03. August 2007, Maddie soll in Belgien gesehen worden sein
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Eine Augenzeugin will die Vierjährige in einer
belgischen Kleinstadt gesichtet haben. Madeleine habe dort in
Begleitung eines Ehepaares in einem Café gesessen. Nun fahndet die
Polizei mit einem Phantombild nach den Unbekannten.
Brüssel - "Wir haben eine Zeugin, die sich hundertprozentig
sicher ist, das Mädchen gesehen zu haben", sagte die
Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Katja Vandoren. "Wir müssen
das sehr ernst nehmen. Aber im Moment haben wir keine konkreten
Beweise, dass das Mädchen tatsächlich hier war." |
| Laut Vandoren beschrieb die Zeugin das Mädchen als
etwa fünf Jahre alt, mit schulterlangen blonden Haaren und
auffallenden blau-grünen Augen. Die Kleine habe ein rosa Kleid
getragen und gemeinsam mit einem Paar vor dem Café "De Pauze"
in Tongeren gesessen.
Der Mann sei der Zeugin zufolge etwa 40 Jahre alt und vermutlich
Niederländer, die Frau habe Englisch gesprochen, teilte die Polizei
mit. Eine Mitarbeiterin des Cafés sagte der Zeitung "Het
Belang von Limburg", sie habe der Frau die Speisekarte ins
Englische übersetzt. Dem kleinen Mädchen habe das Paar einen
Erdbeer-Shake bestellt. Alle drei seien anschließend in einem Volvo
Kombi mit belgischem Kennzeichen weggefahren.
Die Polizei veröffentlichte ein Phantombild der beiden
Erwachsenen. Doch bis zum Mittag habe es keine heiße Spur zu Maddie
gegeben, hieß es. Nun warte man auch noch auf das Ergebnis einer
DNA-Untersuchung des Strohhalms, mit dem das gesichtete Mädchen
getrunken haben soll.
Madeleine war am 3. Mai aus einer Ferienanlage in der Algarve
verschwunden. Die Eltern hatten ihre drei Kinder schlafend in ihrem
Appartement zurückgelassen, während sie rund 50 Meter entfernt zu
Abend aßen.
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DPA
Phantombild der belgischen Polizei: Hat dieser Mann Maddie
entführt?
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In
In diesem Café in Tongeren soll Madeleine gewesen sein
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Sonntag, 5. August 2007
Leichenspürhunde
schlagen an
Madeleine längst tot?
Die vermisste Madeleine ist
nach einem Zeitungsbericht möglicherweise direkt in ihrem
Zimmer in einer Ferienanlage in Südportugal ermordet
worden. Wie die portugiesische Zeitung "Correio da
Manhã" am Sonntag berichtete, haben
Leichenspürhunde der britischen Polizei in dem Raum
angeschlagen. Das vierjährige britische Mädchen war vor
drei Monaten aus der Anlage im Algarve-Badeort Praia da
Luz verschwunden.
Die Reaktion der Hunde
deute daraufhin, dass sich in der Ferienwohnung eine
Leiche befunden hat, hieß es weiter. Die Ermittler
hätten deshalb nochmals genau den Strand abgesucht - für
den Fall, dass der Mörder die Leiche ins Meer warf. Die
Ermittler in Portugal waren bislang stets davon
ausgegangen, dass die Lösung im "Fall
Madeleine" wahrscheinlich in dem Algarve-Ort liegt.
Auch die erneute
Durchsuchung des Hauses des bisher einzig Verdächtigen am
Wochenende stehe in diesem Zusammenhang. Der Brite lebt in
der Nähe der Ferienanlage. An der Aktion waren neben
portugiesischen Beamten auch zwei britische Spezialisten
beteiligt. Die Operation werde mehrere Tage dauern,
berichtete der Sender BBC. Die Beamten durchsuchten nicht
nur das Innere des Wohnhauses, sondern gruben auch den
Garten um und rissen Bäume und Büsche aus. Das Anwesen
war bereits elf Tage nach dem Verschwinden des Mädchens
ein erstes Mal durchsucht worden.
Der dort lebende Brite war
schon mehrfach von der Polizei vernommen worden. Er ist
der einzige, den die Polizei bislang als Verdächtigen
bezeichnete. Der seit langem in Portugal lebende Mann
hatte stets seine Unschuld beteuert. Der Anwalt des Briten
äußerte die Hoffnung, dass die Ermittler den Verdacht
gegen seinen Mandanten zurückziehen, wenn bei der
Suchaktion nichts gefunden wird.
Derweil suchten belgische
Fahnder mit einem Phantombild nach einem mutmaßlichen
Begleiter des in Portugal entführten Mädchens. Eine
Zeugin glaube, sie habe das Kind in Begleitung zweier
Erwachsener auf einer Café-Terrasse der ostbelgischen
Stadt Tongeren gesehen, hieß es. Danach wurde das
Phantombild angefertigt, bestätigte eine
Polizeisprecherin in Brüssel. Die Ermittler in Portugal
maßen dieser Spur jedoch keine größere Bedeutung bei.
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06.08.2007
- 16:34
Dramatische
Wende im Fall Madeleine
Ermittler
schließen Entführung aus
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Lissabon
(RPO). Dramatische Wende im Fall der vermissten
Madeleine McCann: Mittlerweile gehen die Ermittler
angeblich nicht mehr von einer Entführung aus.
Stattdessen glaubt die Polizei, dass die
Vierjährige auf der portugiesischen Ferienanlage
Opfer eines tödlichen Unfalls wurde.
Dies zumindest berichteten
die portugiesischen Zeitungen "Jornal de
Noticias" und "Correio da Manha".
Demnach sind die Behörden davon überzeugt, dass
das kleine britische Mädchen in dem Zimmer
gestorben sei, in dem sie mit ihren beiden
Geschwistern geschlafen hatte.
"Möglicherweise starb Madeleine durch einen
Unfall. Die Entführungsthese ist damit endgültig
ad acta gelegt", berichten die Zeitungen.
Nach Informationen der beiden
Blätter nahmen die Ermittler mit Hilfe von
britischen Leichenspürhunden und Infrarotlampen
eine erneute Durchsuchung des Zimmers vor, aus dem
Maddie am 3. Mai verschwunden war. Dabei hätten
sie an einer der Wände "Blutspuren einer
verstorbenen Person" entdeckt, die inzwischen
jedoch entfernt worden seien. Weitere Tests
sollten nun nachweisen, ob die Blutspuren von
Maddie stammten. |
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07.09.2007
Madeleines Mutter wird
zur Verdächtigen erklärt
London (dpa) - Die
Mutter der seit vier Monaten vermissten kleinen Madeleine
soll nach BBC-Informationen in Kürze offiziell zur
Verdächtigen erklärt werden.
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Die portugiesische
Polizei werde die Einstufung von Kate McCann als
Verdächtige vermutlich noch heute bekannt geben,
meldete der Sender unter Berufung auf den Sprecher
der Familie McCann. Die 39-Jährige war am
Donnerstag sowie in der Nacht zu Freitag mehr als
elf Stunden verhört worden. Möglicherweise werde
auch Madeleines Vater, Gerry McCann, nach Verhören
als verdächtig eingestuft, mit dem Verschwinden
seiner Tochter zu tun zu haben, berichtete die BBC.
