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siehe
Millionäre im Osten...>
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IMPRESSUM:
K.-P.
Kolbatz
Titiseestr.
27
D-13469
Berlin |
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© Klaus-Peter Kolbatz
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Willkommen
auf unserer Homepage,
dem
kostenlosen Informationsservice
über
die DDR-Vergangenheit.
Berichte und Kommentare aus Ost-Deutschland:
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Stand: 21.02.2008 - Kriminalitätsstatistik
2007 - Brandenburg:
Die Gesamtzahl der Straftaten in Brandenburg sind sei 2007 im Vergleich zum Jahr
davor um 1,7 Prozent auf 226.466 angestiegen. Dabei nahmen
Schönbohm zufolge vor allem die Wirtschaftskriminalität (plus
20,8 Prozent), Gewaltdelikte (plus 10,4 Prozent) und
Sachbeschädigungen (plus 7,3 Prozent) zu. Die Aufklärungsquote
habe bei 57,4 Prozent und damit leicht unter der des Vorjahres
gelegen.
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13.10.2009 - Rostock - Lebenserwartung gestiegen Nach
dem Mauerfall:
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Ossis werden jetzt 6
Jahre älter
Die Lebenserwartung der Menschen in Ostdeutschland
ist wegen der besseren medizinischen Versorgung seit der
Einheit um etwa sechs Jahre gestiegen. |
Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische
Forschung in Rostock hat sich die durchschnittliche
Lebenserwartung der Frauen in Ost- und Westdeutschland mit 82
Jahren angeglichen.
Die der Männer sei im Osten mit 76 Jahren immer noch 1,5
Jahre geringer als im Westen.
Die Gründe für die kürzere Lebenserwartung der Männer in
Ostdeutschland liegen der Studie zufolge im höheren Alkohol-
und Tabakkonsum sowie in der hohen Zahl von Verkehrsunfällen.
In der Untersuchung des Max-Planck-Instituts wurde die
Bevölkerung in den Jahren zwischen 1990 bis 1994 mit der
zwischen 2000 bis 2004 verglichen.
Weiter zu: DDR
Ruinen und Made in GDR
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Vorwort:
Junge Menschen in Deutschland orientieren sich vor allem an
ihren Eltern. Für 14- bis 19-Jährige sind sie die wichtigsten
Vorbilder (65 Prozent), dicht gefolgt von den Freunden (58
Prozent).
Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der
Zeitschrift "P.M. History" unter 1 000 Jugendlichen.
Mit zunehmendem Alter gewinnen die Eltern sogar noch an
Bedeutung, gleichzeitig geht die Vorbildfunktion von Freunden
zurück:
Im Osten der Republik haben die Eltern einen besonders
hohen Stellenwert. .
73 Prozent der Jugendlichen in den neuen Bundesländern
gaben an, dass sie ihre Eltern bewundern. " Weil sie nicht
hingeschaut haben? Weil sie nicht hinschauen wollten? Eine alte
DDR-Mentalität die bis Heute generationsübergreifend bei
Neonazis praktiziert wird.
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Inzwischen sind auch die Zeitsoldaten aus
Ostdeutschland überproportional stark an Auslandseinsätzen
beteiligt. Der Wandel der Armee zeigt sich zudem in den
Kasernen. Ganze Standorte werden bereits von ostdeutschen
Soldaten geprägt.
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Junge Männer aus Ostdeutschland sind offenbar
eher bereit, sich als Zeitsoldat zu verpflichten als
Westdeutsche. Inzwischen soll bereits jeder dritte Bewerber ein
Ostdeutscher sein. Durch diese Entwicklung seien Ost- und
Westdeutschland in der Bundeswehr nicht mehr gleichwertig
repräsentiert. Sogar an den Auslandseinsätzen seien mehr Ost-
als Westdeutsche beteiligt.
