Missing Madeleine - vermisste Madeleine

Vierjähriges britisches Mädchen Madeleine in Portugal vermisst

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Briten werfen Polizei Versagen im Fall der vermissten Madeleine vor

 

Kinderschutzverein schickt Experten nach Portugal

Sechs Tage nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine in Portugal sind in Großbritannien schwere Vorwürfe gegen die portugiesische Polizei erhoben worden. Vor allem zu Beginn der Ermittlungen hätten die Beamten vor Ort mehrere gravierende Fehler gemacht, berichtete der "Daily Mirror"

Dadurch habe der mutmaßliche Kidnapper des dreijährigen Mädchens vermutlich Zeit gewonnen, um beispielsweise ins Ausland zu fliehen. Ein britischer Kinderschutzverein schickte zwei Experten nach Portugal. Der für Manchester United spielende portugiesische Star-Fußballer Cristiano Ronaldo zeigte sich bestürzt über das Verschwinden des Mädchens.

Aus Hotelzimmer entführt

Die kleine Madeleine, die auch Maddie genannt wird, war am Donnerstagabend der vergangenen Woche aus einer Hotelanlage in Praia da Luz an der Algarve aus ihrem Hotelzimmer verschwunden. Ihre Eltern hatte sie dort zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern schlafend zurückgelassen, um zu Abend zu essen.

Als die Eltern das Verschwinden ihres Kindes bemerkten, verständigten sie sofort die Polizei. Diese aber verpasste es laut "Mirror" beispielsweise, die Hotelanlage sofort abzuriegeln. Noch 24 Stunden nach dem Verschwinden von Madeleine seien andere Touristen ohne Probleme am Tatort herumgeschlendert und hätten so möglicherweise wichtige Spuren verwischt.

 

INTERAKTIVE - CHRONIK

Interaktive Chronik

Schwere Vorwürfe gegen Behörden

Außerdem ging die Polizei den Angaben zufolge zunächst nur davon aus, dass die Dreijährige von sich aus wach geworden und auf die Straße gelaufen sei. Da die Entführungs-Theorie zunächst ausgeschlossen wurde, seien wichtige Maßnahmen unterblieben. So sei die Grenzpolizei erst mit zwölf Stunden Verspätung alarmiert worden. Vom Urlaubsort Praia da Luz sei es aber beispielsweise nur eine Stunde mit dem Auto bis nach Spanien. Die Behörden vermuten inzwischen, dass ein internationaler Pädophilen- oder Adoptionsring hinter dem Verschwinden des Mädchens steckt.

Der britische Verein Child Exploitation and Online Protection Center (CEOP) schickte zwei Verhaltensexperten nach Portugal, die der Polizei bei ihren Ermittlungen helfen sollen. Ebenso wie drei Polizisten aus Leicestershire, der britischen Heimatregion des Mädchens, wurden die Experten bereits am Samstag nach Portugal geschickt.

Premier Blair schaltet sich ein

Die britische Regierung kündigte an, sie unterstütze die Ermittlungen mit allen Mitteln. Es seien "sehr schwere Tage" vor allem für die Familie von Madeleine, aber auch für die Ermittler, sagte der Sprecher von Premierminister Tony Blair in London. Blair werde laufend über den Stand der Ermittlungen unterrichtet.

In den portugiesischen Medien war ein Foto von Madeleine am Mittwoch allgegenwärtig. Portugals Präsident Anibal Cavaco Silva sagte, der Vorfall werde mit großer Sorge verfolgt. Der regionale Polizeichef Olegario de Sousa sagte, alle notwendigen und angemessenen Mittel würden eingesetzt, um Licht in die Angelegenheit zu bringen. 250 Ermittler seien im Einsatz. Sie hätten bereits 500 Wohnungen durchsucht und seien 350 Hinweisen nachgegangen.Zu hunderten Menschen sei Kontakt aufgenommen worden, davon seien bereits etwa hundert verhört worden. Die Behörden vermuten, dass ein internationaler Pädophilen- oder Adoptionsring hinter dem Verschwinden des Mädchens steckt.

Fußballer Ronaldo bittet um Mithilfe

Ronaldo sagte, er sei "sehr betroffen" gewesen, als er von dem Fall der dreijährigen Madeleine gehört habe. "Ich rufe jeden, der etwas weiß, auf, sich zu melden. Bitte, melden Sie sich!", sagte der portugiesische Nationalspieler, der in England bei Manchester United kickt, am Dienstagabend dem britischen Sender Sky News.

Die portugiesische Tageszeitung "Diario de Noticias" berichtete vom Video einer Überwachungskamera an einer Tankstelle, das ein junges Mädchen, das Madeleine ähnlich sehe, in Begleitung einer Frau zeige. Die Frau habe sich nach Angaben der Tankstellenmitarbeiter auffällig verhalten, berichtete das Blatt.

Fahnder finden DNA-Spur in Hotelzimmer

Fünf Menschen waren in dem Zimmer einer Ferienanlage in Portugal, aus dem die kleine Madeleine verschwand: die Eltern, Maddie selbst und ihre beiden Geschwister. Nun haben die Ermittler nach Angaben einer Zeitung die DNA einer sechsten Person gefunden. Von wem sie stammt, ist ein Rätsel.

Madrid - Die portugiesische Polizei fand nach Angaben der Zeitung "24 Horas" die DNA einer "mysteriösen sechsten Person" in dem Zimmer, aus dem Madeleine am 3. Mai entführt wurde. Das Genmaterial, das mit keinem der McCanns und auch nicht mit dem einzigen bisher genannten Verdächtigen übereinstimme, sei einem forensischen Labor übergeben worden. Madeleine hatte mit ihren Zwillingsgeschwistern in dem Zimmer in der Ferienanlage geschlafen, während ihre Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant zu Abend aßen.

Die Eltern der entführten Madeleine haben nun auch die Spanier um Hilfe bei der Suche nach ihrer Tochter gebeten. Es sei nicht auszuschließen, dass das vierjährige Mädchen Opfer einer auf der gesamten Iberischen Halbinsel tätigen organisierten Bande geworden sei, sagten Kate und Gerry McCann in Madrid. Möglicherweise sei das an der portugiesischen Algarve-Küste verschleppte britische Kind ins Nachbarland Spanien gebracht worden. "Wir beten, dass es sich bei dem Entführer um jemanden handelt, der selbst gern eine Tochter gehabt hätte und der sie gut behandelt", sagte Gerry McCann.

Yeremi, beim Spielen verschwunden

In Madrid rief der Vater die Täter auf, "Maddie" unversehrt in einer Kirche oder an einem anderen sicheren Ort frei zu lassen. Die Bürger bat er, sich mit möglichen Hinweisen bei der Polizei zu melden. In einer Fernsehsendung über vermisste Personen trafen Madeleines Eltern die Familie des siebenjährigen Yeremi Vargas. Der Junge war vor drei Monaten auf Gran Canaria beim Spielen verschwunden. Auch Yeremis Eltern hatten sich an die Medien gewandt.

Leider habe ihr Fall nicht eine solche Aufmerksamkeit bekommen, beklagten sie. Kate und Gerry McCann trafen auch den spanischen Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba. Das britische Paar bat ihn, Suchplakate mit dem Bild ihrer Tochter zu verteilen.

Die 38 Jahre alten Eltern wollen mit ihrer internationalen Medienkampagne das öffentliche Interesse am Schicksal der Vierjährigen wach halten. Nachdem sie am Mittwoch in Rom Trost und Zuspruch bei Papst Benedikt XVI. (mehr...) gesucht hatten, wollen sie demnächst nach Berlin, Amsterdam und Marokko reisen. (mehr...)

Zuspruch von der Kampusch-Mutter

Trost und Zuspruch bekommen Kate und Gerry McCann jetzt auch von der Mutter des Entführungsopfers Natascha Kampusch. "Auch meine Tochter Natascha wurde entführt. 3096 Tage lang war sie in der Gewalt eines Verbrechers", schreibt die Österreicherin Brigitta Sirny in einem Offenen Brief an das britische Ärzte-Ehepaar, den die "Bild"- Zeitung in ihrer Samstagsausgabe druckt. "Auch ich erlebte unendliche Stunden der Verzweiflung. Stunden, in denen ich mir immer wieder diese Fragen stellte: Warum? Warum ausgerechnet mein Kind? Wer tut so etwas? Wer entführt ein wehrloses Kind? ... Hätte ich es verhindern können, habe ich wenige Minuten versagt, die meiner Tochter Jahre ihres Lebens kosteten?" Sie wisse, wie viel Kraft es brauche, sich der Öffentlichkeit zu stellen, schreibt Sirny. Doch es sei richtig und wichtig, "denn das Schlimmste, das einem entführten Kind passieren kann, ist das Vergessen ..."

Die Österreicherin Natascha Kampusch war am 2. März 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt worden und mehr als acht Jahre in der Gewalt ihres Kidnappers. Am 23. August des vergangenen Jahres gelang ihr die Flucht, ihr Entführer nahm sich am selben Tag das Leben.

04.06.2007 - Ins Rampenlicht

Die Eltern der kleinen Madeleine setzen bei der Suche nach ihrer Tochter auf die Öffentlichkeit

Von Sarah Kramer, Berlin und Markus Hesselmann, London

Gerry und Kate McCann werden nicht abtauchen. Die Öffentlichkeit soll nicht vergessen, dass ihre Tochter, die vierjährige Madeleine, nach wie vor wie vom Erdboden verschluckt ist. Das Kind verschwand vor mehr als einem Monat aus seinem Kinderbett in einem Feriendomizil an der Algarve – von den Tätern fehlt nach wie vor jede Spur.

