Sechsjährige
Malin wurde missbraucht und erwürgt
19-jähriger Verdächtiger legt Geständnis
ab
| 24.01.2003
Die sechsjährige Malin aus Zerbst in Sachsen-Anhalt ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Dessau mitteilten, wurde das Mädchen erwürgt. Es sei zu sexuellen Kontakten gekommen. Der 19-jährige mutmaßliche Täter legte ein Geständnis ab. Er habe die Tat in erschreckender Offenheit geschildert, sagte Thomas Engel von der Dessauer Mordkommission. |
Die sechsjährige Malin |
| Der Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Dort werde geprüft, ob er nicht oder vermindert schuldfähig ist. |
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Hinweise aus
der Bevölkerung
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| Laut
Staatsanwaltschaft lag die unbekleidete Leiche im Bett des mutmaßlichen
Täters. Der Mann wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen.
Berichte, wonach er bereits in der Vergangenheit Auffälligkeiten im
Umgang mit Kindern gezeigt habe, betätigten die Ermittler nicht.
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| Tiefe
Trauer in Zerbst Die Polizei hatte nach dem Verschwinden des Mädchens eine großangelegte Suchaktion gestartet und dabei unter anderem einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. In Zerbst sorgte der Tod der Sechsjährigen für Entsetzen. Die Eltern des Kindes werden psychologisch betreut. |
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Malin wurde
umgebracht |
Das Kind war nach einem Hinweis aus der Bevölkerung gegen 13.30 Uhr von Polizeibeamten in der Wohnung des 19-Jährigen gefunden worden.
Näheres nach Obduktion
Über die genauen Umstände des Verbrechens machte
die Polizei keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen der Fahnder dauerten an. Nähere
Einzelheiten sollten erst an diesem Freitag bekannt gegeben werden, wenn auch
erste Ergebnisse der Obduktion vorliegen. Die Eltern werden von der Öffentlichkeit
abgeschirmt psychologisch betreut.
Das blonde kleine Mädchen war am Mittwochnachmittag nicht aus dem Schulhort nach Hause gekommen. Vergeblich forschten die Angehörigen bei Freunden und Bekannten nach dem Kind. Die Polizei suchte daraufhin mit einem Großaufgebot nach Malin.
Vergebene Hoffnung
Rund 50 Polizeibeamte durchkämmten, unterstützt
von einem Hubschrauber, Fährtenhunden und Rettungskräften, leer stehende Gebäude,
Parks und Gartenanlagen. Die Hoffnung, das Kind könnte in einen Zug gestiegen
sein, erfüllte sich nicht.
Nach Schätzungen des Deutschen Kinderschutzbundes sterben jährlich zwischen 80 und 90 Kinder durch Gewalteinwirkung. Die polizeiliche Kriminalstatistik weist für das Jahr 2001 sogar 116 Fälle von Mord und Totschlag an Kindern unter 14 Jahren auf.