Kleines Mädchen verschwunden

Bremen. Wieder ist ein kleines Mädchen verschwunden: Die zehnjährige Adelina ist seit Donnerstagabend spurlos verschwunden. Bis zum Freitagabend hatten Suchtrupps keine Spur des kleinen Mädchens. Die intensive Suche mit Hunden, Hubschraubern und Tauchern werde bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten würden aber auch über Nacht alles tun, um das Kind möglichst schnell zu finden. Hinweise oder Vermutungen auf ein Gewaltverbrechen lägen bisher nicht vor, betonte der Leiter des zuständigen Polizeikommissariats, Hans-Jürgen Rippe.  Mutter: "Wenn es mal später wurde hat Adelina immer angerufen"

Die zehn Jahre alte Adelina war zuletzt am Donnerstagabend von ihren Großeltern gesehen worden. Sie hatte bei ihm im Auftrag ihrer Mutter Lebensmittel abgeholt, kam aber nicht im etwa 150 Meter entfernten Elternhaus an. Ihre 27 Jahre alte Mutter meldete das Kind gegen Mitternacht als vermisst. Zuvor hatte sie bei Verwandten und Freunden nachgefragt. Nach Aussagen der Mutter ist Adelina immer zuverlässig und pünktlich gewesen. Wenn es mal später wurde, habe sie angerufen.  Die Familie war vor drei Jahren aus Russland gekommen. Vor zwei Jahren wurde die Ehe geschieden. Der Vater lebt den Angaben zufolge ebenfalls in Bremen und hat sich an der Suche nach seiner Tochter beteiligt. Adelina ist nach Aussagen ihrer Lehrerin und von Klassenkameraden ein "nettes, offenes und zugängliches" Mädchen. Auch das am Mittwoch erhaltene Zeugnis sei gut gewesen und gebe eigentlich keinen Anlass, sagte ein Polizeisprecher.

 

 

Meldung vom 29.06.2001 16:11

 

 

 

 Zehnjähriges Mädchen in Bremen vermisst   Vom Besuch beim Urgroßvater nicht zurückgekehrt  Bremen (AP)  Seit Donnerstagabend sucht die Bremer Polizei fieberhaft nach einem vermissten zehnjährigen Mädchen. Adeline war von einem Besuch bei ihrem Urgroßvater nicht nach Hause zurück gekehrt. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus. Konkrete Hinweise dafür gebe es aber nicht, sagte Einsatzleiter Hans-Jürgen Rippe am Freitag.  Die Tochter einer Deutsch-Russin war nach Polizeiangaben am Donnerstag gegen 17.00 Uhr von ihrer Mutter zu ihrem Urgroßvater geschickt worden, der nur wenige Häuser entfernt wohnt. Das Mädchen sollte einige Lebensmittel abholen, die der 76-Jährige für die erkrankte Mutter gekauft hatte. Das Kind verließ die Wohnung seines Urgroßvaters rund 30 Minuten später. Seither wurde es nicht mehr gesehen.  Die Fahndung nach dem Mädchen seit dem späten Donnerstagabend blieb bislang ergebnislos. Am Freitag durchsuchten rund 200 Beamte unter anderem die Großwohnanlage, in der der Urgroßvater lebt. Auch Nachbarn wurden befragt. Neben Tauchern setzte die Polizei auch Hubschrauber ein.  Das Kind wird von Verwandten, Lehrern und Schulkameraden als zuverlässig und pünktlich, nett und offen beschrieben. Von zu Hause ausgerissen ist Adeline nach bisherigen Erkenntnissen noch nie. Schulprobleme seien nicht bekannt, das Mädchen habe bei Schuljahresende am Mittwoch ein gutes Zeugnis nach Hause gebracht, sagten Polizeisprecher weiter.  Nachdem ihre Tochter nicht nach Hause gekommen war, hatte die 27-jährige Mutter zunächst selbst im Freundes- und Bekanntenkreis ihrer Tochter herumgefragt. Dabei half ihr der Vater des Kindes, von dem die Mutter seit zwei Jahren getrennt lebt. Gegen 23.00 Uhr erstattete sie Vermisstenanzeige. Dass bis zu diesem Zeitpunkt einige Stunden vergingen, nannte der Leiter des Führungsstabes, Klaus Plenge, am Freitag einen «unglücklichen Umstand».  Adeline, die fließend Deutsch spricht, war mit ihren Eltern und ihrer heute vierjährigen Schwester Angeline vor drei Jahren aus Russland nach Deutschland gekommen. Vor zwei Jahren ließen sich die Eltern scheiden. Der Vater lebt ebenfalls in Bremen-Kattenturm.