Nun soll die Öffentlichkeit für die fehlenden Hinweise über den Verbleib von „Maddie“ sorgen. Dafür haben Gerry und Kate McCann kurz nach Madeleines Verschwinden drei Berater engagiert, die seitdem jeden einzelnen Schritt des Paares geplant und begleitet haben. Inzwischen ist sogar ein Manager dazugekommen. Prominente wie Virgin-Chef Richard Branson haben sechsstellige Summen zur Belohnung für Madeleines Freilassung zur Verfügung gestellt. McDonald’s und der Mineralölkonzern BP haben ihre Filialen in ganz Europa mit riesigen Postern mit dem Foto der Vierjährigen bestückt. Auch die britischen Medien berichten kontinuierlich über den Fall. Der private Nachrichtensender „SkyNews“ hat sogar eigens eine „Madeleine“-Rubrik auf seiner Internetseite eingerichtet. Dort wird jede noch so kleine Entwicklung in dem Fall multimedial nachvollzogen.

Die McCanns indes haben den Papst besucht, der ein Bild von Madeleine gesegnet hat. Am Mittwoch werden die McCanns in Berlin Station machen, um die Menschen dort um Hilfe zu bitten. Danach soll es weitergehen nach Amsterdam. Vielleicht, so die Hoffnung, war irgendeiner zur gleichen Zeit wie Madeleine im Ferienort Praia da Luz und hat zufällig ein Foto von dem Mädchen geschossen. Zudem planen die Eltern einen „Madeleine“-Tag: Internationale Stars wie Elton John, David Beckham und Bill Clinton sollen dabei um Hilfe gebeten werden. „Wir sind uns bewusst, dass die Aufmerksamkeit nicht nur Vorteile hat“, sagt Gerry McCann. „Aber wir sprechen alles, was wir tun, mit britischen Kriminalexperten ab, und die glauben, dass Bekanntheit die Suche nach Madeleine erleichtert.“

Den deutschen Traumatologen und Kriminalpsychologen Christian Lüdke, der bei vielen bekannten Entführungsfällen als Betreuer der Angehörigen zugegen war, irritiert allerdings das offensive Verhalten der McCanns. Lüdke, selbst Familienvater, maßt sich nicht an, von der Ferne den Fall zu beurteilen. Schließlich weiß auch er, dass alle Eltern, denen Ähnliches widerfährt, alles tun würden für ihr vermisstes Kind. Der Psychologe sagt aber auch: „Es ist ungewöhnlich, dass die Eltern als Paar in die Öffentlichkeit gehen. Ich habe bei der ganzen Sache ein komisches Gefühl.“ Typischerweise, sagt der Experte, verhielten sich die Angehörigen von Entführten gegenüber der Öffentlichkeit zurückhaltend. „Die meisten geraten in einen Schock und sind dann wie gelähmt“, sagt Lüdke. Manch Betroffener würde oft monatelang nicht aus der Lethargie erwachen. Wer die Kraft aufbringe, investiere diese meist für die Suche nach neuen Informationen. „Was die McCanns unternehmen, ist Vorwärtsverteidigung“, sagt Lüdke. Bei 75 Prozent aller Gewalttaten wie Entführungen kämen die Täter allerdings aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis. Dass Madeleines Verschwinden in den Medien so großen Anklang findet, erklärt Lüdke mit dem mutmaßlichen Tathergang – dem Kidnapping aus einer Ferienidylle. „So etwas erschüttert das Sicherheitsgefühl der Menschen.“

Die McCanns wollen dennoch nicht lockerlassen. Demnächst soll Madeleines Foto auch auf einem Lesezeichen erscheinen – als Dreingabe zum neuen „Harry-Potter“-Band.

Verantwortlich:

kinderschutz@web.de

Klaus-Peter Kolbatz


Right Eye

Mittwoch, 13. Juni 2007

Anonymer Brief an "Telegraaf"

Todeshinweis im Fall Madeleine

Neuer Hinweis im Fall des vermissten britischen Mädchens Madeleine: Die niederländische Zeitung "De Telegraaf" hat einen anonymen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass das Kind tot sei. Das Schreiben enthält nach Angaben des Blattes auch einen Hinweis auf einen Ort in Portugal, wo das angeblich getötete Kind liegen soll. Zwei Journalisten der Zeitung hätten die Stelle bereits untersucht, berichtete die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Mittwoch. Die Reporter hätten die Suche aber rasch aufgegeben, da die Gegend schwer zugänglich sei.

Es gebe dort zahllose mögliche Verstecke, sagte dem Bericht nach einer der Journalisten. Für eine Suche benötige man sehr viele Leute. Die Ermittler in Portugal kündigten an, es werde alles Nötige getan, die Hinweise in dem Schreiben zu prüfen. Der anonyme Brief werde wie jeder andere Fahndungshinweis behandelt und ausgewertet. "Wenn die Angaben präzise genug sind, werden wir uns den genannten Ort genau ansehen", sagte Polizeisprecher Olegário Sousa der britischen Nachrichtenagentur PA.

Der "De Telegraaf" berichtete, die bezeichnete Stelle liege etwa 14 Kilometer von dem Ort in Südportugal entfernt, in dem die vierjährige Madeleine Anfang Mai entführt worden war. Der Brief bestehe aus zwei DIN-A4-Seiten mit genauen Karten eines Gebiets bei Praia de Luz an der Algarve, schrieb die Boulevardzeitung.

Das Blatt hatte im vergangenen Jahr einen ähnlichen und annähernd zutreffenden Hinweis auf den Fundort der beiden belgischen Mädchen Stacey und Nathalie erhalten, die entführt und getötet worden waren. Die Kartenausschnitte von Portugal stammten von derselben Internetseite wie in dem belgischen Fall, schrieb der "Telegraaf".

Kate und Gerry McCann mit einem Foto von Madeleine


 Außerdem habe der Absender die fragliche Stelle wie damals auch als "vermutete Fundstelle" bezeichnet. Er habe drei Orte markiert - einen mit einem Kreuz, zwei mit Fragezeichen.

Das Kind liege wenige Meter von einer Straße entfernt von Zweigen bedeckt auf Steinen, schrieb der Absender nach Angaben der niederländischen Zeitung. Das Blatt gab den Brief der Amsterdamer Polizei. Ein Polizeisprecher sagte, das Schreiben werde so ernst genommen, wie alles, was möglicherweise in Verbindung mit der möglichen Entführung von Madeleine stehe. Das Original sei an die portugiesischen Behörden weitergeleitet worden.

Auf den Inhalt des Briefes wollte der Sprecher nicht eingehen. Ob er tatsächlich von demselben Absender stamme wie jener im Fall der belgischen Mädchen, werde noch geprüft. Das Original des Schreibens habe die Polizei am Montagabend vom "Telegraaf" erhalten und ausführlich technisch untersucht. In welchem Land der Brief aufgegeben worden ist, wollte der Sprecher nicht sagen. Im Fall der belgischen Mädchen kam der Brief laut "Telegraaf" aus Rotterdam.

In Madeleines Heimatort im mittelenglischen Rothley sollten unterdessen Blumen, Briefe und Stofftiere von der Gedenkstätte für das Mädchen entfernt werden. Es solle langsam wieder Normalität einkehren, sagte Madeleines Großonkel Brian Kennedy. Es würde aber nicht bedeuten, dass die Eltern die Hoffnung aufgeben, betonte er.

03. August 2007, Maddie soll in Belgien gesehen worden sein

Eine Augenzeugin will die Vierjährige in einer belgischen Kleinstadt gesichtet haben. Madeleine habe dort in Begleitung eines Ehepaares in einem Café gesessen. Nun fahndet die Polizei mit einem Phantombild nach den Unbekannten.

Brüssel - "Wir haben eine Zeugin, die sich hundertprozentig sicher ist, das Mädchen gesehen zu haben", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Katja Vandoren. "Wir müssen das sehr ernst nehmen. Aber im Moment haben wir keine konkreten Beweise, dass das Mädchen tatsächlich hier war."

Laut Vandoren beschrieb die Zeugin das Mädchen als etwa fünf Jahre alt, mit schulterlangen blonden Haaren und auffallenden blau-grünen Augen. Die Kleine habe ein rosa Kleid getragen und gemeinsam mit einem Paar vor dem Café "De Pauze" in Tongeren gesessen.

Der Mann sei der Zeugin zufolge etwa 40 Jahre alt und vermutlich Niederländer, die Frau habe Englisch gesprochen, teilte die Polizei mit. Eine Mitarbeiterin des Cafés sagte der Zeitung "Het Belang von Limburg", sie habe der Frau die Speisekarte ins Englische übersetzt. Dem kleinen Mädchen habe das Paar einen Erdbeer-Shake bestellt. Alle drei seien anschließend in einem Volvo Kombi mit belgischem Kennzeichen weggefahren.

Die Polizei veröffentlichte ein Phantombild der beiden Erwachsenen. Doch bis zum Mittag habe es keine heiße Spur zu Maddie gegeben, hieß es. Nun warte man auch noch auf das Ergebnis einer DNA-Untersuchung des Strohhalms, mit dem das gesichtete Mädchen getrunken haben soll.

Madeleine war am 3. Mai aus einer Ferienanlage in der Algarve verschwunden. Die Eltern hatten ihre drei Kinder schlafend in ihrem Appartement zurückgelassen, während sie rund 50 Meter entfernt zu Abend aßen.

Phantombild der belgischen Polizei: Hat dieser Mann Maddie entführt?
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DPA

Phantombild der belgischen Polizei: Hat dieser Mann Maddie entführt?