Die Einstufung als "Arguido"
(Verdächtiger) bedeutet nicht, dass Kate McCann
festgenommen wird oder unter Anklage steht. Nach
portugiesischem Recht darf sie als offiziell
Verdächtige die Aussage verweigern und kann
Ansprüche auf Vertretung durch ihre Anwälte gelten
machen. |
Nach britischen
Medienberichten geht die portugiesische Polizei inzwischen
davon aus, dass das Mädchen nicht mehr am Leben ist. In
Londoner Zeitungen wurde am Freitag erneut über mögliche
Verdachtsmomente der Polizei gegen die Eltern von
Madeleine spekuliert. So will die Boulevardzeitung
"Sun" erfahren haben, dass Ermittler auch der
Vermutung nachgehen, die beiden Ärzte hätten ihrer
Tochter versehentlich eine Überdosis Beruhigungsmittel
verabreicht und sie dadurch unabsichtlich getötet.
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08. September 2007
MADDIES ELTERN UNTER
VERDACHT
Blutspuren im Kofferraum
Die Eltern der
verschwundenen vierjährigen Madeleine gelten der
portugiesischen Polizei nun als verdächtig. Es ist die
Rede von Blutspuren im Mietwagen der McCanns. Nun will das
Ehepaar Portugal so schnell wie möglich verlassen -
innerhalb von 48 Stunden könnte ihnen eine formelle
Anklage drohen.
Portimão - Die Verhöre
der vergangenen Tage Stunden müssen hart gewesen sein.
Elf Stunden lang wurde Kate McCann am Donnerstag befragt,
am darauffolgenden Tag weitere drei Stunden lang. Gestern
Nachmittag kam ihr Ehemann Gerry McCann an die Reihe. Nach
gut zehn Stunden trat er in der Nacht ins
Blitzlichtgewitter vor der Tür der Polizeistation der
Policia Judiciaria in Portimão, sichtlich ermüdet. Die
Polizei hat die beiden offiziell zu Verdächtigen erklärt
- ein in Portugal notwendiger Schritt, um bestimmte,
besonders bohrende Fragen zu stellen, mit denen bloße
Zeugen dort nicht behelligt werden dürfen.
Nun haben die McCanns
die Nase voll von Portugal - einem Freund der Familie
zufolge wollen sie das Land so schnell wie möglich
verlassen. Monatelang hatte das Ehepaar mit seinen anderen
Kindern im Ferienort Praia da Luz ausgeharrt, wo ihre
Tochter am 3. Mai verschwunden war. Nun müssen sie noch
abwarten, ob formell Anklage erhoben wird oder nicht.
Kate und Gerry McCann
haben einen langen Weg hinter sich: Von den bemitleideten
Eltern eines verschwundenen Mädchens, die überall in der
Welt Sympathie, Aufmerksamkeit und finanzielle Zuwendung
fanden, zu "arguidas", offiziell Verdächtigen,
die sich Dauerverhören unterziehen müssen, und denen
sogar die heimatliche Boulevardpresse langsam mit einer
gewissen Skepsis begegnet.
Kate McCann wurde sogar
mit Buh-Rufen und Pfiffen begrüßt, als sie die
Polizeistation nach dem zweiten Verhör mit versteinertem
Gesicht verließ. Medienberichten zufolge wird sie nun
verdächtigt, selbst für den Tod ihrer Tochter
verantwortlich zu sein. Sie soll die Leiche des Mädchens
zunächst versteckt und später in einem Mietwagen an
einen anderen Ort gebracht haben, um sie endgültig zum
Verschwinden zu bringen.
Gerry McCanns Schwester
Philomena zufolge haben die Ermittler ihrer Schwägerin
Kate über ihren Anwalt ein Geschäft angeboten. Wenn sie
gestehe, dass sie ihre kleine Tochter versehentlich
getötet habe und die Leiche habe verschwinden lassen,
käme sie mit einer Strafe von zwei Jahren Haft oder
weniger davon, sagte Philoma McCann dem Sender ITV.
Die Stimmung beginnt
sich zu drehen
Anfangs hatten sich
Stars wie David Beckham oder "Harry
Potter"-Autorin Joanne K. Rowling an die Seite des
Ehepaares gestellt und den "Findet Maddie"-Fonds
der McCanns mit gewaltigen Spenden unterstützt. 1,5
Millionen Euro sollen bislang zusammengekommen sein. Papst
Benedikt XVI. empfing die beiden Ende Mai im Vatikan und
segnete ein Foto des verschwundenen Mädchens. Eine
Kampagne wurde ins Leben gerufen, mit eigener Webseite und
tatkräftiger Unterstützung von PR-Profis. Nun dreht sich
der Wind.
In Portugal hat sich die
Stimmung längst gegen die beiden gewendet - genährt von
einer regelrechten Kampagne der lokalen Boulevardpresse,
die immer wieder vermeintliche Hinweise auf eine
Verwicklung der Eltern in den Fall präsentierten. Doch
nun beginnt sich auch der Tonfall der britischen
Berichterstattung zu wandeln. Bislang hatten die Londoner
Boulevardblätter stets eher die Ermittlungsarbeit der
portugiesischen Polizei und die Berichte der dortigen
Medien kritisiert - nun katalogisieren auch "The
Sun" und der "Daily Telegraph" die
angeblich durchgesickerten Indizien, die für eine
Beteiligung der Eltern am Verschwinden des Mädchens
sprechen sollen. Ein Kommentator im "Daily
Telegraph" fragte rhetorisch: "Hat man wirklich
niemals ein gewisses Unbehagen verspürt angesichts ihrer
Omnipräsenz in den Zeitungen und im Fernsehen?"
Blutspuren im Kofferraum
In erster Linie geht es
bei den neuen Indizien um DNA-Beweise. In einem Auto, das
die McCanns erst Wochen nach Madeleines Verschwinden
angemietet hatten - kurz bevor sie nach Rom aufbrachen -
fanden sich angeblich Spuren von Blut und Haar von
Madeleine. Eigens eingeflogene Spürhunde der britischen
Polizei sollen die Spuren im Kofferraum des Renault Scenic
entdeckt, ein britisches Labor ihre Echtheit bestätigt
haben.
Auch nach einer weiteren
Theorie sollen die portugiesischen Beamten gefragt haben:
Schon vor einiger Zeit hatte ein lokales Boulevardblatt
berichtet, die McCanns - beide sind Ärzte - hätten
womöglich versucht, ihre Tochter mit einem Sedativum
ruhigzustellen, um in Ruhe zum Abendessen gehen zu
können. Die "Sun" berichtet, Kate McCann habe
zugegeben, ihren Kindern manchmal Schmerzmittel gegeben zu
haben, sie habe ihre Tochter aber nicht getötet.
Madeleine verschwand nach Darstellung der Eltern, während
sie rund 50 Meter entfernt in einer Ferienanlage zu Abend
aßen. Ihre drei Kinder hatten die McCanns im Appartement
zurückgelassen.
Wurde die Stoffkatze
gewaschen?
"The Sun" will
außerdem erfahren haben, dass die Polizisten Kate McCann
mit neuen Erkenntnissen über das Appartement konfrontiert
hätten, aus dem Madeleine verschwunden war. Das Blut des
Mädchens sei am Fenster und unter einem Sofa entdeckt
worden. Ein Spürhund habe außerdem den "Geruch des
Todes" an Kate McCanns Kleidung und an dem Stofftier
entdeckt, das einst Madeleine gehörte und das ihre Mutter
seitdem fast ständig bei sich trägt. Sie sei auch
darüber befragt worden, warum sie die Stoffkatze nach dem
Verschwinden ihrer Tochter gewaschen habe. Sie sei beinahe
zusammengebrochen, als ihr Anwalt ihr eröffnete, die
portugiesischen Behörden hätten nun genügend Indizien,
um Anklage zu erheben.