 

Zehnjähriges Mädchen in Bremen vermisst


Vom Besuch beim Urgroßvater nicht zurückgekehrt

Bremen (AP)

Seit Donnerstagabend sucht die Bremer Polizei fieberhaft nach einem vermissten zehnjährigen Mädchen. Adelina war von einem Besuch bei ihrem Urgroßvater nicht nach Hause zurück gekehrt. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus. Konkrete Hinweise dafür gebe es aber nicht, sagte Einsatzleiter Hans-Jürgen Rippe am Freitag.

Die Tochter einer Deutsch-Russin war nach Polizeiangaben am Donnerstag gegen 17.00 Uhr von ihrer Mutter zu ihrem Urgroßvater geschickt worden, der nur wenige Häuser entfernt wohnt. Das Mädchen sollte einige Lebensmittel abholen, die der 76-Jährige für die erkrankte Mutter gekauft hatte. Das Kind verließ die Wohnung seines Urgroßvaters rund 30 Minuten später. Seither wurde es nicht mehr gesehen.

Die Fahndung nach dem Mädchen seit dem späten Donnerstagabend blieb bislang ergebnislos. Am Freitag durchsuchten rund 200 Beamte unter anderem die Großwohnanlage, in der der Urgroßvater lebt. Auch Nachbarn wurden befragt. Neben Tauchern setzte die Polizei auch Hubschrauber ein.

Das Kind wird von Verwandten, Lehrern und Schulkameraden als zuverlässig und pünktlich, nett und offen beschrieben. Von zu Hause ausgerissen ist Adelina nach bisherigen Erkenntnissen noch nie. Schulprobleme seien nicht bekannt, das Mädchen habe bei Schuljahresende am Mittwoch ein gutes Zeugnis nach Hause gebracht, sagten Polizeisprecher weiter.

Nachdem ihre Tochter nicht nach Hause gekommen war, hatte die 27-jährige Mutter zunächst selbst im Freundes- und Bekanntenkreis ihrer Tochter herumgefragt. Dabei half ihr der Vater des Kindes, von dem die Mutter seit zwei Jahren getrennt lebt. Gegen 23.00 Uhr erstattete sie Vermisstenanzeige. Dass bis zu diesem Zeitpunkt einige Stunden vergingen, nannte der Leiter des Führungsstabes, Klaus Plenge, am Freitag einen «unglücklichen Umstand».

Adelina, die fließend Deutsch spricht, war mit ihren Eltern und ihrer heute vierjährigen Schwester Angeline vor drei Jahren aus Russland nach Deutschland gekommen. Vor zwei Jahren ließen sich die Eltern scheiden. Der Vater lebt ebenfalls in Bremen-Kattenturm.

 

 

Meldung vom 29.06.2001 17:19

 

 

 

 Zehnjähriges Mädchen aus Bremen vermisst  Bremen (dpa) - In Bremen ist ein zehnjähriges Mädchen seit gestern Abend spurlos verschwunden. Trotz umfangreicher Suche mit Hunden und Hubschraubern gibt es laut Polizei bislang keine Hinweise auf den Verbleib von Adelina. Taucher sollten nun zusätzlich eingesetzt werden, um die vielen Wasserläufe in der Gegend abzusuchen. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen liegen nicht vor. Adelina war zuletzt von ihrem Urgroßvater gesehen worden. Sie hatte bei ihm Lebensmittel abgeholt, kam aber nicht im etwa 200 Meter entfernten Elternhaus an.

 

Meldung vom 29.06.2001 18:29

 

 

 

 Zehnjährige aus Bremen vermisst  Bremen (dpa) - Ein zehnjähriges Mädchen ist in Bremen seit gestern spurlos verschwunden. Bisher haben die Suchtrupps keine Hinweise auf den Verbleib der kleinen Adelina. Die intensive Suche mit Hunden, Hubschraubern und Tauchern werde bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten würden auch über Nacht alles tun, um das Kind möglichst schnell zu finden. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen lägen nicht vor, hieß es. Adelina war zuletzt gestern Abend von ihrem Urgroßvater gesehen worden.  