"Pauze" Restaurant in Tongeren. Quelle: ap 

   In In diesem Café in Tongeren soll Madeleine gewesen sein

Sonntag, 5. August 2007

Leichenspürhunde schlagen an

Madeleine längst tot?

Die vermisste Madeleine ist nach einem Zeitungsbericht möglicherweise direkt in ihrem Zimmer in einer Ferienanlage in Südportugal ermordet worden. Wie die portugiesische Zeitung "Correio da Manhã" am Sonntag berichtete, haben Leichenspürhunde der britischen Polizei in dem Raum angeschlagen. Das vierjährige britische Mädchen war vor drei Monaten aus der Anlage im Algarve-Badeort Praia da Luz verschwunden.

Die Reaktion der Hunde deute daraufhin, dass sich in der Ferienwohnung eine Leiche befunden hat, hieß es weiter. Die Ermittler hätten deshalb nochmals genau den Strand abgesucht - für den Fall, dass der Mörder die Leiche ins Meer warf. Die Ermittler in Portugal waren bislang stets davon ausgegangen, dass die Lösung im "Fall Madeleine" wahrscheinlich in dem Algarve-Ort liegt.

Auch die erneute Durchsuchung des Hauses des bisher einzig Verdächtigen am Wochenende stehe in diesem Zusammenhang. Der Brite lebt in der Nähe der Ferienanlage. An der Aktion waren neben portugiesischen Beamten auch zwei britische Spezialisten beteiligt. Die Operation werde mehrere Tage dauern, berichtete der Sender BBC. Die Beamten durchsuchten nicht nur das Innere des Wohnhauses, sondern gruben auch den Garten um und rissen Bäume und Büsche aus. Das Anwesen war bereits elf Tage nach dem Verschwinden des Mädchens ein erstes Mal durchsucht worden.

Der dort lebende Brite war schon mehrfach von der Polizei vernommen worden. Er ist der einzige, den die Polizei bislang als Verdächtigen bezeichnete. Der seit langem in Portugal lebende Mann hatte stets seine Unschuld beteuert. Der Anwalt des Briten äußerte die Hoffnung, dass die Ermittler den Verdacht gegen seinen Mandanten zurückziehen, wenn bei der Suchaktion nichts gefunden wird.

Derweil suchten belgische Fahnder mit einem Phantombild nach einem mutmaßlichen Begleiter des in Portugal entführten Mädchens. Eine Zeugin glaube, sie habe das Kind in Begleitung zweier Erwachsener auf einer Café-Terrasse der ostbelgischen Stadt Tongeren gesehen, hieß es. Danach wurde das Phantombild angefertigt, bestätigte eine Polizeisprecherin in Brüssel. Die Ermittler in Portugal maßen dieser Spur jedoch keine größere Bedeutung bei.

 

06.08.2007 - 16:34

Dramatische Wende im Fall Madeleine

Ermittler schließen Entführung aus

Lissabon (RPO). Dramatische Wende im Fall der vermissten Madeleine McCann: Mittlerweile gehen die Ermittler angeblich nicht mehr von einer Entführung aus. Stattdessen glaubt die Polizei, dass die Vierjährige auf der portugiesischen Ferienanlage Opfer eines tödlichen Unfalls wurde.

Dies zumindest berichteten die portugiesischen Zeitungen "Jornal de Noticias" und "Correio da Manha". Demnach sind die Behörden davon überzeugt, dass das kleine britische Mädchen in dem Zimmer gestorben sei, in dem sie mit ihren beiden Geschwistern geschlafen hatte. "Möglicherweise starb Madeleine durch einen Unfall. Die Entführungsthese ist damit endgültig ad acta gelegt", berichten die Zeitungen.

Nach Informationen der beiden Blätter nahmen die Ermittler mit Hilfe von britischen Leichenspürhunden und Infrarotlampen eine erneute Durchsuchung des Zimmers vor, aus dem Maddie am 3. Mai verschwunden war. Dabei hätten sie an einer der Wände "Blutspuren einer verstorbenen Person" entdeckt, die inzwischen jedoch entfernt worden seien. Weitere Tests sollten nun nachweisen, ob die Blutspuren von Maddie stammten.

 

07.09.2007

Madeleines Mutter wird zur Verdächtigen erklärt

London (dpa) - Die Mutter der seit vier Monaten vermissten kleinen Madeleine soll nach BBC-Informationen in Kürze offiziell zur Verdächtigen erklärt werden.

Die portugiesische Polizei werde die Einstufung von Kate McCann als Verdächtige vermutlich noch heute bekannt geben, meldete der Sender unter Berufung auf den Sprecher der Familie McCann. Die 39-Jährige war am Donnerstag sowie in der Nacht zu Freitag mehr als elf Stunden verhört worden. Möglicherweise werde auch Madeleines Vater, Gerry McCann, nach Verhören als verdächtig eingestuft, mit dem Verschwinden seiner Tochter zu tun zu haben, berichtete die BBC.

Die Einstufung als "Arguido" (Verdächtiger) bedeutet nicht, dass Kate McCann festgenommen wird oder unter Anklage steht. Nach portugiesischem Recht darf sie als offiziell Verdächtige die Aussage verweigern und kann Ansprüche auf Vertretung durch ihre Anwälte gelten machen.

Nach britischen Medienberichten geht die portugiesische Polizei inzwischen davon aus, dass das Mädchen nicht mehr am Leben ist. In Londoner Zeitungen wurde am Freitag erneut über mögliche Verdachtsmomente der Polizei gegen die Eltern von Madeleine spekuliert. So will die Boulevardzeitung "Sun" erfahren haben, dass Ermittler auch der Vermutung nachgehen, die beiden Ärzte hätten ihrer Tochter versehentlich eine Überdosis Beruhigungsmittel verabreicht und sie dadurch unabsichtlich getötet.

 
 

08. September 2007

MADDIES ELTERN UNTER VERDACHT

Blutspuren im Kofferraum

Die Eltern der verschwundenen vierjährigen Madeleine gelten der portugiesischen Polizei nun als verdächtig. Es ist die Rede von Blutspuren im Mietwagen der McCanns. Nun will das Ehepaar Portugal so schnell wie möglich verlassen - innerhalb von 48 Stunden könnte ihnen eine formelle Anklage drohen.

Portimão - Die Verhöre der vergangenen Tage Stunden müssen hart gewesen sein. Elf Stunden lang wurde Kate McCann am Donnerstag befragt, am darauffolgenden Tag weitere drei Stunden lang. Gestern Nachmittag kam ihr Ehemann Gerry McCann an die Reihe. Nach gut zehn Stunden trat er in der Nacht ins Blitzlichtgewitter vor der Tür der Polizeistation der Policia Judiciaria in Portimão, sichtlich ermüdet. Die Polizei hat die beiden offiziell zu Verdächtigen erklärt - ein in Portugal notwendiger Schritt, um bestimmte, besonders bohrende Fragen zu stellen, mit denen bloße Zeugen dort nicht behelligt werden dürfen.

Nun haben die McCanns die Nase voll von Portugal - einem Freund der Familie zufolge wollen sie das Land so schnell wie möglich verlassen. Monatelang hatte das Ehepaar mit seinen anderen Kindern im Ferienort Praia da Luz ausgeharrt, wo ihre Tochter am 3. Mai verschwunden war. Nun müssen sie noch abwarten, ob formell Anklage erhoben wird oder nicht.

Kate und Gerry McCann haben einen langen Weg hinter sich: Von den bemitleideten Eltern eines verschwundenen Mädchens, die überall in der Welt Sympathie, Aufmerksamkeit und finanzielle Zuwendung fanden, zu "arguidas", offiziell Verdächtigen, die sich Dauerverhören unterziehen müssen, und denen sogar die heimatliche Boulevardpresse langsam mit einer gewissen Skepsis begegnet.

Kate McCann wurde sogar mit Buh-Rufen und Pfiffen begrüßt, als sie die Polizeistation nach dem zweiten Verhör mit versteinertem Gesicht verließ. Medienberichten zufolge wird sie nun verdächtigt, selbst für den Tod ihrer Tochter verantwortlich zu sein. Sie soll die Leiche des Mädchens zunächst versteckt und später in einem Mietwagen an einen anderen Ort gebracht haben, um sie endgültig zum Verschwinden zu bringen.

Gerry McCanns Schwester Philomena zufolge haben die Ermittler ihrer Schwägerin Kate über ihren Anwalt ein Geschäft angeboten. Wenn sie gestehe, dass sie ihre kleine Tochter versehentlich getötet habe und die Leiche habe verschwinden lassen, käme sie mit einer Strafe von zwei Jahren Haft oder weniger davon, sagte Philoma McCann dem Sender ITV.

Die Stimmung beginnt sich zu drehen

Anfangs hatten sich Stars wie David Beckham oder "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling an die Seite des Ehepaares gestellt und den "Findet Maddie"-Fonds der McCanns mit gewaltigen Spenden unterstützt. 1,5 Millionen Euro sollen bislang zusammengekommen sein. Papst Benedikt XVI. empfing die beiden Ende Mai im Vatikan und segnete ein Foto des verschwundenen Mädchens. Eine Kampagne wurde ins Leben gerufen, mit eigener Webseite und tatkräftiger Unterstützung von PR-Profis. Nun dreht sich der Wind.

In Portugal hat sich die Stimmung längst gegen die beiden gewendet - genährt von einer regelrechten Kampagne der lokalen Boulevardpresse, die immer wieder vermeintliche Hinweise auf eine Verwicklung der Eltern in den Fall präsentierten. Doch nun beginnt sich auch der Tonfall der britischen Berichterstattung zu wandeln. Bislang hatten die Londoner Boulevardblätter stets eher die Ermittlungsarbeit der portugiesischen Polizei und die Berichte der dortigen Medien kritisiert - nun katalogisieren auch "The Sun" und der "Daily Telegraph" die angeblich durchgesickerten Indizien, die für eine Beteiligung der Eltern am Verschwinden des Mädchens sprechen sollen. Ein Kommentator im "Daily Telegraph" fragte rhetorisch: "Hat man wirklich niemals ein gewisses Unbehagen verspürt angesichts ihrer Omnipräsenz in den Zeitungen und im Fernsehen?"