Freunde und Angehörige
der McCanns sind erbost und schockiert über die neue
Wendung. Kate McCanns Mutter Susan machte der
"Sun" gegenüber ihrer Wut Luft: Ihre Tochter
solle hereingelegt werden, die portugiesische Polizei
versuche, Kate und Gerry den Mord anzuhängen. "Wenn
es irgendwelche Beweise gibt, die Kate und Gerry in
Verdacht bringen, dann sind diese Beweise absichtlich
plaziert worden." Gerry McCanns Schwester Philomena
bezeichnete die involvierten Polizisten der
"Sun" zufolge als "Schwachsinnige".
"Wir werden dies
bis zum Ende durchfechten"
Gerry McCann selbst
reagierte im eigenen Weblog empört auf die Tatsache, das
sowohl seine Frau als auch er selbst nun offiziell zu den
Verdächtigen im Fall Maddie zählen: "Die
Unterstellung, dass Kate in Madeleines Verschwinden
verwickelt ist, ist aberwitzig", schrieb er.
"Jeder, der irgendetwas über den 3. Mai weiß, weiß
auch, dass Kate vollkommen unschuldig ist. Wir werden dies
bis zum Ende durchfechten und wir werden nicht aufhören,
nach Madeleine zu suchen."
Ein Freund der Familie,
Clarence Mitchell, teilte unterdessen mit, die Eltern
wollten nun so schnell wie möglich aus Portugal abreisen.
Nach seinem siebenstündigen Verhör erwarte Gerry McCann,
dass der rechtliche Status des Ehepaares in 48 Stunden
geklärt sei. Beide hätten schon länger vorgehabt,
Südportugal zu verlassen, wo sie sich seit dem
Verschwinden ihrer Tochter meistens aufgehalten haben.
"Sie wollen ihren Namen wieder reinwaschen."
Gerry McCanns Bruder
John sagte laut dem "Daily Telegraph": "Es
scheint sehr unplausibel, dass Madeleine nach all den
Suchaktionen heimlich in einen Mietwagen hätte
verfrachtet werden können. Ich verstehe das nicht, es
ergibt keinen Sinn."
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09. September 2007
Madeleines Eltern aus
Portugal ausgereist
Faro (AP) Die Eltern des
vor vier Monaten verschwundenen britischen Mädchens
Madeleine sind am Sonntag aus Portugal ausgereist. Sie
flogen in Faro mit einem Flugzeug nach England. Reporter
berichteten, die ersten beide Reihen der Maschine der
Fluggesellschaft easyJet seien für Kate und Gerry McCann
und ihre zweijährigen Zwillinge reserviert gewesen. Die
McCanns verließen Portugal, nachdem die Polizei sie nach
Verhören zu neuen Indizien zu Verdächtigen erklärt
hatte.
Als das Flugzeug abhob,
verlas im Flughafen eine Sprecherin der Familie eine kurze
Erklärung des Ehepaars. Kate und Gerry McCann kehrten
nach «sorgfältigen Überlegungen» nach England zurück,
sagte Justine McGuinness. Sie wollten vor alle ihren
anderen Kindern ein normales Leben ermöglichen. Die
Eltern «spielten beim Verschwinden ihrer geliebten
Tochter keine Rolle», betonte sie. Sie prüften eine
Antwort auf Ereignisse in den letzten Tagen, die sie
zutiefst beunruhigt hätten, hieß es in einer Anspielung
auf die Polizeiverhöre. Sie appellierten, die Suche nach
Madeleine fortzusetzen. McGuinness fügte hinzu, die
McCanns hätten gerne mehr sagen wollen, dürften die nach
portugiesischem Recht nicht.
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11. September 2007
Polizei macht
Rückzieher bei Blutspuren Maddies
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Die portugiesische
Kriminalpolizei hat mitgeteilt, dass sie die
Blutspuren aus dem Mietwagen der Eltern der
verschwundenen Madeleine McCann nicht eindeutig der
Vierjährigen zuordnen konnte. Britische Medien
hatten zuvor berichtet, dass die entdeckten
Blutspuren zu 100 Prozent mit Maddies DNA
übereinstimmten. Die Blutspuren waren im Kofferraum
eines Autos entdeckt worden, dass Kate und Gerry
McCann 25 Tage nach dem Verschwinden ihrer Tochter
am 3. Mai an der portugiesischen Algarve-Küste
gemietet hatten. |
"Keines der
Untersuchungsergebnisse erlaubt es, mit Sicherheit sagen
zu können, dass es das Blut von x oder y ist", sagte
der Chef der portugiesischen Kriminalpolizei, Alipo
Ribeiro, dem Fernsehsender RTP.
Die portugiesische
Polizei hatte die McCanns offiziell zu Verdächtigen
erklärt. Das Paar war kurz darauf aus Portugal abgereist.
Eine mögliche Untersuchungshaft für Kate und Gerry
McCann schloss die portugiesische Polizei am Montagabend
vorerst aus.
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Maddies Eltern laden
Vertreter des britischen Sozialamts ein
Donnerstag, 13. September 2007 London
(AFP) - Die Eltern der vermissten vierjährigen Madeleine
McCann haben Vertreter des Sozialamtes getroffen, das
über das Sorgerecht für die Zwillinge Sean und Amelie
entscheiden kann. Gerry und Kate McCann erhielten in ihrem
Haus im britischen Leicestershire Besuch von Beamten, wie
die Nachrichtenagentur Press Association meldete. Demnach
wollte das Paar die Beamten treffen. Auch Gerry McCanns
Bruder John sagte der Zeitung "London Evening
Standard", das Treffen habe auf Kates Wunsch
stattgefunden. Sie habe das Sozialamt eingeladen, um
sicherzugehen, dass alles in Ordnung sei.
Die McCanns waren am Sonntag zusammen
mit den zwei Jahre alten Zwillingen von der Algarve ins
heimatliche Rothley zurückgekehrt. Die Eltern der
vermissten Maddie waren zuvor von den portugiesischen
Behörden offiziell zu Verdächtigen in dem Fall erklärt
worden. Damit müssen die britischen Behörden automatisch
dem Fall nachgehen und das Sorgerecht für die Kinder
überprüfen.
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Samstag,
15. September 2007
Kate
McCann wird verhört
Madeleine
ins Meer geworfen?
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Die Mutter der
verschwundenen Madeleine soll laut Presseberichten
erneut verhört werden. Der portugiesische
Ermittlungsrichter Pedro Anjos Frias stimmte einer
neuen Befragung Kate McCanns zu, wie die Zeitung
"Diário de Notícias" schrieb. Zuständig
würden britische Polizisten sein. Widersprüchliche
Angaben gab es darüber, wo McCann vernommen werden
soll. Während die portugiesische Zeitung über eine
Befragung in England spekulierte, berichtete die
britische "Times", Ermittler aus Portugal
würden nach Großbritannien reisen, um weiter an
dem Fall zu arbeiten. McCann werde dann
möglicherweise in Portugal vernommen. |
Da Madeleines Mutter
inzwischen als Verdächtige gilt, kann sie die Aussage
verweigern, wie sie es bei dem letzten Verhör getan
hatte. Neben Kate McCann sollten auch die Freunde der
Familie erneut befragt werden.
Portugiesische und
britische Medien berichten, dass die vier Jahre alte
Madeleine von einer britischen Yacht aus ins Meer geworfen
worden sein könnte. Die Polizei befürchte, die Leiche
niemals zu finden. Es sei zudem schwer, Beweise für eine
Verwicklung der McCanns vorzulegen, zitierte die Zeitung
"24 Horas" einen hochrangigen Ermittler.