 

Meldung vom 29.06.2001 21:32

 

 

 

 Zwölfjähriges Mädchen in Bremen vermisst   Vom Besuch beim Urgroßvater nicht zurückgekehrt  Bremen (AP)  In Bremen wird seit Donnerstagabend ein zwölfjähriges Mädchen vermisst. Wie ein Polizeisprecher sagte, fahndeten am Freitag mehr als 200 Beamte auch unter Einsatz von Hubschraubern und Tauchern bis zum Einbruch der Dunkelheit nach dem Kind. Adelina war von einem Besuch bei ihrem Urgroßvater nicht nach Hause zurückgekehrt. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus. Konkrete Hinweise dafür gebe es aber nicht, sagte Einsatzleiter Hans-Jürgen Rippe.  Die Tochter einer Deutsch-Russin war nach Polizeiangaben am Donnerstag gegen 17.00 Uhr von ihrer Mutter zu ihrem Urgroßvater geschickt worden, der nur wenige Häuser entfernt wohnt. Das Mädchen sollte einige Lebensmittel abholen, die der 76-Jährige für die erkrankte Mutter gekauft hatte. Das Kind verließ die Wohnung seines Urgroßvaters rund 30 Minuten später. Seither wurde es nicht mehr gesehen.  Die Suche habe sich auf die Umgebung der elterlichen Wohnung konzentriert, sagte der Polizeisprecher. Dort wurden auch Plakate verteilt, über Lautsprecher bat die Polizei um Hinweise. Im Rahmen einer Grenzfahndung wurde auch an Flughäfen kontrolliert.  Das Kind wird von Verwandten, Lehrern und Schulkameraden als zuverlässig und pünktlich, nett und offen beschrieben. Von zu Hause ausgerissen ist Adelina nach bisherigen Erkenntnissen noch nie. Schulprobleme seien nicht bekannt, das Mädchen habe bei Schuljahresende am Mittwoch ein gutes Zeugnis nach Hause gebracht, sagten Polizeisprecher weiter.  Nachdem ihre Tochter nicht nach Hause gekommen war, hatte die 27-jährige Mutter zunächst selbst im Freundes- und Bekanntenkreis ihrer Tochter herumgefragt. Dabei half ihr der Vater des Kindes, von dem die Mutter seit zwei Jahren getrennt lebt. Gegen 23.00 Uhr erstattete sie Vermisstenanzeige. Dass bis zu diesem Zeitpunkt einige Stunden vergingen, nannte der Leiter des Führungsstabes, Klaus Plenge, am Freitag einen «unglücklichen Umstand».  Adelina, die fließend Deutsch spricht, war mit ihren Eltern und ihrer heute vierjährigen Schwester Angeline vor drei Jahren aus Russland nach Deutschland gekommen. Vor zwei Jahren ließen sich die Eltern scheiden. Der Vater lebt ebenfalls in Bremen-Kattenturm.

 

 

Meldung vom 30.06.2001 11:10

 

 

 

 150 Polizisten suchen vermisstes Mädchen in Bremen  Bremen (dpa) - Rund 150 Polizisten haben am Morgen in Bremen die Suche nach der vermissten zehn Jahre alte Adelina fortgesetzt. In der Stadt und im niedersächsischen Umland werden zudem Fahndungsflugblätter verteilt. Das Kind war am Abend auf dem Rückweg von ihrem Urgroßvater zum Elternhaus verschwunden. Auch im hessischen Biebertal bei Gießen wird eine Schülerin vermisst. Die achtjährige Julia wurde zuletzt gestern Abend auf einem Spielplatz gesehen.

 

Meldung vom 30.06.2001 13:23

 

 

 