Blutspuren im Kofferraum

In erster Linie geht es bei den neuen Indizien um DNA-Beweise. In einem Auto, das die McCanns erst Wochen nach Madeleines Verschwinden angemietet hatten - kurz bevor sie nach Rom aufbrachen - fanden sich angeblich Spuren von Blut und Haar von Madeleine. Eigens eingeflogene Spürhunde der britischen Polizei sollen die Spuren im Kofferraum des Renault Scenic entdeckt, ein britisches Labor ihre Echtheit bestätigt haben.

Auch nach einer weiteren Theorie sollen die portugiesischen Beamten gefragt haben: Schon vor einiger Zeit hatte ein lokales Boulevardblatt berichtet, die McCanns - beide sind Ärzte - hätten womöglich versucht, ihre Tochter mit einem Sedativum ruhigzustellen, um in Ruhe zum Abendessen gehen zu können. Die "Sun" berichtet, Kate McCann habe zugegeben, ihren Kindern manchmal Schmerzmittel gegeben zu haben, sie habe ihre Tochter aber nicht getötet. Madeleine verschwand nach Darstellung der Eltern, während sie rund 50 Meter entfernt in einer Ferienanlage zu Abend aßen. Ihre drei Kinder hatten die McCanns im Appartement zurückgelassen.

Wurde die Stoffkatze gewaschen?

"The Sun" will außerdem erfahren haben, dass die Polizisten Kate McCann mit neuen Erkenntnissen über das Appartement konfrontiert hätten, aus dem Madeleine verschwunden war. Das Blut des Mädchens sei am Fenster und unter einem Sofa entdeckt worden. Ein Spürhund habe außerdem den "Geruch des Todes" an Kate McCanns Kleidung und an dem Stofftier entdeckt, das einst Madeleine gehörte und das ihre Mutter seitdem fast ständig bei sich trägt. Sie sei auch darüber befragt worden, warum sie die Stoffkatze nach dem Verschwinden ihrer Tochter gewaschen habe. Sie sei beinahe zusammengebrochen, als ihr Anwalt ihr eröffnete, die portugiesischen Behörden hätten nun genügend Indizien, um Anklage zu erheben.

Freunde und Angehörige der McCanns sind erbost und schockiert über die neue Wendung. Kate McCanns Mutter Susan machte der "Sun" gegenüber ihrer Wut Luft: Ihre Tochter solle hereingelegt werden, die portugiesische Polizei versuche, Kate und Gerry den Mord anzuhängen. "Wenn es irgendwelche Beweise gibt, die Kate und Gerry in Verdacht bringen, dann sind diese Beweise absichtlich plaziert worden." Gerry McCanns Schwester Philomena bezeichnete die involvierten Polizisten der "Sun" zufolge als "Schwachsinnige".

"Wir werden dies bis zum Ende durchfechten"

Gerry McCann selbst reagierte im eigenen Weblog empört auf die Tatsache, das sowohl seine Frau als auch er selbst nun offiziell zu den Verdächtigen im Fall Maddie zählen: "Die Unterstellung, dass Kate in Madeleines Verschwinden verwickelt ist, ist aberwitzig", schrieb er. "Jeder, der irgendetwas über den 3. Mai weiß, weiß auch, dass Kate vollkommen unschuldig ist. Wir werden dies bis zum Ende durchfechten und wir werden nicht aufhören, nach Madeleine zu suchen."

Ein Freund der Familie, Clarence Mitchell, teilte unterdessen mit, die Eltern wollten nun so schnell wie möglich aus Portugal abreisen. Nach seinem siebenstündigen Verhör erwarte Gerry McCann, dass der rechtliche Status des Ehepaares in 48 Stunden geklärt sei. Beide hätten schon länger vorgehabt, Südportugal zu verlassen, wo sie sich seit dem Verschwinden ihrer Tochter meistens aufgehalten haben. "Sie wollen ihren Namen wieder reinwaschen."

Gerry McCanns Bruder John sagte laut dem "Daily Telegraph": "Es scheint sehr unplausibel, dass Madeleine nach all den Suchaktionen heimlich in einen Mietwagen hätte verfrachtet werden können. Ich verstehe das nicht, es ergibt keinen Sinn."

 

 

09. September 2007

Madeleines Eltern aus Portugal ausgereist

Faro (AP) Die Eltern des vor vier Monaten verschwundenen britischen Mädchens Madeleine sind am Sonntag aus Portugal ausgereist. Sie flogen in Faro mit einem Flugzeug nach England. Reporter berichteten, die ersten beide Reihen der Maschine der Fluggesellschaft easyJet seien für Kate und Gerry McCann und ihre zweijährigen Zwillinge reserviert gewesen. Die McCanns verließen Portugal, nachdem die Polizei sie nach Verhören zu neuen Indizien zu Verdächtigen erklärt hatte.

Als das Flugzeug abhob, verlas im Flughafen eine Sprecherin der Familie eine kurze Erklärung des Ehepaars. Kate und Gerry McCann kehrten nach «sorgfältigen Überlegungen» nach England zurück, sagte Justine McGuinness. Sie wollten vor alle ihren anderen Kindern ein normales Leben ermöglichen. Die Eltern «spielten beim Verschwinden ihrer geliebten Tochter keine Rolle», betonte sie. Sie prüften eine Antwort auf Ereignisse in den letzten Tagen, die sie zutiefst beunruhigt hätten, hieß es in einer Anspielung auf die Polizeiverhöre. Sie appellierten, die Suche nach Madeleine fortzusetzen. McGuinness fügte hinzu, die McCanns hätten gerne mehr sagen wollen, dürften die nach portugiesischem Recht nicht.

 
 

11. September 2007

Polizei macht Rückzieher bei Blutspuren Maddies

Die portugiesische Kriminalpolizei hat mitgeteilt, dass sie die Blutspuren aus dem Mietwagen der Eltern der verschwundenen Madeleine McCann nicht eindeutig der Vierjährigen zuordnen konnte. Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass die entdeckten Blutspuren zu 100 Prozent mit Maddies DNA übereinstimmten. Die Blutspuren waren im Kofferraum eines Autos entdeckt worden, dass Kate und Gerry McCann 25 Tage nach dem Verschwinden ihrer Tochter am 3. Mai an der portugiesischen Algarve-Küste gemietet hatten.

"Keines der Untersuchungsergebnisse erlaubt es, mit Sicherheit sagen zu können, dass es das Blut von x oder y ist", sagte der Chef der portugiesischen Kriminalpolizei, Alipo Ribeiro, dem Fernsehsender RTP.

Die portugiesische Polizei hatte die McCanns offiziell zu Verdächtigen erklärt. Das Paar war kurz darauf aus Portugal abgereist. Eine mögliche Untersuchungshaft für Kate und Gerry McCann schloss die portugiesische Polizei am Montagabend vorerst aus.

 

 

Maddies Eltern laden Vertreter des britischen Sozialamts ein

Donnerstag, 13. September 2007 London (AFP) - Die Eltern der vermissten vierjährigen Madeleine McCann haben Vertreter des Sozialamtes getroffen, das über das Sorgerecht für die Zwillinge Sean und Amelie entscheiden kann. Gerry und Kate McCann erhielten in ihrem Haus im britischen Leicestershire Besuch von Beamten, wie die Nachrichtenagentur Press Association meldete. Demnach wollte das Paar die Beamten treffen. Auch Gerry McCanns Bruder John sagte der Zeitung "London Evening Standard", das Treffen habe auf Kates Wunsch stattgefunden. Sie habe das Sozialamt eingeladen, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung sei.

Die McCanns waren am Sonntag zusammen mit den zwei Jahre alten Zwillingen von der Algarve ins heimatliche Rothley zurückgekehrt. Die Eltern der vermissten Maddie waren zuvor von den portugiesischen Behörden offiziell zu Verdächtigen in dem Fall erklärt worden. Damit müssen die britischen Behörden automatisch dem Fall nachgehen und das Sorgerecht für die Kinder überprüfen.

 

 

Samstag, 15. September 2007

Kate McCann wird verhört

Madeleine ins Meer geworfen?

Die Mutter der verschwundenen Madeleine soll laut Presseberichten erneut verhört werden. Der portugiesische Ermittlungsrichter Pedro Anjos Frias stimmte einer neuen Befragung Kate McCanns zu, wie die Zeitung "Diário de Notícias" schrieb. Zuständig würden britische Polizisten sein. Widersprüchliche Angaben gab es darüber, wo McCann vernommen werden soll. Während die portugiesische Zeitung über eine Befragung in England spekulierte, berichtete die britische "Times", Ermittler aus Portugal würden nach Großbritannien reisen, um weiter an dem Fall zu arbeiten. McCann werde dann möglicherweise in Portugal vernommen.

Da Madeleines Mutter inzwischen als Verdächtige gilt, kann sie die Aussage verweigern, wie sie es bei dem letzten Verhör getan hatte. Neben Kate McCann sollten auch die Freunde der Familie erneut befragt werden.

Portugiesische und britische Medien berichten, dass die vier Jahre alte Madeleine von einer britischen Yacht aus ins Meer geworfen worden sein könnte. Die Polizei befürchte, die Leiche niemals zu finden. Es sei zudem schwer, Beweise für eine Verwicklung der McCanns vorzulegen, zitierte die Zeitung "24 Horas" einen hochrangigen Ermittler. "Wir haben nichts Konkretes", sagte dieser demnach.