Die Rheinische Post berichtet, 35 Prozent der
Offizier- und 28 Prozent der Unteroffizier- und
Feldwebelanwärter kämen aus den neuen Bundesländern. Dies sei
„gemessen an der Bevölkerungszahl insgesamt ein erhöhter
Anteil”, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Rheinischen
Post.
In den westdeutschen Bundesländern lebten rund
65,6 Millionen Menschen, in den ostdeutschen inklusive Berlin
nur 16,5 Millionen Einwohner. Der jährliche Bedarf der Truppe
liege bei 2000 Offizieranwärtern und 22.000 Mannschaften und
Unteroffizieren.
Zum Teil würde bereits ganze
Bundeswehrstandorte durch den hohen Anteil der aus
Ostdeutschland stammenden Soldaten geprägt. „Wenn du zum
Fallschirmjägerbataillon 272 nach Seedorf zwischen Hamburg und
Bremen kommst, musst du schon Sächsisch können”, zitieret
die Rheinische Post einen Vorgesetzten. An Standorten in
Rheinland-Pfalz habe dieser Umstand bereits „zu einer
Entfremdung zwischen Einwohnern und Soldaten“ geführt. Denn
früher rückten fast ausschließlich Rekruten aus der Region in
die Kasernen ein.
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24.11.2009 - Neuensalz (Sachsen)
Erzieherinnen sollen Kinder gezwungen
haben, Erbrochenes zu essen, sie mit Kot beschmiert und ihnen
den Mund zugeklebt haben
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Eine weiße Villa auf einem
Hügel, davor bunte Spielgeräte. Die Kita „Sonnenkäfer“
in Neuensalz (Sachsen) wirkt idyllisch – doch Kinder
erlebten hier den blanken Horror! |
DIE HORROR-KITA „SONNENKÄFER“.
Die Anklage gegen die Pädagoginnen: Ramona R.
(53) und Ilona S. (48) wird mehrfache Nötigung und
Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen die Ein- bis
Dreijährigen zwangsgefüttert und misshandelt haben. Einem
Mädchen soll der Mund mit Pflastern zugeklebt worden sein,
damit es still ist. Zwei Erzieherinnen deckten den Fall auf.
Teilzeitkraft Katrin S. (39) berichtet, wie sie
einen Jungen mit nassen Haaren vorfand und Ramona R. zur Rede
stellte: „Sie sagte, dass er eingekackt habe, dass sie ihm mit
seiner Hand die Kacke ins Gesicht gerieben habe und ihn dann
abgewaschen habe.“
Und weiter: „Sie brüllte auf die Kinder ein.
Keiner durfte die Kinder drücken oder in den Arm nehmen, wenn
sie weinten.“
Sie habe der Kita-Leitung von den Zuständen
berichtet – die habe nicht reagiert.
Auch ihre Kollegin Kerstin B. (48) wurde Zeugin
widerlicher Taten: „Schon am ersten Tag sah ich das
Zwangsfüttern. Das Essen wurde reingestopft und der Mund
zugehalten. Die Kinder weinten (...) Täglich passierte das.
Fünf Kinder von den 13 wurden zwangsgefüttert.“
Ein Junge musste sich bei der brutalen Prozedur
übergeben. Daraufhin habe Ilona S. ihn gezwungen, sein
Erbrochenes zu essen.
Die beiden Angeklagten schweigen zu den
Vorwürfen. Ihnen drohen bis zu vier Jahre Haft.
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20. September 2008 - Dessau- Roßlau
- Unbehelligte Demo von 270 Rechtsextremen in
Dessau-Roßlau
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Dessau-Roßlau (AFP) -
Unbehelligt von Gegendemonstranten sind rund 270
Rechtsextreme durch Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt
marschiert. |
Nach Angaben der Polizei verlief der Umzug der NPD-Anhänger
unspektakulär, weil eine zunächst geplante Gegendemonstration
abgesagt wurde.
Ob dies an mangelndem Interesse der Bürger lag oder andere
Gründen hatte, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei
sammelte unter den Rechtsextremen mehrere verfassungsfeindliche
Fahnen ein. Die Veranstaltung soll bis zum späten Abend dauern.