 Noch keine Spur von vermisstem Mädchen in Bremen    Bremen (dpa) - Von der in Bremen verschwundenen 10 Jahre alten Adelina gibt es noch keine Spur. Das aus Russland stammende Mädchen war am Donnerstagabend auf dem Weg von ihrem Urgroßvater ins 200 Meter weit entfernte Elternhaus verschwunden. Adelina gilt als zuverlässig und pünktlich. Am Samstag wurden nach Polizeiangaben Fahndungsflugblätter in deutscher und russischer Sprache auch im niedersächsischen Umland verteilt. Das Kind hatte Lebensmittel vom Urgroßvater abholen sollen. Gegen Mitternacht meldete die Mutter Adelina als vermisst. Seit Freitag sind Polizeibeamte ununterbrochen im Einsatz. Sie setzten Hunde, Hubschrauber und Taucher ein. Seit Samstagmorgen beteiligen sich rund 150 Polizisten an der Aktion. Bahnhöfe und Flughäfen werden kontrolliert. Die Zahl der aus der Bevölkerung eingegangenen Hinweise sei bislang «unerheblich», sagte ein Polizeisprecher. Eine heiße Spur sei nicht dabei. Die Familie kam vor drei Jahren aus Russland. Der Vater des Mädchens lebt nach Angaben der Polizei in Russland. Die zweite Ehe ihrer Mutter wurde vor zwei Jahren geschieden. Noch keine Spur gibt es bislang auch von der vor zwei Monaten im oberfränkischen Lichtenberg verschwundenen 9-jährigen Peggy. Seit dem Verschwinden am 2. Mai gingen 2100 Hinweise bei der Sonderkommission der Polizei in Hof ein. Eine greifbare Spur hat die Polizei noch nicht.

 

Foto: Adelina     APPELL DER MUTTER.  Im Fall der spurlos verschwundenen zehnjährigen Adelina aus Bremen sendete das ZDF einen Appell der Mutter in russischer Sprache, in dem sie um Hilfe bei der Suche bat. Zudem wurden ein aktualisiertes Fahndungsplakat des Mädchens und ein Schlüsselanhänger gezeigt, den das Mädchen bei sich trug und der ebenfalls verschwunden ist. Ein Vertreter der Bremer Sonderkommission betonte, es gebe noch Hoffnung, dass Adelina lebend gefunden werde. Das Besondere an dem Fall sei, dass es keine Spuren gebe. Adelina könnte mit jemandem mitgegangen sein, den sie kannte und vertraute.
       
       Im ihrem Fall gingen nach der ZDF-Sendung nur eine Handvoll von Hinweisen ein. Ein Zeuge, der am Tag nach dem Verschwinden Adelinas mit dem Auto auf dem Weg zur Autobahn bei Bremen war, wolle Hilfeschreie eines Kindes aus einem Wagen auf der Gegenfahrbahn gehört haben. Dies sei zu klären, sagte ein Polizeisprecher.

 

Vermisstenfall Adelina

Seit dem 28. Juni wird die 10-jährige Adelina Pismak aus Bremen vermisst. Sie war auf dem Weg von ihrem Urgroßvater nach Hause zu ihrer Mutter, als sie verschwand. Die Kripo hält es für möglich, dass Adelina mit jemandem mitgegangen ist, den sie kannte oder zu dem sie Vertrauen hatte. Wenn das so ist, wäre es gut möglich, dass Adelina noch lebt.

Hier eine Fotomontage: So hat Adelina zuletzt ausgesehen. Sie trug ein weißes Trägershirt, einen dunkelblauen Rock und Sandalen aus Jeansstoff. Mit dabei hatte sie eine Jutetasche mit Lebensmitteln.

 

Auch diesen Schlüsselanhänger trug sie mit sich: Auf der Vorderseite eine Abbildung Napoleons, auf der Rückseite der Schriftzug "Paris".

 

 

Belohnung:

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung von 10.000 Mark ausgesetzt.

Zuständig:

Kripo Bremen, Telefon (0421) 362 38 95

 

zuletzt geändert am: Fr., 13. Juli 2001

 

 ADELINA: STIEFVATER FESTGENOMMEN 

Bremen. Die Polizei hat im Fall der verschwundenen Adelina aus Bremen den 31-jährigen Stiefvater des Mädchens festgenommen. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.

 

Festnahme im Fall Adelina 

Bremen. Die verschwundene Adelina lebt noch, glaubt die Polizei. Die Beamten in Bremen haben im Fall Adelina einen 31-jährigen Mann festgenommen. Nach RTL-Informationen handelt es sich um den Stiefvater des Mädchens. Offenbar will Adelinas Mutter sich von ihm scheiden lassen. Der Stiefvater ist Russe, im Fall einer Scheidung würde er nach Russland abgeschoben. In diesem Zusammenhang wird das Motiv für eine mutmaßliche Entführung vermutet.