Neue Kampagne

Unterdessen wollen die McCanns eine neue Öffentlichkeitskampagne starten. Bis zu 80.000 Pfund (116.000 Euro) sollen für Zeitungsanzeigen, Fernsehspots und Plakate ausgegeben werden, erklärte der Bruder von Gerry McCann. Bei der Kampagne werde man sich auf Spanien, Portugal und andere Teile Europas konzentrieren.

"Im Namen der Familie McCann und des Madeleine-Fonds möchte ich sagen, wie dankbar wir für die Großzügigkeit und die Unterstützung der Menschen sind", hieß es in einer Stellungnahme von John McCann, der die Leitung des Spendenfonds übernommen hat. "Hauptziel des Madeleine-Fonds ist es, bei der Suche nach Madeleine nichts unversucht zu lassen." Er hoffe, dass die Öffentlichkeit die Suche nach dem vierjährigen Mädchen auch weiterhin unterstütze.

Eine Sprecherin der Familie sagte am Samstag, Kate und John McCann bereiteten sich auf die weiteren polizeilichen Ermittlungen vor. Die Eltern, die von der Polizei zu Verdächtigen erklärt wurden, trafen sich am Freitag in London mit Anwälten und Medienexperten. Beide hofften, zur Ruhe zu kommen und mit ihren zweijährigen Zwillingen Sean und Amelie ein Stück zum Alltag zurückkehren zu können, sagte die Sprecherin. Das Ehepaar wolle erst wieder nach Portugal fahren, wenn es von der Polizei dazu aufgefordert werde. Der Druck auf die Eltern sei immens.

Madeleine war am 3. Mai aus einem Ferienappartement an der Algarve-Küste verschwunden. Ihre Eltern wurden als Verdächtige benannt und kehrten vergangenes Wochenende nach Rothley in Mittelengland zurück.

 

 

16. September 2007

McCanns: Madeleine lebt und muss gesucht werden

London (dpa) - Die Eltern der vor viereinhalb Monaten verschwundenen Madeleine glauben weiter fest daran, dass ihre Tochter am Leben ist. Die portugiesische Polizei müsse sich erneut darauf konzentrieren, das Kind zu suchen, erklärten Kate und Gerry McCann am Dienstag über ihren neuen Sprecher Clarence Mitchell.

«Die McCanns sind gern bereit, mit der portugiesischen Polizei zu kooperieren», sagte Mitchell im Beisein des Ärzteehepaares vor deren Haus in der mittelenglischen Ortschaft Rothley.

Die Eltern Madeleines seien ebenfalls «unschuldige Opfer eines gemeinen Verbrechens», betonte der Sprecher. Mitchell war früher Korrespondent des Senders BBC und zuletzt Direktor des Medienbüros der britischen Regierung. Er habe für die Funktion als Sprecher der Madeleine-Eltern sein Regierungsamt aufgegeben, um eventuelle Interessenkonflikte zu vermeiden, teilte der Journalist mit.

Er selbst sei von der Unschuld der McCanns völlig überzeugt, sagte Mitchell. Dass sie in den letzten Wochen in Medienberichten für den angeblichen Tod der Tochter verantwortlich gemacht wurden, sei «irrsinnig». Im Namen der Familie rief er die Presse auf, die Privatsphäre der McCanns zu respektieren. Insbesondere solle sie künftig darauf verzichten, Bilder der erst zweijährigen Zwillingsgeschwister von Madeleine zu veröffentlichen.

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16. September 2007

McCanns: Larva line lives and must be searched.

London (German Press Agency) - parents of the larva line disappeared four and one-half months ago believe further firmly in the fact that their daughter alive is. The Portuguese police must concentrate again to look for the child explained Kate and Gerry McCann on Tuesday over its new speaker Clarence Mitchell.


“The McCanns is gladly ready, with the Portuguese police to cooperate”, said Mitchell in the presence of the physician married couple before their house in the centralEnglish locality Rothley.

Parents of larva flax are likewise “innocent victims of a common crime”, stressed the speaker. Mitchell was in former times a correspondent of the transmitter BBC and last director of the medium office of the British government. It gave its government office up for the function as a speaker of larva line parents, in order to avoid possible interest conflicts, communicated the journalist.

It is convinced of the innocence of the McCanns completely, said Mitchell. The fact that they were made responsible in the last weeks in medium reports for the alleged death of the daughter was “lunatic”. In the name of the family he called the press to respect the Privatsphäre of the McCanns. In particular she is to do in the future to publish pictures of the only two-year twins from larva line to.

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16. September 2007

McCanns : La ligne de larve vit et doit être cherchée.
Londres (dpa) - les parents de la ligne de larve disparue il y a quatre mois et demi croient plus encore solidement que leur fille à la vie est. La police portugaise doit de nouveau se concentrer sur le fait de chercher l'enfant, a déclaré le Kate et Gerry McCann mardi sur son nouvel orateur des Clarence Mitchell.


« Les McCanns sont volontiers prêts à coopérer avec la police portugaise », le Mitchell dans la présence du couple médical devant sa maison dans la localité mittelenglischen a dit des Rothley.

Les parents de lin de larve sont des victimes d'un crime ordinaire » également « innocentes, l'orateur a souligné. Le Mitchell était un premier correspondant de l'émetteur BBC et pour la dernière fois directeur du bureau médiatique du gouvernement britannique. Il a abandonné son bureau de gouvernement pour la fonction en tant que porte-parole des parents de ligne de larve, pour éviter d'éventuels conflits d'intérêts, a communiqué le journaliste.

Lui-même est complètement convaincu de l'innocence des McCanns, a dit des Mitchell. Qu'ils ont été rendus responsables à la fille au cours des dernières semaines dans les rapports médiatiques de prétendu décès, est « fou ». Au nom de la famille, il a appelé la presse à respecter la vie privée des McCanns. En particulier elle doit renoncer à l'avenir à publier les images des frères et soeurs de jumeau seulement de deux ans de la ligne de larve.

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McCanns: A linha vidas da larva e deve ser procurarada.

Londres (agência de imprensa alemão) - pais da linha da larva desapareceu quatro e um meio de mês há acreditar mais mais firmemente no fato que sua filha viva é. As polícias Portuguese devem concentrar outra vez para procurar o Kate e o Gerry explicados criança McCann em terça-feira sobre seu altofalante novo Clarence Mitchell.

“O McCanns está contente pronto, com as polícias Portuguese cooperar”, disse Mitchell na presença dos pares casados médico antes de sua casa no locality Rothley do centralEnglish.

Os pais do flax da larva são do mesmo modo “vítimas inocentes de um crime comum”, forçadas o altofalante. Mitchell era em épocas anteriores um correspondente do transmissor BBC e último diretor do escritório médio do governo britânico. Deu seu escritório de governo acima para a função enquanto um altofalante da linha pais da larva, a fim evitar conflitos possíveis do interesse, comunicou o journalist.

É convencido do innocence do McCanns completamente, disse Mitchell. O fato que estiveram feitos responsáveis nas últimas semanas em relatórios médios para a morte alegada da filha era “lunatic”. No nome da família chamou a imprensa para respeitar o Privatsphäre do McCanns. No detalhe deve fazer no futuro para publicar retratos dos únicos gêmeos two-year da linha da larva a.

 

24. September, 2007 - Maddies Eltern schalten Privatfirma in die Suche ein

Die Eltern des seit Anfang Mai vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann haben aus mangelndem Vertrauen in die Effizienz der portugiesischen Fahnder eine Privatfirma in die Suche nach der Fünfjährigen eingeschaltet. Wie die Londoner "Times" und zwei weitere Zeitungen berichten, wurde das Unternehmen Control Risks Group von Kate und Gerry McCann kurz nach dem Verschwinden damit beauftragt, mögliche Täterprofile zu entwerfen und Hinweisen über mögliche Aufenthaltsorte der kleinen Maddie nachzugehen.

"Control Risks kann Dinge machen, die die portugiesiche Polizei nicht machen kann", sagte ein Insider der "Times". Er wollte sich nicht dazu äußern, wie das Privatunternehmen, das ingesamt mehr als 600 Beschäftigte hat, bezahlt wurde. Am Wochenende hatten britische Zeitungen berichtet, Maddie sei kurz nach dem Verschwinden von zwei Zeugen in Marrakesch gesehen worden. Die Behörden tappen bei der Suche weitgehend im Dunklen.

Die portugiesische Polizei vermutet, dass die Mutter in einen tödlichen Unfall des Mädchens verwickelt war und dass die Eltern dann versuchten, das Geschehen über die Geschichte der Entführung zu vertuschen. Das bestreiten die Eltern, die bei zahlreichen öffentlichen Auftritten die Aufmerksamkeit für den Fall steigerten.

 

21. Oktober 2007, Fall Madeleine wird neu aufgerollt

London (dpa) - Im Fall der verschwundenen Madeleine will der neue Chefermittler Paulo Rebelo offenkundig alle Hinweise noch einmal überprüfen. "Viele Schlüsselinformationen wurden nicht beachtet, der ganze Vorgang wird noch einmal untersucht", zitierte die britische "Mail on Sunday" eine Polizeiquelle in Portugal.

Rebelo, der zuvor in einem anderen Fall gegen einen Pädophilenring in Lissabon ermittelt hatte, spricht den Angaben zufolge von einem Chaos, das ihm hinterlassen worden sei. Auch der ehemalige britische Polizeichef Lord Stevens warf den früheren portugiesischen Ermittlern schwere Versäumnisse vor. Madeleines Eltern seien Opfer einer "Hexenjagd" geworden.