"Wir haben nichts Konkretes", sagte dieser
demnach.
Neue Kampagne
Unterdessen wollen die
McCanns eine neue Öffentlichkeitskampagne starten. Bis zu
80.000 Pfund (116.000 Euro) sollen für Zeitungsanzeigen,
Fernsehspots und Plakate ausgegeben werden, erklärte der
Bruder von Gerry McCann. Bei der Kampagne werde man sich
auf Spanien, Portugal und andere Teile Europas
konzentrieren.
"Im Namen der
Familie McCann und des Madeleine-Fonds möchte ich sagen,
wie dankbar wir für die Großzügigkeit und die
Unterstützung der Menschen sind", hieß es in einer
Stellungnahme von John McCann, der die Leitung des
Spendenfonds übernommen hat. "Hauptziel des
Madeleine-Fonds ist es, bei der Suche nach Madeleine
nichts unversucht zu lassen." Er hoffe, dass die
Öffentlichkeit die Suche nach dem vierjährigen Mädchen
auch weiterhin unterstütze.
Eine Sprecherin der
Familie sagte am Samstag, Kate und John McCann bereiteten
sich auf die weiteren polizeilichen Ermittlungen vor. Die
Eltern, die von der Polizei zu Verdächtigen erklärt
wurden, trafen sich am Freitag in London mit Anwälten und
Medienexperten. Beide hofften, zur Ruhe zu kommen und mit
ihren zweijährigen Zwillingen Sean und Amelie ein Stück
zum Alltag zurückkehren zu können, sagte die Sprecherin.
Das Ehepaar wolle erst wieder nach Portugal fahren, wenn
es von der Polizei dazu aufgefordert werde. Der Druck auf
die Eltern sei immens.
Madeleine war am 3. Mai
aus einem Ferienappartement an der Algarve-Küste
verschwunden. Ihre Eltern wurden als Verdächtige benannt
und kehrten vergangenes Wochenende nach Rothley in
Mittelengland zurück.
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16.
September 2007
McCanns:
Madeleine lebt und muss gesucht werden
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London (dpa) - Die
Eltern der vor viereinhalb Monaten verschwundenen
Madeleine glauben weiter fest daran, dass ihre
Tochter am Leben ist. Die portugiesische Polizei
müsse sich erneut darauf konzentrieren, das Kind zu
suchen, erklärten Kate und Gerry McCann am Dienstag
über ihren neuen Sprecher Clarence Mitchell.
«Die McCanns sind gern bereit,
mit der portugiesischen Polizei zu kooperieren»,
sagte Mitchell im Beisein des Ärzteehepaares vor
deren Haus in der mittelenglischen Ortschaft Rothley. |
Die Eltern Madeleines
seien ebenfalls «unschuldige Opfer eines gemeinen
Verbrechens», betonte der Sprecher. Mitchell war früher
Korrespondent des Senders BBC und zuletzt Direktor des
Medienbüros der britischen Regierung. Er habe für die
Funktion als Sprecher der Madeleine-Eltern sein
Regierungsamt aufgegeben, um eventuelle
Interessenkonflikte zu vermeiden, teilte der Journalist
mit.
Er selbst sei von der
Unschuld der McCanns völlig überzeugt, sagte Mitchell.
Dass sie in den letzten Wochen in Medienberichten für den
angeblichen Tod der Tochter verantwortlich gemacht wurden,
sei «irrsinnig». Im Namen der Familie rief er die Presse
auf, die Privatsphäre der McCanns zu respektieren.
Insbesondere solle sie künftig darauf verzichten, Bilder
der erst zweijährigen Zwillingsgeschwister von Madeleine
zu veröffentlichen.
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16.
September 2007
McCanns: Larva line
lives and must be searched.
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London (German Press Agency) - parents
of the larva line disappeared four and one-half months
ago believe further firmly in the fact that their
daughter alive is. The Portuguese police must
concentrate again to look for the child explained Kate
and Gerry McCann on Tuesday over its new speaker
Clarence Mitchell.
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“The McCanns is gladly ready, with the Portuguese
police to cooperate”, said Mitchell in the presence of
the physician married couple before their house in the
centralEnglish locality Rothley.
Parents of larva flax are likewise “innocent victims
of a common crime”, stressed the speaker. Mitchell was
in former times a correspondent of the transmitter BBC
and last director of the medium office of the British
government. It gave its government office up for the
function as a speaker of larva line parents, in order to
avoid possible interest conflicts, communicated the
journalist.
It is convinced of the innocence of the McCanns
completely, said Mitchell. The fact that they were made
responsible in the last weeks in medium reports for the
alleged death of the daughter was “lunatic”. In the
name of the family he called the press to respect the
Privatsphäre of the McCanns. In particular she is to do
in the future to publish pictures of the only two-year
twins from larva line to.
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16.
September 2007
McCanns : La ligne de
larve vit et doit être cherchée.
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Londres (dpa) - les parents de la
ligne de larve disparue il y a quatre mois et demi
croient plus encore solidement que leur fille à la vie
est. La police portugaise doit de nouveau se concentrer
sur le fait de chercher l'enfant, a déclaré le Kate et
Gerry McCann mardi sur son nouvel orateur des Clarence
Mitchell.
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« Les McCanns sont volontiers prêts à coopérer
avec la police portugaise », le Mitchell dans la
présence du couple médical devant sa maison dans la
localité mittelenglischen a dit des Rothley.
Les parents de lin de larve sont des victimes d'un crime
ordinaire » également « innocentes,
l'orateur a souligné. Le Mitchell était un premier
correspondant de l'émetteur BBC et pour la dernière
fois directeur du bureau médiatique du gouvernement
britannique. Il a abandonné son bureau de gouvernement
pour la fonction en tant que porte-parole des parents de
ligne de larve, pour éviter d'éventuels conflits d'intérêts,
a communiqué le journaliste.
Lui-même est complètement convaincu de l'innocence des
McCanns, a dit des Mitchell. Qu'ils ont été rendus
responsables à la fille au cours des dernières
semaines dans les rapports médiatiques de prétendu décès,
est « fou ». Au nom de la famille, il a
appelé la presse à respecter la vie privée des
McCanns. En particulier elle doit renoncer à l'avenir
à publier les images des frères et soeurs de jumeau
seulement de deux ans de la ligne de larve.
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McCanns: A linha
vidas da larva e deve ser procurarada.
Londres (agência de imprensa alemão)
- pais da linha da larva desapareceu quatro e um meio
de mês há acreditar mais mais firmemente no fato que
sua filha viva é. As polícias Portuguese devem
concentrar outra vez para procurar o Kate e o Gerry
explicados criança McCann em terça-feira sobre seu
altofalante novo Clarence Mitchell.
“O McCanns está contente pronto, com as polícias
Portuguese cooperar”, disse Mitchell na presença
dos pares casados médico antes de sua casa no
locality Rothley do centralEnglish.
Os pais do flax da larva são do mesmo modo “vítimas
inocentes de um crime comum”, forçadas o
altofalante. Mitchell era em épocas anteriores um
correspondente do transmissor BBC e último diretor do
escritório médio do governo britânico. Deu seu
escritório de governo acima para a função enquanto
um altofalante da linha pais da larva, a fim evitar
conflitos possíveis do interesse, comunicou o
journalist.
É convencido do innocence do McCanns completamente,
disse Mitchell. O fato que estiveram feitos responsáveis
nas últimas semanas em relatórios médios para a
morte alegada da filha era “lunatic”. No nome da
família chamou a imprensa para respeitar o Privatsphäre
do McCanns. No detalhe deve fazer no futuro para
publicar retratos dos únicos gêmeos two-year da
linha da larva a.