Die Polizei hatte mitgeteilt, der Mann gehöre zum unmittelbaren familiären Umfeld. Er wurde bereits am vergangenen Dienstag festgenommen. Bei der Vernehmung des am Mannes hätten sich "einige Ungereimtheiten" ergeben, die überprüft werden müssten. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Die neue Situation bedeute jedoch nicht, dass ein Durchbruch in der Aufklärung des Falles gelungen sei, betonte ein Sprecher. Die Tochter einer Deutschrussin wird seit dem 28. Juni vermisst. Das Mädchen war auf dem kurzen Weg von ihrem Urgroßvater ins Elternhaus spurlos verschwen. Auffällig war, dass niemand das Kind beim Verlassen des Hochhauses gesehen hat, in dem sie ihren Urgroßvater besucht hatte.

 

Im Zuge der intensiven Ermittlungen haben sich dem Polizeibericht zufolge zunehmend Verdachtsmomente gegen den Festgenommenen ergeben, die nun überprüft werden müssten. Weitere Informationen würden ”aus akut ermittlungstaktischen Gründen“ nicht gegeben, hieß es. Nach wie vor würde auch in andere Richtungen ermittelt. Unter anderem werde geprüft, ob die versuchte Entführung einer 13 Jahre alten Schülerin in Hatten bei Oldenburg am vergangenen Dienstag mit dem Verschwinden von Adelina in einem Zusammenhang stehe. Näheres soll auf einer Pressekonferenz am Freitag mitgeteilt werden.

 

Spur im Fall Adelina führte ins Leere

 

 


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Bremen/Hannover (dpa) - Auch eine neue Spur im Fall der seit fünf Wochen vermissten Adelina aus Bremen führt offenbar ins Leere.

Hinweise auf einen Zusammenhang mit einem geständigen Kinderschänder aus dem niedersächsischen Landkreis Hameln-Pyrmont hätten sich als nicht haltbar erwiesen, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover am Mittwoch mit. Überprüfungen hätten ergeben, dass der 35- Jährige in seinem Auto gefundenen Stadtpläne von Bremen und Bremerhaven tatsächlich für einen Verwandtenbesuch gebraucht habe.

 

Der Mann hat gestanden, neun Kinder sexuell missbraucht zu haben. Er war am vergangenen Freitag in Langenhagen bei Hannover festgenommen worden.

Beamte der Sonderkommission hatten überprüft, ob der 35-Jährige mit dem spurlosen Verschwinden der 10-jährigen Adelina etwas zu tun haben könnte, sagte ein Polizeisprecher. Er bestätigte damit einen Bericht der 'Bild-Zeitung' vom Mittwoch. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, die bei dem 35-Jährigen ebenfalls gefundenen entstempelten Autokennzeichen stammten von einem abgemeldeten Fahrzeug, dass der Mann gefahren habe. Tatsache bleibe aber, dass der Mann in den vergangenen Wochen sein Äußeres verändert habe, indem er sich unter anderem die Haare färbte.

Die Bremer Polizei rechnete nicht mit einem kurzfristigen Durchbruch in dem mysteriösen Fall. 'Wir haben nichts in der Hand und könnten eine Tatbeteiligung nicht beweisen.' Es gebe keine Indizien, weder für eine Entführung noch für ein Sexualverbrechen oder ein Weglaufen des Mädchens. Deshalb werde weiter unverändert in alle Richtungen ermittelt.

Adelina wird seit dem 28. Juni vermisst. Sie verschwand auf dem Weg von ihrem Urgroßvater zur nur 150 Meter entfernten Wohnung ihrer Mutter. Keine neuen Hinweise hat die Polizei von den Wärmebildfotos erhalten, die Tornados der Bundesluftwaffe am Montag vom Bremer Umland gemacht hatten.

 

 

© dpa - Meldung vom 01.08.2001 18:11 Uhr

 

 

 

Polizei: entdeckte Kinderleiche vermutlich Adelina

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Bremen (dpa) - Bei der am Sonntag in einem Wald nahe Bremen entdeckten Kinderleiche handelt es sich vermutlich um die Leiche der vermissten zehnjährigen Adelina. Die Identität des Kindes werde aber erst mit Hilfe einer DNA-Analyse festgestellt, teilte die Polizei am Montag mit.