Zuletzt war bekanntgeworden, dass die portugiesische Polizei eine "Todesspur" überprüft. Leichenspürhunde hätten Witterung aufgenommen, die Spur führe vom Ferienappartement des britischen Arztehepaares Kate und Gerry McCann zur Kirche im portugiesischen Urlaubsort Praia da Luz, berichtete die britische Agentur PA unter Berufung auf die portugiesische Polizei. Madeleines Leiche hätte in weniger als drei Minuten in einem Wagen zur Kirche gebracht und in der Nähe versteckt oder im Meer versenkt werden können.

Laboruntersuchungen ergaben unterdessen, dass Madeleines Geschwister, die zweijährigen Zwillinge Sean und Amelie, in der Nacht des 3. Mai, als die Vierjährige verschwand, nicht mit Beruhigungsmitteln ruhiggestellt worden sind. Nach entsprechenden Spekulationen hätten Madeleines Eltern ein britisches Labor mit Untersuchungen beauftragt, berichtete die "Times". Weder in den Haaren von Amelie noch von Sean seien Spuren von Beruhigungsmitteln gefunden worden.

Lord Stevens betonte in der Sonntagszeitung "News of the World", es gebe keinerlei Beweis dafür, dass Madeleines Eltern - die in Portugal als Verdächtige eingestuft wurden - ihre Tochter getötet haben. "Ich war 30 Jahre lang Kriminalbeamter in höchsten Positionen und habe nie eine solche Hexenjagd erlebt." Er stimme mit anderen Experten darin überein, dass Madeleine wahrscheinlich entführt wurde.

 

 

Freitag, 26. Oktober 2007

Fall Madeleine
Phantombild veröffentlicht

Auf ein Phantombild eines möglichen Entführers der kleinen Madeleine und eine 24-Stunden-Hotline mit Privatdetektiven konzentrieren sich jetzt die verzweifelten Hoffnungen der Eltern. Die am Freitag in britischen Medien veröffentlichte Zeichnung zeigt einen Mann mit kragenlangen schwarzen Haaren, der ein schlafendes oder bewusstloses Kind auf dem Arm trägt. 

Zugleich hieß es in Zeitungsberichten, Madeleines Mutter werde immer verzweifelter. Mit Grausen sehe sie dem 3. November entgegen - dem Tag, an dem Madeleine sechs Monate lang vermisst wird.
 
Das Kind auf dem Phantombild trägt den Schlafanzug, in dem das Ärzteehepaar Kate und Gerry McCann (beide 39) am 3. Mai die damals dreijährige Madeleine in ihrer Ferienwohnung in der Algarve zuletzt sahen. Nach Angaben des Sprechers der McCanns, Clarence Mitchell, wurde das Phantombild von den Privatdetektiven veranlasst, die sie mit der Suche nach Madeleine beauftragt haben. Die portugiesische Polizei habe ihre "stillschweigende Zustimmung" zur Herausgabe des Bildes gegeben.
 
Die Eltern hofften, dass dies zu neuen Hinweisen an die kürzlich von ihnen eingerichtete Hotline (0034-902 300213) führen werde, erklärte ihr Sprecher. Bereits vorher hätten die Privatdetektive unter dieser Nummer eine Reihe von möglicherweise nützlichen Hinweisen erhalten. Die Zeichnung wurde von einer bei der US- Bundespolizei FBI ausgebildeten Künstlerin nach Angaben der Zeugin Jane Tanner angefertigt.
 
Die 36-jährige Britin gehörte zu der Gruppe von Freunden, die seinerzeit gemeinsam mit den McCanns in dem Badeort Praia da Luz Urlaub machten. Tanner hatte erklärt, am Abend des Verschwindens von Madeleine in der Ferienanlage einen Mann gesehen zu haben, der ein Kind trug. Allerdings konnte sie keine Angaben zum Gesicht des Mannes machen, so dass es in dem Phantombild nur als Fläche dargestellt ist.
 
Gerry McCann räumte nach Angaben der Zeitung "Daily Mail" ein, dass der Mann vielleicht gar nichts mit dem Verschwinden Madeleines zu tun gehabt habe. "Es könnte jemand gewesen sein, der ein Kind aus einer Krippe abgeholt hat oder gerade mit einem Kind vom Abendessen kam." Dennoch sei es wichtig, ihn zu finden - allein schon, damit er möglicherweise von der Liste verdächtiger Personen gestrichen werden könne.
 
Derweil deute sich an, dass Madeleines Eltern inzwischen unterschiedlich mit dem Verlust ihrer Tochter umgehen, berichtete die "Daily Mail" unter Berufung auf Freunde und Verwandte. So wolle Gerry McCann in Kürze wieder seinen Beruf als Kardiologe aufnehmen. Kate hingegen sei mit den Nerven am Ende wie kürzlich ihr Beinahe- Zusammenbruch bei einem TV-Interview in Spanien gezeigt habe.

 

20. Januar 2008

FAHNDUNG - Neues Phantombild im Fall Madeleine

Fast neun Monate nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine aus einer portugiesischen Ferienanlage ist erneut ein Phantombild von ihrem möglichen Entführer veröffentlicht worden. Das Bild soll den Angaben einer früheren Zeugin gleichen.

London - Die Zeichnung, die die britische Zeitung "News of the World" veröffentlichte, zeigt einen Mann mit kragenlangen Haaren, einem Schnurrbart und buschigen Augenbrauen. 

Nach Angaben des Blatts soll er sich in der Ferienanlage aufgehalten haben, aus der Madeleine McCann am 3. Mai verschwand. Das Bild sei Interpol übergeben worden, berichtete die Zeitung.

Die Zeichnung fertigte demnach ein beim FBI ausgebildeter Künstler nach Angaben der Zeugin Gail Cooper an. Diese habe sich wie die Familie McCann in der Anlage in dem südportugiesischen Ort Praia da Luz aufgehalten und den "gruseligen Mann" nach eigenen Worten mehrmals gesehen. Das Bild soll auch den Angaben einer früheren Zeugin gleichen. Auf deren Beschreibung beruhte ein Phantombild, das Ende Oktober veröffentlicht wurde und einen Mann mit einem Kind auf dem Arm zeigt. Die Zeugin hatte allerdings nicht das Gesicht des Verdächtigen beschreiben können.

"Wir müssen unbedingt wissen, wer und wo dieser Mann ist", sagte der Sprecher von Madeleines Eltern, Clarence Mitchell. Die Eltern Gerry und Kate McCann sind seit Monaten Verdächtige in dem Fall, beteuerten jedoch immer wieder ihre Unschuld und gehen davon aus, dass Madeleine kurz vor ihrem vierten Geburtstag entführt wurde.

 

 

Infografik: Ort des Verschwindens

Ort des Verschwindens

Am 3. Mai 2007 verschwand Madeleine McCann wenige Tage vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage in einem portugiesischen Badeort an der Algarveküste.

 

07.08.2008 - Detektive gehen Belgien-Theorie nach

Neue Aufregung im Fall der seit mehr als einem Jahr verschwundenen Maddie McCann: Aus den inzwischen veröffentlichten Ermittlungsakten geht hervor, dass die Vierjährige einem belgischen Pädophilenring zum Opfer gefallen sein könnte. Nun will die Familie die Spur verfolgen.

London - Die Veröffentlichung der Untersuchungsunterlagen im Fall Maddie führt zu immer neuen Theorien, warum das kleine britische Mädchen im Mai 2007 spurlos aus der Ferienanlage in Praia da Luz verschwunden sein könnte: Jetzt wurde der Hinweis eines Informanten von Scotland Yard bekannt.

Drei Tage vor dem Verschwinden des Mädchens soll demnach der Mittelsmann eines Kinderschänderrings ein Foto von Madeleine an ihrem portugiesischen Urlaubsort gemacht und es an einen "Kunden" in Belgien geschickt haben, wie britische Zeitungen unter Verweis auf die Ermittlungsakten berichten.

"Der Kunde fand das Mädchen passend, dann wurde Maddie mitgenommen", heißt es in dem Tipp. Die portugiesische Polizei hatte deswegen Interpol eingeschaltet, die Sache aber zu den Akten gelegt, die Spur war zu dünn. Auch die britische Nachrichtenagentur PA bezweifelte die Glaubwürdigkeit, nannte für ihre Bedenken aber keine Quellen.

Dagegen sagte ein Freund von Maddies Eltern, dass deren Detektive den Hinweis sehr ernst nähmen.

Nach Veröffentlichung der Untersuchungsakten erwägen Madeleines Eltern, Kate und Gerry McCann, der Öffentlichkeit in einem neuen Fernsehappell die jetzt bekannt gewordenen Informationen zu präsentieren.

So will eine holländische Verkäuferin das Mädchen kurz nach seinem Verschwinden aus der portugiesischen Ferienanlage in Amsterdam gesehen haben.

 

11.August.2008 - Neue Spur - Ist das Maddie?

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Zeigt diese Aufnahme einer Überwachungskamera die entführte Madeleine McCann? Die Polizei prüft derzeit die Aufnahmen.

Eine britische Zeitung zeigt angebliche Exklusivaufnahmen der kleinen Madeleine McCann - aufgenommen von einer Überwachungskamera. Befindet sich das Mädchen in Belgien?

Es galt als neue, vage Spur im Fall Maddie. Am Samstag wurde bekannt, dass ein Wachmann in Brüssel das Mädchen auf einer Überwachungskamera einer Bank gesehen haben will. Nun hat das britische Boulevardblatt The Sun diese Video-Aufnahmen veröffentlicht.