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24. September, 2007 -
Maddies Eltern schalten Privatfirma in die Suche ein
Die Eltern des seit
Anfang Mai vermissten britischen Mädchens Madeleine
McCann haben aus mangelndem Vertrauen in die Effizienz der
portugiesischen Fahnder eine Privatfirma in die Suche nach
der Fünfjährigen eingeschaltet. Wie die Londoner
"Times" und zwei weitere Zeitungen berichten,
wurde das Unternehmen Control Risks Group von Kate und
Gerry McCann kurz nach dem Verschwinden damit beauftragt,
mögliche Täterprofile zu entwerfen und Hinweisen über
mögliche Aufenthaltsorte der kleinen Maddie nachzugehen.
"Control Risks kann
Dinge machen, die die portugiesiche Polizei nicht machen
kann", sagte ein Insider der "Times". Er
wollte sich nicht dazu äußern, wie das
Privatunternehmen, das ingesamt mehr als 600 Beschäftigte
hat, bezahlt wurde. Am Wochenende hatten britische
Zeitungen berichtet, Maddie sei kurz nach dem Verschwinden
von zwei Zeugen in Marrakesch gesehen worden. Die
Behörden tappen bei der Suche weitgehend im Dunklen.
Die portugiesische
Polizei vermutet, dass die Mutter in einen tödlichen
Unfall des Mädchens verwickelt war und dass die Eltern
dann versuchten, das Geschehen über die Geschichte der
Entführung zu vertuschen. Das bestreiten die Eltern, die
bei zahlreichen öffentlichen Auftritten die
Aufmerksamkeit für den Fall steigerten.
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21. Oktober 2007, Fall
Madeleine wird neu aufgerollt
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London (dpa) - Im
Fall der verschwundenen Madeleine will der neue
Chefermittler Paulo Rebelo offenkundig alle Hinweise
noch einmal überprüfen. "Viele
Schlüsselinformationen wurden nicht beachtet, der
ganze Vorgang wird noch einmal untersucht",
zitierte die britische "Mail on Sunday"
eine Polizeiquelle in Portugal. |
Rebelo, der zuvor in
einem anderen Fall gegen einen Pädophilenring in Lissabon
ermittelt hatte, spricht den Angaben zufolge von einem
Chaos, das ihm hinterlassen worden sei. Auch der ehemalige
britische Polizeichef Lord Stevens warf den früheren
portugiesischen Ermittlern schwere Versäumnisse vor.
Madeleines Eltern seien Opfer einer "Hexenjagd"
geworden.
Zuletzt war
bekanntgeworden, dass die portugiesische Polizei eine
"Todesspur" überprüft. Leichenspürhunde
hätten Witterung aufgenommen, die Spur führe vom
Ferienappartement des britischen Arztehepaares Kate und
Gerry McCann zur Kirche im portugiesischen Urlaubsort
Praia da Luz, berichtete die britische Agentur PA unter
Berufung auf die portugiesische Polizei. Madeleines Leiche
hätte in weniger als drei Minuten in einem Wagen zur
Kirche gebracht und in der Nähe versteckt oder im Meer
versenkt werden können.
Laboruntersuchungen
ergaben unterdessen, dass Madeleines Geschwister, die
zweijährigen Zwillinge Sean und Amelie, in der Nacht des
3. Mai, als die Vierjährige verschwand, nicht mit
Beruhigungsmitteln ruhiggestellt worden sind. Nach
entsprechenden Spekulationen hätten Madeleines Eltern ein
britisches Labor mit Untersuchungen beauftragt, berichtete
die "Times". Weder in den Haaren von Amelie noch
von Sean seien Spuren von Beruhigungsmitteln gefunden
worden.
Lord Stevens betonte in
der Sonntagszeitung "News of the World", es gebe
keinerlei Beweis dafür, dass Madeleines Eltern - die in
Portugal als Verdächtige eingestuft wurden - ihre Tochter
getötet haben. "Ich war 30 Jahre lang
Kriminalbeamter in höchsten Positionen und habe nie eine
solche Hexenjagd erlebt." Er stimme mit anderen
Experten darin überein, dass Madeleine wahrscheinlich
entführt wurde.
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Freitag, 26. Oktober 2007
Fall Madeleine
Phantombild veröffentlicht
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Auf ein Phantombild
eines möglichen Entführers der kleinen Madeleine
und eine 24-Stunden-Hotline mit Privatdetektiven
konzentrieren sich jetzt die verzweifelten
Hoffnungen der Eltern. Die am Freitag in britischen
Medien veröffentlichte Zeichnung zeigt einen Mann
mit kragenlangen schwarzen Haaren, der ein
schlafendes oder bewusstloses Kind auf dem Arm
trägt. |
Zugleich hieß es in
Zeitungsberichten, Madeleines Mutter werde immer
verzweifelter. Mit Grausen sehe sie dem 3. November
entgegen - dem Tag, an dem Madeleine sechs Monate lang
vermisst wird.
Das Kind auf dem Phantombild trägt den Schlafanzug, in
dem das Ärzteehepaar Kate und Gerry McCann (beide 39) am
3. Mai die damals dreijährige Madeleine in ihrer
Ferienwohnung in der Algarve zuletzt sahen. Nach Angaben
des Sprechers der McCanns, Clarence Mitchell, wurde das
Phantombild von den Privatdetektiven veranlasst, die sie
mit der Suche nach Madeleine beauftragt haben. Die
portugiesische Polizei habe ihre "stillschweigende
Zustimmung" zur Herausgabe des Bildes gegeben.
Die Eltern hofften, dass dies zu neuen Hinweisen an die kürzlich
von ihnen eingerichtete Hotline (0034-902 300213) führen
werde, erklärte ihr Sprecher. Bereits vorher hätten die
Privatdetektive unter dieser Nummer eine Reihe von möglicherweise
nützlichen Hinweisen erhalten. Die Zeichnung wurde von
einer bei der US- Bundespolizei FBI ausgebildeten Künstlerin
nach Angaben der Zeugin Jane Tanner angefertigt.
Die 36-jährige Britin gehörte zu der Gruppe von
Freunden, die seinerzeit gemeinsam mit den McCanns in dem
Badeort Praia da Luz Urlaub machten. Tanner hatte erklärt,
am Abend des Verschwindens von Madeleine in der
Ferienanlage einen Mann gesehen zu haben, der ein Kind
trug. Allerdings konnte sie keine Angaben zum Gesicht des
Mannes machen, so dass es in dem Phantombild nur als Fläche
dargestellt ist.
Gerry McCann räumte nach Angaben der Zeitung "Daily
Mail" ein, dass der Mann vielleicht gar nichts mit
dem Verschwinden Madeleines zu tun gehabt habe. "Es könnte
jemand gewesen sein, der ein Kind aus einer Krippe
abgeholt hat oder gerade mit einem Kind vom Abendessen
kam." Dennoch sei es wichtig, ihn zu finden - allein
schon, damit er möglicherweise von der Liste verdächtiger
Personen gestrichen werden könne.
Derweil deute sich an, dass Madeleines Eltern inzwischen
unterschiedlich mit dem Verlust ihrer Tochter umgehen,
berichtete die "Daily Mail" unter Berufung auf
Freunde und Verwandte. So wolle Gerry McCann in Kürze
wieder seinen Beruf als Kardiologe aufnehmen. Kate
hingegen sei mit den Nerven am Ende wie kürzlich ihr
Beinahe- Zusammenbruch bei einem TV-Interview in Spanien
gezeigt habe.