Ein anderes Kind als Adelina werde in Bremen allerdings nicht vermisst, hieß es. Außerdem sei der Fundort der schon teilweise skelettierten Leiche nur acht Kilometer von Adelinas Wohnort, dem Bremer Ortsteil Kattenturm, entfernt. Dort war das Mädchen am 28. Juni auf dem nur 150 Meter kurzen Heimweg spurlos verschwunden.

Der Fundort war am Montag wegen der Spurensuche weiträumig abgesperrt. Ein Polizeihubschrauber überflog das Gelände, auch die Zufahrtswege wurden nach Spuren abgesucht. Mögliche Zeugen wie zum Beispiel der Förster sollten befragt werden. Die Leiche war in der Nacht obduziert worden. Zu den Ergebnissen der Ermittlung wollte die Polizei am Montag noch nichts sagen.

Eine Pilzsammlerin und ihre beiden Kinder hatten am Sonntag die in einem Plastiksack steckende Leiche in einem Wäldchen von Leeste bei Bremen entdeckt. Als sie nachschaute, sah sie den skelettierten Schädel und alarmierte sofort die Polizei, die den Fall den Bremer Kollegen von der Soko 'Adelina' übergab.

Der Fundort der Leiche war im Juli vergeblich von Tornados mit Wärmebildkameras überflogen worden. Polizeiangaben zufolge könnte der Baumbestand einen Erfolg der Kameras verhindert haben. Nicht auszuschließen sei auch, dass der Plastiksack mit der Leiche erst nach dem Überflug dort deponiert wurde.

Bei den Ermittlungen gleicht die Polizei nach eigenen Angaben auch Spuren mit dem Fall des ermordeten Dennis aus Osterholz-Scharmbeck ab. Der Neunjährige war Anfang September aus einem Schullandheim nördlich von Bremen verschwunden, seine Leiche wurde am 19. September bei Zeven entdeckt.

 

 

© dpa - Meldung vom 08.10.2001 17:38 Uhr

 

 

Adelina aus Bremen ist tot

 

 


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Bremen (dpa) - Die seit Juni vermisste Adelina aus Bremen ist einem Sexualverbrecher zum Opfer gefallen. Am Tag ihres elften Geburtstages kam die schreckliche Gewissheit: Obduktion und DNA-Analyse ließen keinen Zweifel mehr an der Identität der am Sonntag in Leeste bei Bremen gefundenen Kinderleiche.

Bei der Suche nach dem Täter geht die Polizei derzeit 843 Hinweisen nach. «Eine heiße Spur ist nicht dabei», sagte Hauptkommissar Werner Meyer von der «SoKo Adelina» am Dienstag. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 20 000 Mark (10 226 Euro) ausgesetzt. Eine Pilzsammlerin hatte die stark skelettierte Leiche in einem blauen Plastikmüllsack entdeckt.

Adelina verschwand am 28. Juni spurlos auf dem Nachhauseweg von ihrem Urgroßvater zu ihrer Mutter, einer 27 Jahre alten Deutschrussin. Eine Großfahndung und eine Plakataktion sowie Luftaufnahmen aus Tornado-Flugzeugen der Bundeswehr mit Wärmebildkameras brachten keine Hinweise.

Zur genauen Todesursache machte die Polizei keine Angaben. Offen ist auch der Zeitpunkt des Verbrechens. Aus ermittlungstaktischen Gründen sagten die Beamten auch nichts über bisher gefundene Spuren. Allerdings sei der Fundort im Pastorenwäldchen «mit hoher Wahrscheinlichkeit» nicht der Tatort. Adelinas Mörder habe den Leichnam vermutlich in einem Auto zu dem Platz gebracht.

Das Wäldchen liegt drei Kilometer Luftlinie oder acht Kilometer über Straßen und Wege von ihrem Wohnort im Bremer Ortsteil Kattenturm entfernt. Das Gebiet habe die Polizei während früherer Aktionen nicht überprüft, weil üblicherweise in einem engen Radius um den Ort des Verschwindens gesucht werde, hieß es. Anhand der Anfahrtswege vermutet die Polizei, dass sich der Täter gut in der Gegend auskannte. Die 20 Ermittler der Sonderkommission wollen neben der Überprüfung bekannter Sexualtäter erneut Anwohner in Kattenturm befragen.

In Geschäften des Wohnviertels hingen am Dienstag immer noch die Flugblätter, mit denen die Vermisste gesucht worden war. «Das ist eine schreckliche Wahrheit für die Eltern. Aber jetzt haben sie wenigstens Gewissheit», meinte ein Anwohner.