Auf dem Video ist ein kleines blondes Mädchen mit Pony an der Hand einer Frau zu sehen. Die Frau trägt ein dunkles Kopftuch, dem Wachmann zufolge habe sie in gebrochenem Französisch mit dem Mädchen gesprochen. Er hörte, wie das Mädchen auf Englisch sagte: "Können wir nun zurückgehen?"

Ermittler werten nun die Bilder der Überwachungskamera aus. Die Bilder waren am Montag in einer Bankfiliale im Brüsseler Stadtteil Molenbeek aufgenommen worden.

Die Eltern der verschwundenen Maddie bemühen sich unterdessen angesichts immer neuer Hinweise auf mögliche Spuren des Mädchens, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten. Sie hätten einfach zu viele Enttäuschungen erlebt, sagte ein Sprecher der McCanns.

 

Diese Kinder werden gesucht.!

 

Peggy Knobloch

Vermisst. Eingang 12. Mai 2001

Mail an: vermisstepeggy@firemail.de

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Beschreibung

 

Adelina aus Bremen

Vermisst seit dem 28.Juni 2001

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1. Festnahme

 

Achtjährige Julia  aus Biebertal bei Gießen.Vermisst seit dem 29.Juni 2001 gefunden am 04.Juli 2001.

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JULIA IST TOT

 

Neunjährigen Dennis aus Osterholz-Scharmbeck. Vermisst seit dem 05. September 2001.

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DENNIS IST TOT

 

Fünfjähriger Junge aus Berlin-Spandau  Vermisst seit dem 02. Oktober 2001.

 

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Peter ist Ertrunken

 

Fünfjährige Pascal Zimmer aus Saarbrücken. Vermisst seit dem 30.September 2001.

 

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PASCAL ZIMMER

 

Zehnjährige Desiree Majonek aus Jena vermisst seit dem 09.Februar 2002

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Beschreibung

 

22. Februar 2002

Mord an der zwölfjährigen Vanessa aus Gersthofen bei Augsburg aufgeklärt.

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Beschreibung

 

20. September 2002

16-jährigen Jennifer aus dem schleswig-holsteinischen Neumünster ist ermordet

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 Dienstag, 1. Oktober 2002
Elfjähriger Jakob von Metzler aus Frankfurt/Main ist tot
Bankierssohn gekidnappt

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 Donnerstag, 3. Oktober 2002
Zwölfjährige Inna Ivanova
aus Hamburg vermisst

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 wieder zu Hause

 

 Mitwoch, 22. Januar 2003
sechsjährige Malin
aus Zerbst in Sachsen-Anhalt

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getötet

 

Mitwoch, 26. Februar 2003
Fünfzehnjährige Alexander Wittmann aus Ostholstein vermisst

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 Alexander Wittmann

 

 Dienstag , 01. April 2003
Vermisste Geschwister
aus Eschweiler bei Aachen ermordet ?

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getötet

 

 

Mittwoch , 07. Mai 2003
Vermisste Geschwister
Joel und Celine aus Aachen

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Joel und Celine

 

 Donnersteg , 06. Mai 2004
die 8-jährige Levke Straßheim 
aus Cuxhaven-Altenwalde vermisst.

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Levke Straßheim

 

 Sonnabend , 30. Oktober 2004
Der achtjährige Felix W. aus Neu Ebersdorf bei Bremervörde vermisst.

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Felix  W.

 

 Donnerstag, 3. Mai  2007
Vierjähriges britisches Mädchen Madeleine in Portugal  vermisst.

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Madeleine

 

 Freitag, 6. September  2007
Von der achtjährigen Jenisa aus Hanover fehlt jede Spur. .

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Jenisa

  

 - Kindermorde -

 

 

14. Januar 2009 - Maddies Vater will Suche in Portugal fortsetzen

Lissabon (dpa) - Der Vater des im Mai 2007 in Portugal unter mysteriösen Umständen verschwundenen britischen Mädchens Madeleine McCann ist nach eineinhalb Jahren wieder nach Lissabon zurückgekehrt. 

«Ich bin einzig und allein hierhergekommen, um mit meinen Anwälten zu sprechen, um neue Strategien zu entwickeln und Möglichkeiten zur Fortsetzung der Suche nach Madeleine zu analysieren», sagte Gerald McCann gegenüber portugiesischen Medien am späten Dienstagabend (Ortszeit). Er wolle in der nächsten Zeit häufiger Portugal besuchen. Bis zum nächsten Geburtstag von «Maddie» im Mai hoffe er, seine Tochter gefunden zu haben, erklärte der Brite.

Die portugiesischen Behörden stellten die Ermittlungen im Juli vergangenen Jahres gut 15 Monate nach dem spurlosen Verschwinden der damals knapp vierjährigen Madeleine aus einer Luxus-Ferienanlage in Praia da Luz an der portugiesischen Algarve-Küste ein. Die Ermittler räumten seinerzeit ein, sie hätten keinen Schuldigen finden können, den sie für das Verschwinden von Madeleine verantwortlich machen könnten. Die Polizei verdächtigte eine Zeit lang sogar die Eltern, in das Verschwinden der Tochter verwickelt zu sein. Auch die Vorwürfe gegen einen dritten Verdächtigen, einen nahe der Ferienanlage lebenden britischen Makler, wurden fallengelassen.

«Gerry interessieren Prozesse und Verfahren überhaupt nicht. Er will als Vater weiter suchen, und das ist sein gutes Recht», sagte McCanns portugiesischer Anwalt Rogerio Alves. Der Brite habe in Lissabon lediglich die britische Botschaft besucht, um dort Unterstützung zu beantragen. Am Mittwoch wolle er Portugal wieder verlassen, sagte Alves. Familiensprecher Clarence Mitchell verriet unterdessen, dass die Eltern des verschwundenen Mädchens eine Serie von Veranstaltungen in Portugal planten, «damit die Portugiesen Madeleine nicht vergessen». Aufgrund der Spendenbereitschaft vieler Menschen man dafür mehr als 880 000 Euro zur Verfügung.

02.05.2009 - So könnte Maddie heute aussehen

 

Die Eltern der seit zwei Jahren vermissten Madeleine McCann geben nicht auf: Jetzt haben sie ein neues Foto ihrer Tochter veröffentlicht. Das Bild wurde mit einem speziellen Computerprogramm erstellt und zeigt, wie Maddie heute aussehen könnte.

London - Kurz vor dem zweiten Jahrestag ihres mysteriösen Verschwindens haben die Eltern von Madeleine McCann ein neues Foto des vermissten britischen Mädchens veröffentlicht. Mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms hat ein Gerichtsmediziner ein Bild entworfen, das zeigt, wie sich Maddies Gesicht in den vergangenen zwei Jahren verändert haben könnte. Madeleines Eltern, Gerry und Kate McCann, präsentierten das Foto am Freitag in einer Sendung der US-Talkshow-Queen Oprah Winfrey.

Das Bild zeigt eine lächelnde Maddie mit einem rosafarbenen Band in ihrem blonden schulterlangen Haar. Poster mit dem Foto wollen die Eltern weltweit aufhängen lassen. Davon erhoffen sie sich neue Hinweise zu dem Verbleib ihrer Tochter. Das komplette Interview mit den McCanns wird erst am Montag in den USA ausgestrahlt. In den am Freitag veröffentlichten Auszügen erzählte Kate McCann, dass sie Maddies Zimmer immer noch für die Rückkehr ihrer Tochter bereithält und sie etwa zweimal am Tag dort hineingeht.

Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwunden. Seitdem haben sich immer wieder Zeugen gemeldet, die das Kind in verschiedenen Ländern gesehen haben wollen. Die Ermittler glaubten zunächst an eine Entführung, später gingen sie davon aus, dass die Kleine tot ist und erklärten die Eltern zu Verdächtigen. Im Juli 2008 wurden die Ermittlungen ergebnislos eingestellt.

 

 

07.05.2009 - Phantombild zeigt mutmaßlichen Entführer

Auf der Suche nach der verschwundenen Madeleine McCann ist ein neues Phantombild ihres mutmaßlichen Entführers veröffentlicht worden. Das Bild wurde nach Aussagen einer Augenzeugin erstellt und zeigt einen besonders "hässlichen Mann".

London - Die Eltern der seit zwei Jahren vermissten Madeleine McCann geben nicht auf: Erst veröffentlichten sie ein neues Foto ihrer Tochter, wie Maddie heute aussehen könnte. Jetzt fahndet die Polizei mit einem neuen Phantombild nach einem mutmaßlichen Entführer des kleinen britischen Mädchens. Das Bild zeigt einen Mann, den eine Zeugin als "sehr hässlich" beschrieben hatte.

Jener Mann soll das Appartement in dem südportugiesischen Badeort Praia da Luz beobachtet haben, aus dem Madeleine McCann spurlos verschwand. Die Zeichnung basiert auf Aussagen einer britischen Touristin, die ebenfalls in dem Ort war.

Demnach soll der Mann narbige Haut und eine lange Nase haben. Sie habe ihn zweimal gesehen, bevor Maddie verschwand, gab die Zeugin an. Er sei schlank gewesen und habe normale Kleidung getragen. "Ich habe meine Tochter an die Hand genommen und sie an mich gezogen, weil er mich aus irgendeinem Grund aus der Fassung gebracht hat", sagte die Zeugin.

Phantombild: Hat dieser Mann etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun?

Zwei weitere Zeugen - ein zwölf Jahre altes Mädchen und ein Mann aus England - berichteten ebenfalls, vor dem Verschwinden Madeleines einen verdächtigen Mann gesehen zu haben. Unklar ist, ob sie sich auf den Mann, der nun auf dem Phantombild gezeigt wurde, bezogen. Die neuen Zeugenaussagen stammen aus einer TV-Dokumentation, die am Donnerstag ausgestrahlt werden soll.

