Kleidung von
vermisster 16-Jähriger gefunden
Neumünster: Polizei schließt Verbrechen nicht
aus
| Fünf Tage nach dem Verschwinden
der 16-jährigen Jennifer im schleswig-holsteinischen Neumünster hat die
Polizei Kleidungsstücke der Vermissten auf einem verlassenen Kasernengelände
gefunden. Die Gegenstände würden nun kriminaltechnisch untersucht, sagte
am Donnerstag ein Sprecher der Polizei in Neumünster.
Die Chefin der Auszubildenden identifizierte die gefundenen Schuhe und die Hose als Kleidung der 16-jährigen, wie aus Polizeikreisen am Donnerstag mitgeteilt wurde. An der Kleidung des Mädchens seien keine offensichtlichen Spuren eines Verbrechens sichtbar gewesen. Dennoch schließt die Polizei eine Gewalttat nicht aus. |
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26.09.2002 [Archiv]
| 100
Polizisten im Einsatz Auf der Suche nach weiteren Spuren hatten etwa 100 Polizisten am Mittwoch bis zum Einbruch der Dunkelheit das Kasernengelände durchkämmt. Auch die Umgebung eines Funkmastes war durchsucht worden. In der Nähe dieses Mastes muss Jenny, wie die Vermisste von Freunden genannt wird, noch am Freitag mit ihrem Handy telefoniert haben. Am späten Abend des 20. September hatte
sich die Auszubildende, die erst Anfang August von Rügen nach Neumünster
gezogen war, von einer Freundin in der Innenstadt verabschiedet. In
ihrer am Bahnhof gelegenen Wohnung ist sie jedoch nicht angekommen. Als
die Eltern ihre Tochter am Wochenende telefonisch nicht erreichten,
alarmierten sie die Polizei. |
| Polizei entdeckte die Leiche eine
Woche nach Verschwinden der Jugendlichen Die seit einer Woche in Neumünster vermisste 16-jährige Jennifer ist ermordet worden. Mit der Obduktion der Leiche, die Polizisten am späten Freitagabend in der Nähe der Wohnung des Mädchens entdeckt hatten, wurde die Auszubildende eindeutig identifiziert. Bei dem Mädchen sei "ein unnatürlicher Tod durch Gewalteinwirkung" festgestellt worden, teilte der Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft, Uwe Wick, mit. |
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| Mordfall Jennifer: Polizei
sucht nach Kleidungsstücken Ermittlungsbeamte konzentrieren die Suche auf die Tatortumgebung Im Mordfall Jennifer hat die Polizei am Dienstag in Neumünster nach einem neuen Hinweis aus der Bevölkerung weitere Kleidungsstücke des 16 Jahre alten Opfers gesucht. Polizeisprecher Rainer Wetzel sagte, vermisst würden weiterhin ein dunkler Pullover und eine dunkle Weste des Mädchens sowie ihre Jeans-Unhängetasche. |
| Die nur halb bekleidete Leiche
des Mädchens war am vergangenen Freitag gefunden worden - eine Woche nach
ihrem Verschwinden.
Umgebung des
Tatortes im Visier Das Mädchen war am 20. September zunächst mit einer Freundin durch die Innenstadt gebummelt und hatte sich dann kurz vor 23 Uhr allein auf den Heimweg gemacht. Bisher über 100
Hinweise und Spuren Der seit Montag personell verstärkten Mordkommission liegen bisher weit über 100 Hinweise und Spuren in dem Mordfall vor. Mädchen offenbar
von Mann angegriffen Hinter der von der Zeugin beobachteten Hecke eines Parkplatzes an einer belebten Straße wurde Jennifer auch ermordet - nur rund 200 Meter von ihrer Wohnung entfernt. Leiche versteckt "Die Leiche war vom Täter versteckt worden", betonte er, nannte aber aus ermittlungstaktische Gründen keine weiteren Details. Keine weiteren
Einzelheiten Er habe Verständnis dafür. Der Vater meinte: "Man stellt sich vor, was geschehen ist, und kann nur hoffen, dass sie nicht lange gequält wurde, nicht gelitten hat."
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| Noch keine heiße Spur im
Mordfall Jennifer Kripo Neumünster bittet Bevölkerung um Mithilfe Im Mordfall der 16 Jahre alten Jennifer hat die Kripo in Neumünster weiterhin keine heiße Spur vom Täter. Polizeisprecher Rainer Wetzel sagte am Montag, die Mordkommission in Neumünster wird für die Jagd nach dem Mörder personell aufgestockt. Eine Zahl der zusätzlichen Beamten nannte er aber nicht. |
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| 30.09.2002 [Archiv] |
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Eine Zeugin hatte
gesehen, wie Jennifer am Abend ihres Verschwindens am Freitag vor einer
Woche gegen 23 Uhr von einem unbekannten Mann angegriffen wurde und
berichtete erst eine Woche später am vergangenen Freitag der Polizei
davon. Polizeisprecher Rainer Wetzel betonte am Montag, diese Tatsache könne man nicht als unterlassene Hilfeleistung bewerten. Schließlich sei zum Zeitpunkt des Ereignisses nicht klar gewesen, welche Bedeutung die Beobachtung hat. "Wir sind froh, dass der Hinweis überhaupt gekommen ist", sagte Wetzel. Polizei bittet um Mithilfe Die Mordkommission schließt derzeit nicht aus, dass sich der Täter bereits vor dem Angriff auf Jennifer am Tatort aufgehalten hat. Wer sich darum am Freitag, dem 20. September, zwischen 22.30 und 23.15 Uhr in Tatortnähe gegenüber der Burger-King-Filiale in der Rendsburger Straße aufgehalten habe, möge sich bitte auch jetzt noch umgehend melden. |
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| Die
Ermittler der Kripo sind sich inzwischen sicher, dass der Fundort der
Leiche nur wenige hundert Meter von Jennifers Wohnung und unmittelbar an
der belebten Rendsburger Straße auch der Ort ihrer Ermordung ist. Die
Polizei teilte in diesem Zusammenhang aus ermittlungstaktischen Gründen
keine Details mit, um nicht mögliches Täterwissen preiszugeben, hieß
es.
Am 20.
September zuletzt gesehen Am Wochenende hatten viele Passanten Blumen, Teddybären und andere Stofftiere am Tatort abgelegt und Kerzen aufgestellt. Mit einem Trauergottesdienst in der Vicelin-Kirche von Neumünster hatten am Sonntag mehr als 300 Menschen der ermordeten Jennifer gedacht. Nach dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche zogen die Trauernden zu der Stelle, an der Jennifers Leiche am Freitagabend gefunden wurde.
Mit Material von dpa |
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| Kriminalität Mordfall Jennifer: Polizei nimmt Verdächtigen fest |
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Erneute
Durchsuchungsaktion blieb zunächst erfolglos
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Park und
Kasernengelände durchsucht
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Unbekannter
griff Jennifer vor ihrem Verschwinden an
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Polizei
weist Vorwurf einer "Ermittlungspanne" zurück
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