Im Kiosk gegenüber dem Hochhaus, wo Adelina am 28. Juni zuletzt gesehen wurde, hatte der Besitzer die Flugblätter schon vor Wochen abgenommen: «Ich habe nicht mehr geglaubt, dass man sie findet.» Er kannte das Mädchen, das dort wie andere Kinder einkaufen ging: «Süßigkeiten und Eis.» Ein älterer Mann hofft, dass die Polizei jetzt schnell den Täter findet: «Das sind doch keine Menschen, die so etwas Kindern antun können.» Oberstaatsanwalt Uwe Picard kündigte hartnäckige Ermittlungen an. «So ein Mordfall verjährt nicht. Wir werden einen langen Atem haben.»

 

 

© dpa - Meldung vom 09.10.2001 18:05 Uhr

 

 

 

Mordfall Adelina:
Verraten Badeanzüge jetzt den Täter?

Neue Spuren im Mordfall Adelina. Das zehnjährige Mädchen war am 28. Juni 2001 aus dem Bremer Stadtteil Kattenturm verschwunden. Drei Monate lang wurde fieberhaft nach der Vermissten gesucht. Dann, am 7. Oktober, die traurige Gewissheit: Adelina ist tot. Eine Pilzsammlerin fand ihre Leiche im Pastorenwäldchen südlich von Bremen. Nach Lage der Dinge ist das Mädchen einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen.

 

Chronologie der Suche nach Adelina

In unmittelbarer Nähe der Leiche lagen zwei Badeanzüge - verscharrt im Laub. Zentimeter für Zentimeter wurde das Waldstück nun umgegraben. Mit Erfolg: Weitere Badeanzüge und andere Wäschestücke wurden gefunden. War Adelinas Mörder ein so genannter Wäsche-Fetischist?

 


Die Kripo hält es jedenfalls für wahrscheinlich, dass diese Kleidungsstücke etwas mit dem schrecklichen Verbrechen zu tun haben und fragt deshalb:

Schwimmanzug mit Brustaufschrift „Athletics", hinten blaues Dreieck mit Aufschrift „Athlete 88", waagrechte 4 mm breite blau-graue oder weiße Streifen
Marke: „H + M" (Hennes und Mauritz)
Größe: 148/152.



Roter Schwimmanzug, an den Seiten jeweils ein heller 3 cm breiter Streifen
Marke: „DuPont" (Lycra von Dupont)
Größe: 176
Material: 85 % Polyamid, 15 % Elasthan



Mehrfarbiger Badeanzug mit kleinen Spaghetti-Trägern, Vorderseite schwarz, seitlich grün, schwarz und rosé, Brustbereich verstärkt und in der Mitte durch einen kleinen Steg gerafft, aufgenähte goldfarbene Applikation: „Ari"
Marke: „Ari"
Größe: 42
hergestellt Mitte bis Ende der 80er Jahre.

Blauer Schwimmanzug mit jeweils einem hellen Streifen auf der Seite, vorne links am Oberschenkel das aufgedruckte Firmenlogo, ein Doppel-S
Marke: „Solar"
Größe: 38
Material: 70 % Polyamid, 30 % Elasthan
hergestellt 1983/84 in einer Stückzahl von ca. 1.000 Stück.

Badeanzug mit hohem Beinausschnitt, 1 cm breite lila- und rosafarbene Längsstreifen, 2 cm breite Träger, an der Hüfte ein ca. 5 cm breiter geknoteter Steg
Marke: „fashy"
Größe: 38
Material: Polyamid


Dunkelblauer Schwimmanzug mit zwei jeweils 5 cm breiten diagonalen Streifen, weiß und hellblau
Marke und Größe nicht ersichtlich.

 



Body oder Kleid aus schwarzer durchsichtiger Gaze, im Brustbereich ist der Stoff doppelt gelegt und offen, halbe Arme mit Gummizug
Größe nicht ersichtlich, vermutlich kleine Größe
Material: je zur Hälfte Polyester und Viskose



Umstandsmiederhöschen mit Bauchtasche
Marke: „Anita"
Größe: 70 (für Deutschland)

 


Belohnung: 10.000 Euro
Zuständig: Kripo Bremen, Tel.: (0421) 36 20

 

 

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