 

Seit drei Jahren vermisst Hier wurde die verschwundene Maddie überall gesichtet

07.03.2010 - 21:07 UHRSeit Madeleine „Maddie“ McCann 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag während eines Familienurlaubs im portugiesischen Praia da Luz spurlos verschwunden ist, wollen Augenzeugen sie auf der ganzen Welt gesehen haben.

Durch die Veröffentlichung der Polizeiakten in britischen Medien kam heraus, in welchen Ländern die kleine Maddie angeblich wieder erkannt wurde.

Glaubt man den Hinweisen, führt die Spur des vermissten Mädchens von Portugal nach Spanien, Marokko, Algerien, Frankreich, Belgien, Neuseeland, in die Niederlande und sogar in die USA.

Auf der virtuellen Weltkarte zeigt BILD.de die Spuren der Polizei zu der heute Siebenjährigen.

 

25.05.2010 - Neuer Zeuge im Fall der vermissten Maddie McCann 

„Ich sah Maddie im Pyjama in einem Bus liegen“

Neue Hoffnung im Fall Madeleine McCann: Mehr als drei Jahre nachdem das britische Mädchen (damals 3) in Portugal verschwand, gibt es einen neuen Zeugen. Laut der Zeitung „The Sun“ will er einen Tag nach der möglichen Entführung ein Mädchen im Pyjama gesehen haben. Er ist sich sicher: Es war Maddie!

Private Fahnder haben einen Mann gefunden, dessen Aussagen Licht in den dramatischen Entführungsfall bringen könnten. Der Portugiese Carlos Moreira (65) machte am 4. Mai 2007 eine mysteriöse Beobachtung.

Auf dem Weg von Carregado (bei Lissabon) in den Alentejo hielt er gegen 8 Uhr an einer Raststätte in der Gegend von Benavente.

Moreira zur „Sun“: „Ich sah einen weißen Kleinbus, dessen hintere Tür offen stand. In dem Bus lag ein kleines Mädchen, das auf einem Haufen von Kleidungsstücken schlief. Es trug einen zweiteiligen Pyjama, pink und weiß oder gelb. (...) Das Mädchen war blond und ungefähr vier Jahre alt.“

WICHTIG: Ein solchen Schlafanzug trug Maddie, als sie am 3. Mai 2007 im portugiesischen Praia da Luz (Algarve) verschwand!

Laut „Sun“ ist sich der Zeuge sicher, dass es sich bei dem Mädchen um Madeleine McCann handelte.

Die Kleine schien tief zu schlafen. Moreira: „Als ob sie Drogen genommen hätte.“

Eine Frau und ein Mann, die aussahen „wie Zigeuner“, seien bei dem Mädchen gewesen.

Der Mann sei glatt rasiert, dick und zwischen 40 und 42 Jahren alte gewesen. Die Frau war offenbar grauhaarig, ebenfalls dick und zwischen 60 und 65.

DOCH WARUM MELDET SICH DER ZEUGE ERST JETZT?

LEBT MADDIE NOCH?

Der Ort wo Moreira das Kind sah, liegt 160 Kilometer von Praia da Luz entfernt. Deshalb machte er sich zunächst keine Gedanken über seine Beobachtung.

Erst als er im Fernsehen einen Polizisten sah, der gefragt wurde, warum bestimmte Straßen (Richtung Spanien) nach Maddies Verschwinden nicht kontrolliert wurden, meldete er sich. Moreira: „Die Straße, auf der ich den Kleinbus sah, war eine solche Straße.“

AUCH BRISANT: Kurz nach Maddies Verschwinden gab es Zeugen, die in der Nähe einen weißen Kleinbus gesehen haben wollten. Und: Schon damals wurde ein Mann beobachtet, der ein schlafendes Kind im Pyjama auf dem Arm getragen haben soll.

Offenbar setzen Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann, große Hoffnungen in die neuen Beobachtungen. Aus ihrer Umgebung hieß es laut „Sun“: „Es könnte der Durchbruch sein.“

 

Pädophilier behauptet auf Sterbebett Ich weiß, was mit Maddie passiert ist.

Raymond H. († 64) starb im April 2010 an Krebs. Der vorbestrafte Kinderschänder galt als Verdächtiger im Fall Maddie, beteuerte aber stets, nichts mit Maddies Verschwinden zu tun zu haben. Kurz vor seinem Tod packte er in einem Brief an seinen Sohn aus.

01.09.2010 - Kurz vor seinem Tod offenbarte sich Raymond H. in einem Brief an seinen Sohn Wayne. Mit Maddies Verschwinden habe er nichts zu tun, beteuert der Sterbende darin.

Aber: Er wisse, dass Maddie im Auftrag verschleppt worden sei – von einer Zigeuner-Gang , die Kinder für wohlhabende Paare besorge, welche selbst keinen Nachwuchs bekommen könnten.

Sohn Wayne war geschockt: „Das kam wie aus dem Nichts, ich habe richtig gezittert, als ich das las.“

Raymond H. wurde in seinen Behauptungen sehr konkret: „Er schrieb, dass ein sehr guter Zigeuner-Freund, den er in Portugal kannte, ihm betrunken sein Herz ausgeschüttet hat und erzählte, dass er Maddie als Teil einer Gang im Auftrag verschleppt habe.“

Diese Gang habe schon seit langer Zeit operiert und Kinder gekidnappt. „Sie hatten es auf Maddie abgesehen. Sie machten Fotos von Kindern und schickten sie an die Leute, für die sie arbeiteten. Und die sagten dann Ja oder Nein.“ Kontakte zu Pädophilen-Ringen habe es nie gegeben.

WIRD DER FALL MADDIE JETZT DOCH NOCH AUFGEKLÄRT?

Erstaunlich: Die Offenbarungen von Raymond H. passen zu verschiedenen Zeugen-Aussagen im Fall Maddie.

So wurden an dem Tagen vor ihrem Verschwinden in dem Ferienclub Männer beobachtet, die Kinder fotografierten. Und: Laut „The Sun“ will ein in Portugal lebender Brite Maddie damals in einem weißen Van gesehen haben – in Begleitung eines Zigeuner-Paares.

Wayne H., der seit 20 Jahren keinen Kontakt zu seinem Vater hatte, hält den Brief für absolut authentisch.

Die Privaterermittler von Maddies Eltern interessieren sich „The Sun“ zufolge brennend für die Aussagen des Kinderschänders. Bis zu seinem Tod hatte Raymond H. sich geweigert, die Detektive zu treffen.

Allerdings haben die Ermittler keine Chance mehr, den Brief selbst zu analysieren: Wayne H. hat ihn verbrannt. „Er hat mich zu sehr aufgeregt, ich konnte damit nicht umgehen“, sagt der 40-Jährige.

Er will sich aber mit den Detektiven der McCanns treffen und ihnen alles sagen, was er weiß.

Clarence Mitchell, der Sprecher der McCanns: „Wir sind Wayne sehr dankbar, dass er diese Informationen an uns weitergibt. Unsere Ermittler werden ihn so schnell wie möglich dazu befragen.“

 

Kennen diese Männer das Schicksal der kleinen Maddie?

05.09.2010 - Im größten Kinderschänder-Prozess in Portugal wurden sechs Angeklagte zu Haftstrafen bis zu 18 Jahren verurteilt. Haben die Täter sogar etwas mit dem Schicksal der kleinen Maddie zu tun? Wissen sie, ob das kleine Mädchen aus England noch lebt und wo es sich aufhält? Diesen Fragen gehen jetzt Ermittler nach.

Die zum Teil berühmten Angeklagten wurden schuldig gesprochen, in den 90er-Jahren Minderjährige missbraucht und Kinder vergewaltigt zu haben.

Außerdem sollen sie in einem staatlichen Kinderheim in Lissabon einen Pädophilenring betrieben haben.

Am längsten muss ein Fahrer des Heims in den Knast. Der 53-Jährige hatte mehr als 600 Straftaten gestanden und mit seinen Aussagen Mitangeklagte belastet.

Darunter ist auch der frühere Unesco-Botschafter Jorge Ritto. Er muss für sechs Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Der populäre TV-Moderator Carlos Cruz kommt für sieben Jahre hinter Gitter.

Pedro Namor, einer der misshandelten Jungen, ist mittlerweile Anwalt. Er war Kronzeuge im Prozess und setzt sich jetzt dafür ein, dass die portugiesischen Ermittler ihre Untersuchungen im Fall Maddie fortsetzen.

Er vermutet, dass der Pädophilenring etwas mit ihrem Verschwinden an der Algarve-Küste zu tun hat.

„Während des Sommers wurden Kinder zu den Sommer-Residenzen der Pädophilen an der Algarve gebracht. Das war groß organisiert und bedurfte viel Kontrolle und Planung“, sagte Namor der britischen Zeitung „Sunday Express“.

„Es ist möglich, dass diejenigen, die dem Pädophilenring angehören und nicht gefasst wurden, etwas mit dem Verschwinden von Maddie zu tun haben. Ich denke, die Ermittler sollten diese Möglichkeit ins Auge fassen“, sagte er weiter.

Obwohl die meisten Missbrauchten Jungen waren, gäbe es auch einige Mädchen unter den Opfern.

Clarence Mitchell, Sprecher der Eltern von Maddie McCann, teilte mit, dass sie den Prozess verfolgt hätten. Doch sie hätten keinen Anhaltspunkt, dass der Pädophilenring etwas mit dem Schicksal ihrer Tochter zu tun haben könnte.

© Klaus-Peter Kolbatz

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