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20. Januar 2008
FAHNDUNG - Neues
Phantombild im Fall Madeleine
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Fast neun Monate
nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine aus
einer portugiesischen Ferienanlage ist erneut ein
Phantombild von ihrem möglichen Entführer
veröffentlicht worden. Das Bild soll den Angaben
einer früheren Zeugin gleichen.
London - Die Zeichnung, die die
britische Zeitung "News of the World"
veröffentlichte, zeigt einen Mann mit kragenlangen
Haaren, einem Schnurrbart und buschigen
Augenbrauen. |
Nach Angaben des Blatts
soll er sich in der Ferienanlage aufgehalten haben, aus
der Madeleine McCann am 3. Mai verschwand. Das Bild sei
Interpol übergeben worden, berichtete die Zeitung.
| Die Zeichnung fertigte
demnach ein beim FBI ausgebildeter Künstler nach Angaben
der Zeugin Gail Cooper an. Diese habe sich wie die Familie
McCann in der Anlage in dem südportugiesischen Ort Praia
da Luz aufgehalten und den "gruseligen Mann"
nach eigenen Worten mehrmals gesehen. Das Bild soll auch
den Angaben einer früheren Zeugin gleichen. Auf deren
Beschreibung beruhte ein Phantombild, das Ende Oktober
veröffentlicht wurde und einen Mann mit einem Kind auf
dem Arm zeigt. Die Zeugin hatte allerdings nicht das
Gesicht des Verdächtigen beschreiben können. |

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"Wir müssen
unbedingt wissen, wer und wo dieser Mann ist", sagte
der Sprecher von Madeleines Eltern, Clarence Mitchell. Die
Eltern Gerry und Kate McCann sind seit Monaten
Verdächtige in dem Fall, beteuerten jedoch immer wieder
ihre Unschuld und gehen davon aus, dass Madeleine kurz vor
ihrem vierten Geburtstag entführt wurde.
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Infografik: Ort des Verschwindens

Ort des Verschwindens
Am 3. Mai 2007 verschwand Madeleine
McCann wenige Tage vor ihrem vierten Geburtstag aus einer
Ferienanlage in einem portugiesischen Badeort an der
Algarveküste.
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07.08.2008 - Detektive
gehen Belgien-Theorie nach
Neue Aufregung im Fall
der seit mehr als einem Jahr verschwundenen Maddie McCann:
Aus den inzwischen veröffentlichten Ermittlungsakten geht
hervor, dass die Vierjährige einem belgischen
Pädophilenring zum Opfer gefallen sein könnte. Nun will
die Familie die Spur verfolgen.
London - Die
Veröffentlichung der Untersuchungsunterlagen im Fall
Maddie führt zu immer neuen Theorien, warum das kleine
britische Mädchen im Mai 2007 spurlos aus der
Ferienanlage in Praia da Luz verschwunden sein könnte:
Jetzt wurde der Hinweis eines Informanten von Scotland
Yard bekannt.
Drei Tage vor dem
Verschwinden des Mädchens soll demnach der Mittelsmann
eines Kinderschänderrings ein Foto von Madeleine an ihrem
portugiesischen Urlaubsort gemacht und es an einen
"Kunden" in Belgien geschickt haben, wie
britische Zeitungen unter Verweis auf die Ermittlungsakten
berichten.
"Der Kunde fand das
Mädchen passend, dann wurde Maddie mitgenommen",
heißt es in dem Tipp. Die portugiesische Polizei hatte
deswegen Interpol eingeschaltet, die Sache aber zu den
Akten gelegt, die Spur war zu dünn. Auch die britische
Nachrichtenagentur PA bezweifelte die Glaubwürdigkeit,
nannte für ihre Bedenken aber keine Quellen.
Dagegen sagte ein Freund
von Maddies Eltern, dass deren Detektive den Hinweis sehr
ernst nähmen.
Nach Veröffentlichung
der Untersuchungsakten erwägen Madeleines Eltern, Kate
und Gerry McCann, der Öffentlichkeit in einem neuen
Fernsehappell die jetzt bekannt gewordenen Informationen
zu präsentieren.
So will eine
holländische Verkäuferin das Mädchen kurz nach seinem
Verschwinden aus der portugiesischen Ferienanlage in
Amsterdam gesehen haben.
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11.August.2008 - Neue
Spur - Ist das Maddie?
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Zeigt
diese Aufnahme einer Überwachungskamera die entführte
Madeleine McCann? Die Polizei prüft derzeit die Aufnahmen. |
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Eine britische Zeitung
zeigt angebliche Exklusivaufnahmen der kleinen Madeleine
McCann - aufgenommen von einer Überwachungskamera.
Befindet sich das Mädchen in Belgien?
Es galt als neue, vage
Spur im Fall Maddie. Am Samstag wurde bekannt, dass ein
Wachmann in Brüssel das Mädchen auf einer
Überwachungskamera einer Bank gesehen haben will. Nun hat
das britische Boulevardblatt The Sun diese Video-Aufnahmen
veröffentlicht.
Auf dem Video ist ein
kleines blondes Mädchen mit Pony an der Hand einer Frau
zu sehen. Die Frau trägt ein dunkles Kopftuch, dem
Wachmann zufolge habe sie in gebrochenem Französisch mit
dem Mädchen gesprochen. Er hörte, wie das Mädchen auf
Englisch sagte: "Können wir nun zurückgehen?" |
Ermittler werten nun die
Bilder der Überwachungskamera aus. Die Bilder waren am
Montag in einer Bankfiliale im Brüsseler Stadtteil
Molenbeek aufgenommen worden.
Die Eltern der
verschwundenen Maddie bemühen sich unterdessen angesichts
immer neuer Hinweise auf mögliche Spuren des Mädchens,
ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten. Sie hätten
einfach zu viele Enttäuschungen erlebt, sagte ein
Sprecher der McCanns.
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Diese Kinder werden gesucht.!
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Dienstag, 1. Oktober 2002
Elfjähriger Jakob von Metzler aus Frankfurt/Main ist tot
Bankierssohn gekidnappt
Pressemeldungen klick hier
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Mitwoch, 26. Februar 2003
Fünfzehnjährige Alexander Wittmann
aus Ostholstein vermisst
Pressemeldungen klick hier
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Alexander Wittmann
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14. Januar 2009 - Maddies Vater will Suche
in Portugal fortsetzen
Lissabon (dpa) - Der Vater des im Mai 2007
in Portugal unter mysteriösen Umständen verschwundenen
britischen Mädchens Madeleine McCann ist nach eineinhalb Jahren
wieder nach Lissabon zurückgekehrt.
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«Ich bin einzig und
allein hierhergekommen, um mit meinen Anwälten zu
sprechen, um neue Strategien zu entwickeln und
Möglichkeiten zur Fortsetzung der Suche nach Madeleine
zu analysieren», sagte Gerald McCann gegenüber
portugiesischen Medien am späten Dienstagabend
(Ortszeit). Er wolle in der nächsten Zeit häufiger
Portugal besuchen. Bis zum nächsten Geburtstag von
«Maddie» im Mai hoffe er, seine Tochter gefunden zu
haben, erklärte der Brite. |
Die portugiesischen Behörden stellten die
Ermittlungen im Juli vergangenen Jahres gut 15 Monate nach dem
spurlosen Verschwinden der damals knapp vierjährigen Madeleine
aus einer Luxus-Ferienanlage in Praia da Luz an der
portugiesischen Algarve-Küste ein. Die Ermittler räumten
seinerzeit ein, sie hätten keinen Schuldigen finden können,
den sie für das Verschwinden von Madeleine verantwortlich
machen könnten. Die Polizei verdächtigte eine Zeit lang sogar
die Eltern, in das Verschwinden der Tochter verwickelt zu sein.
