Kinderschändern zum Opfer gefallen, sexuell missbraucht und ermordet worden. Zwei weitere Festnahmen stehen ebenfalls in Zusammenhang mit Kinderschändungen, habe aber offenbar nur indirekt etwas mit dem Fall Pascal zu tun.

13. Januar 2009 - BGH verhandelt über Revision im Fall Pascal

Karlsruhe (dpa) - Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Revisionsverhandlung im Fall Pascal begonnen.

Mehr als acht Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden des damals fünfjährigen Jungen überprüft das Gericht die Freisprüche von vier der zuletzt zwölf Angeklagten.

Das Landgericht Saarbrücken hatte in einem mehr als drei Jahre dauernden Indizienprozess im September 2007 alle Angeklagten freigesprochen. Pascal war im September 2001 in Saarbrücken spurlos verschwunden.

In dem späteren Verfahren waren acht Männer und vier Frauen angeklagt, Pascal im Hinterzimmer einer Kneipe vergewaltigt und getötet zu haben.

 

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