Auch die Vorwürfe gegen einen dritten Verdächtigen, einen nahe
der Ferienanlage lebenden britischen Makler, wurden
fallengelassen.
«Gerry interessieren Prozesse und
Verfahren überhaupt nicht. Er will als Vater weiter suchen, und
das ist sein gutes Recht», sagte McCanns portugiesischer Anwalt
Rogerio Alves. Der Brite habe in Lissabon lediglich die
britische Botschaft besucht, um dort Unterstützung zu
beantragen. Am Mittwoch wolle er Portugal wieder verlassen,
sagte Alves. Familiensprecher Clarence Mitchell verriet
unterdessen, dass die Eltern des verschwundenen Mädchens eine
Serie von Veranstaltungen in Portugal planten, «damit die
Portugiesen Madeleine nicht vergessen». Aufgrund der
Spendenbereitschaft vieler Menschen man dafür mehr als 880 000
Euro zur Verfügung.
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02.05.2009 - So könnte Maddie heute
aussehen
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Die Eltern der seit zwei
Jahren vermissten Madeleine McCann geben nicht auf: Jetzt
haben sie ein neues Foto ihrer Tochter veröffentlicht. Das
Bild wurde mit einem speziellen Computerprogramm erstellt
und zeigt, wie Maddie heute aussehen könnte.
London - Kurz vor dem
zweiten Jahrestag ihres mysteriösen Verschwindens haben die
Eltern von Madeleine McCann ein neues Foto des vermissten
britischen Mädchens veröffentlicht. Mit Hilfe eines
speziellen Computerprogramms hat ein Gerichtsmediziner ein
Bild entworfen, das zeigt, wie sich Maddies Gesicht in den
vergangenen zwei Jahren verändert haben könnte. Madeleines
Eltern, Gerry und Kate McCann, präsentierten das Foto am
Freitag in einer Sendung der US-Talkshow-Queen Oprah Winfrey.
Das Bild zeigt eine
lächelnde Maddie mit einem rosafarbenen Band in ihrem
blonden schulterlangen Haar. Poster mit dem Foto wollen die
Eltern weltweit aufhängen lassen. Davon erhoffen sie sich
neue Hinweise zu dem Verbleib ihrer Tochter. Das komplette
Interview mit den McCanns wird erst am Montag in den USA
ausgestrahlt. In den am Freitag veröffentlichten Auszügen
erzählte Kate McCann, dass sie Maddies Zimmer immer noch
für die Rückkehr ihrer Tochter bereithält und sie etwa
zweimal am Tag dort hineingeht.
Madeleine McCann war am 3.
Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus der
Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwunden. Seitdem
haben sich immer wieder Zeugen gemeldet, die das Kind in
verschiedenen Ländern gesehen haben wollen. Die Ermittler
glaubten zunächst an eine Entführung, später gingen sie
davon aus, dass die Kleine tot ist und erklärten die Eltern
zu Verdächtigen. Im Juli 2008 wurden die Ermittlungen
ergebnislos eingestellt.
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07.05.2009 - Phantombild zeigt
mutmaßlichen Entführer
Auf der Suche nach der
verschwundenen Madeleine McCann ist ein neues Phantombild ihres
mutmaßlichen Entführers veröffentlicht worden. Das Bild wurde
nach Aussagen einer Augenzeugin erstellt und zeigt einen
besonders "hässlichen Mann".
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London - Die Eltern der
seit zwei Jahren vermissten Madeleine McCann geben nicht
auf: Erst veröffentlichten sie ein neues Foto ihrer
Tochter, wie Maddie heute aussehen könnte. Jetzt fahndet
die Polizei mit einem neuen Phantombild nach einem
mutmaßlichen Entführer des kleinen britischen Mädchens.
Das Bild zeigt einen Mann, den eine Zeugin als "sehr
hässlich" beschrieben hatte.
Jener Mann soll das
Appartement in dem südportugiesischen Badeort Praia da
Luz beobachtet haben, aus dem Madeleine McCann spurlos
verschwand. Die Zeichnung basiert auf Aussagen einer
britischen Touristin, die ebenfalls in dem Ort war.
Demnach soll der Mann
narbige Haut und eine lange Nase haben. Sie habe ihn
zweimal gesehen, bevor Maddie verschwand, gab die Zeugin
an. Er sei schlank gewesen und habe normale Kleidung
getragen. "Ich habe meine Tochter an die Hand
genommen und sie an mich gezogen, weil er mich aus
irgendeinem Grund aus der Fassung gebracht hat",
sagte die Zeugin. |
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Phantombild: Hat dieser Mann
etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun?
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Zwei weitere Zeugen - ein
zwölf Jahre altes Mädchen und ein Mann aus England -
berichteten ebenfalls, vor dem Verschwinden Madeleines einen
verdächtigen Mann gesehen zu haben. Unklar ist, ob sie sich auf
den Mann, der nun auf dem Phantombild gezeigt wurde, bezogen.
Die neuen Zeugenaussagen stammen aus einer TV-Dokumentation, die
am Donnerstag ausgestrahlt werden soll.
Seit drei Jahren vermisst Hier
wurde die verschwundene Maddie überall gesichtet
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07.03.2010 - 21:07
UHRSeit Madeleine „Maddie“ McCann 2007 kurz vor
ihrem vierten Geburtstag während eines Familienurlaubs
im portugiesischen Praia da Luz spurlos verschwunden
ist, wollen Augenzeugen sie auf der ganzen Welt gesehen
haben.
Durch die
Veröffentlichung der Polizeiakten in britischen Medien
kam heraus, in welchen Ländern die kleine Maddie
angeblich wieder erkannt wurde.
Glaubt man den
Hinweisen, führt die Spur des vermissten Mädchens von
Portugal nach Spanien, Marokko, Algerien, Frankreich,
Belgien, Neuseeland, in die Niederlande und sogar in die
USA.
Auf der virtuellen
Weltkarte zeigt BILD.de die Spuren der Polizei zu der
heute Siebenjährigen. |
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25.05.2010 - Neuer
Zeuge im Fall der vermissten Maddie McCann
„Ich sah Maddie im
Pyjama in einem Bus liegen“
Neue Hoffnung im Fall
Madeleine McCann: Mehr als drei Jahre nachdem das
britische Mädchen (damals 3) in Portugal verschwand,
gibt es einen neuen Zeugen. Laut der Zeitung „The Sun“
will er einen Tag nach der möglichen Entführung ein
Mädchen im Pyjama gesehen haben. Er ist sich sicher: Es
war Maddie!
Private Fahnder haben
einen Mann gefunden, dessen Aussagen Licht in den
dramatischen Entführungsfall bringen könnten. Der
Portugiese Carlos Moreira (65) machte am 4. Mai 2007
eine mysteriöse Beobachtung.
Auf dem Weg von
Carregado (bei Lissabon) in den Alentejo hielt er gegen
8 Uhr an einer Raststätte in der Gegend von Benavente.
Moreira zur „Sun“:
„Ich sah einen weißen Kleinbus, dessen hintere Tür
offen stand. In dem Bus lag ein kleines Mädchen, das
auf einem Haufen von Kleidungsstücken schlief. Es trug
einen zweiteiligen Pyjama, pink und weiß oder gelb.
(...) Das Mädchen war blond und ungefähr vier Jahre
alt.“
WICHTIG: Ein solchen
Schlafanzug trug Maddie, als sie am 3. Mai 2007 im
portugiesischen Praia da Luz (Algarve) verschwand!
Laut „Sun“ ist
sich der Zeuge sicher, dass es sich bei dem Mädchen um
Madeleine McCann handelte.
Die Kleine schien tief
zu schlafen. Moreira: „Als ob sie Drogen genommen
hätte.“
Eine Frau und ein
Mann, die aussahen „wie Zigeuner“, seien bei dem
Mädchen gewesen.
Der Mann sei glatt
rasiert, dick und zwischen 40 und 42 Jahren alte
gewesen. Die Frau war offenbar grauhaarig, ebenfalls
dick und zwischen 60 und 65.
DOCH WARUM MELDET SICH
DER ZEUGE ERST JETZT?
LEBT MADDIE NOCH?
Der Ort wo Moreira das
Kind sah, liegt 160 Kilometer von Praia da Luz entfernt.
Deshalb machte er sich zunächst keine Gedanken über
seine Beobachtung.
Erst als er im
Fernsehen einen Polizisten sah, der gefragt wurde, warum
bestimmte Straßen (Richtung Spanien) nach Maddies
Verschwinden nicht kontrolliert wurden, meldete er sich.
Moreira: „Die Straße, auf der ich den Kleinbus sah,
war eine solche Straße.“
AUCH BRISANT: Kurz
nach Maddies Verschwinden gab es Zeugen, die in der
Nähe einen weißen Kleinbus gesehen haben wollten. Und:
Schon damals wurde ein Mann beobachtet, der ein
schlafendes Kind im Pyjama auf dem Arm getragen haben
soll.
Offenbar setzen
Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann, große Hoffnungen
in die neuen Beobachtungen. Aus ihrer Umgebung hieß es
laut „Sun“: „Es könnte der Durchbruch sein.“ |
Pädophilier behauptet auf
Sterbebett Ich weiß, was mit Maddie passiert ist.
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Raymond H. (†
64) starb im April 2010 an Krebs. Der
vorbestrafte Kinderschänder galt als
Verdächtiger im Fall Maddie, beteuerte aber
stets, nichts mit Maddies Verschwinden zu tun zu
haben. Kurz vor seinem Tod packte er in einem
Brief an seinen Sohn aus. |
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01.09.2010 - Kurz vor
seinem Tod offenbarte sich Raymond H. in einem Brief an
seinen Sohn Wayne. Mit Maddies Verschwinden habe er
nichts zu tun, beteuert der Sterbende darin.
Aber: Er wisse, dass
Maddie im Auftrag verschleppt worden sei – von einer
Zigeuner-Gang , die Kinder für wohlhabende Paare
besorge, welche selbst keinen Nachwuchs bekommen
könnten.
Sohn Wayne war
geschockt: „Das kam wie aus dem Nichts, ich habe
richtig gezittert, als ich das las.“
Raymond H. wurde in
seinen Behauptungen sehr konkret: „Er schrieb, dass
ein sehr guter Zigeuner-Freund, den er in Portugal
kannte, ihm betrunken sein Herz ausgeschüttet hat und
erzählte, dass er Maddie als Teil einer Gang im Auftrag
verschleppt habe.“
Diese Gang habe schon
seit langer Zeit operiert und Kinder gekidnappt. „Sie
hatten es auf Maddie abgesehen. Sie machten Fotos von
Kindern und schickten sie an die Leute, für die sie
arbeiteten. Und die sagten dann Ja oder Nein.“
Kontakte zu Pädophilen-Ringen habe es nie gegeben. |
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WIRD DER FALL MADDIE
JETZT DOCH NOCH AUFGEKLÄRT?
Erstaunlich: Die
Offenbarungen von Raymond H. passen zu verschiedenen
Zeugen-Aussagen im Fall Maddie.
So wurden an dem Tagen
vor ihrem Verschwinden in dem Ferienclub Männer
beobachtet, die Kinder fotografierten. Und: Laut „The
Sun“ will ein in Portugal lebender Brite Maddie damals
in einem weißen Van gesehen haben – in Begleitung
eines Zigeuner-Paares.
Wayne H., der seit 20
Jahren keinen Kontakt zu seinem Vater hatte, hält den
Brief für absolut authentisch.
Die Privaterermittler
von Maddies Eltern interessieren sich „The Sun“
zufolge brennend für die Aussagen des Kinderschänders.
Bis zu seinem Tod hatte Raymond H. sich geweigert, die
Detektive zu treffen.
Allerdings haben die
Ermittler keine Chance mehr, den Brief selbst zu
analysieren: Wayne H. hat ihn verbrannt. „Er hat mich
zu sehr aufgeregt, ich konnte damit nicht umgehen“,
sagt der 40-Jährige.
Er will sich aber mit
den Detektiven der McCanns treffen und ihnen alles
sagen, was er weiß.
Clarence Mitchell, der
Sprecher der McCanns: „Wir sind Wayne sehr dankbar,
dass er diese Informationen an uns weitergibt. Unsere
Ermittler werden ihn so schnell wie möglich dazu
befragen.“ |
Kennen diese Männer das
Schicksal der kleinen Maddie?
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05.09.2010 -
Im größten Kinderschänder-Prozess in Portugal
wurden sechs Angeklagte zu Haftstrafen bis zu 18
Jahren verurteilt. Haben die Täter sogar etwas
mit dem Schicksal der kleinen Maddie zu tun?
Wissen sie, ob das kleine Mädchen aus England
noch lebt und wo es sich aufhält? Diesen Fragen
gehen jetzt Ermittler nach.
Die zum Teil
berühmten Angeklagten wurden schuldig
gesprochen, in den 90er-Jahren Minderjährige
missbraucht und Kinder vergewaltigt zu haben.
Außerdem
sollen sie in einem staatlichen Kinderheim in
Lissabon einen Pädophilenring betrieben haben.
Am längsten
muss ein Fahrer des Heims in den Knast. Der
53-Jährige hatte mehr als 600 Straftaten
gestanden und mit seinen Aussagen Mitangeklagte
belastet. |
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Darunter ist auch der
frühere Unesco-Botschafter Jorge Ritto. Er muss für
sechs Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Der
populäre TV-Moderator Carlos Cruz kommt für sieben
Jahre hinter Gitter.
Pedro Namor, einer der
misshandelten Jungen, ist mittlerweile Anwalt. Er war
Kronzeuge im Prozess und setzt sich jetzt dafür ein,
dass die portugiesischen Ermittler ihre Untersuchungen
im Fall Maddie fortsetzen.
Er vermutet, dass der
Pädophilenring etwas mit ihrem Verschwinden an der
Algarve-Küste zu tun hat.
„Während des
Sommers wurden Kinder zu den Sommer-Residenzen der
Pädophilen an der Algarve gebracht. Das war groß
organisiert und bedurfte viel Kontrolle und Planung“,
sagte Namor der britischen Zeitung „Sunday Express“.
„Es ist möglich,
dass diejenigen, die dem Pädophilenring angehören und
nicht gefasst wurden, etwas mit dem Verschwinden von
Maddie zu tun haben. Ich denke, die Ermittler sollten
diese Möglichkeit ins Auge fassen“, sagte er weiter.
Obwohl die meisten
Missbrauchten Jungen waren, gäbe es auch einige
Mädchen unter den Opfern.
Clarence Mitchell,
Sprecher der Eltern von Maddie McCann, teilte mit, dass
sie den Prozess verfolgt hätten. Doch sie hätten
keinen Anhaltspunkt, dass der Pädophilenring etwas mit
dem Schicksal ihrer Tochter zu tun haben könnte. |
© Klaus-Peter
Kolbatz
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