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20. September 2008 -
Polizei beendet Kundgebung von Rechtsextremen in Köln
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Köln (AFP) - In Köln ist
eine Kundgebung von Rechtspopulisten von der Polizei
abgebrochen und verboten worden. |
Bereits zuvor hatten Gegendemonstranten die im Rahmen eines
sogenannten Anti-Islamisierungs-Kongresses geplante
Veranstaltung auf dem zentralen Kölner Heumarkt durch die
Blockade von Zufahrtsstraßen massiv behindert. Mehrere
zehntausend Bürger haben friedlich gegen die Rechten aus
verschiedenen europäischen Ländern protestierten.
An der friedlichen Gegendemonstration unter dem Motto
"Köln stellt sich quer" beteiligten sich nach
Veranstalterangaben 40.000 Menschen. Zu dieser Kundgebung hatten
zahlreiche gesellschaftliche Gruppen aufgerufen. Das Spektrum
reichte von Belegschaften größerer Kölner Betriebe über
Gewerkschafter, Kirchen und Parteivertreter bis hin zu
Schulklassen Kölner Bands, die in verschiedenen Aktionen gegen
Rassismus und Rechtsextremismus protestierten. Der
Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck,
bezeichnete die Gegendemonstration als einen "Sieg der
Zivilgesellschaft über die Rechtsextremisten".
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14.August 2008 - Magdeburg/Dessau-Roßlau
Jugendliche von mutmaßlichen Neonazis bedroht
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Am Wochenende gab es gleich
zwei Vorfälle mit mutmaßlichen Neonazis in
Sachsen-Anhalt. In Magdeburg zwangen sie Jugendliche, ihre
Kleidung zu verbrennen und in Bitterfeld-Wolfen grölten
sie rechte Parolen. |
In der Nacht zum Sonnabend haben zwei mutmaßliche Neonazis
drei Jugendliche in Magdeburg gezwungen, ihre Kleidung zu
verbrennen. Nach Angaben der Polizei sprachen die Täter die 19
und 21 Jahre alten Jugendlichen an und forderten einen von ihnen
auf, sein T-Shirt auszuziehen und anzuzünden. Als der
21-Jährige sich weigerte, schlug der Täter ihm mit der Faust
ins Gesicht. Doch das brennende T-Shirt reichte den
mutmaßlichen Neonazis nicht aus. Die Jugendlichen mussten auch
Jacke und Pullover verbrennen. Nach der Tat entfernten sich die
Unbekannten mit dem Ruf "Sieg Heil".
Rechte Parolen in Bitterfeld-Wolfen
In Bitterfeld-Wolfen grölte eine Gruppe Neonazis am
Sonnabend auf einem Parkplatz rechte Parolen. Nach Angaben der
Polizei Dessau-Roßlau sei außerdem Musik mit rechtsradikalen
Texten gespielt worden. Die Beamten nahmen von neun Personen im
Alter zwischen 18 und 24 Jahren die Personalien auf und
verwiesen sie des Platzes. Der Staatsschutz ermittelt wegen der
Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
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06.05.2009 - MORD VON TEMPLIN
Neonazis: Motiv
"Herr über Leben und Tod"
Sie schlugen und traten auf einen Obdachlosen
ein, bis er tot war - für diese schreckliche Tat wurden zwei
Neonazis nun zu langen Haftstrafen verurteilt. Die jungen
Männer hätten sich aus niederen Motiven als "Herr über
Leben und Tod" aufgespielt, befand das Landgericht in
Neuruppin.
Sie hätten den Mann als minderwertigen Menschen
angesehen. Nach Auffassung der Strafrichter spielte das
neonazistische Menschenbild der Angeklagten bei der Auswahl des
Opfers eine Rolle. Der 55-Jährige hatte keine Arbeit und war
obdachlos.
Gemeinsam hätten die Angeklagten mit dem Mann
gezecht. Innerhalb dieser Dreier-Gruppe galt er den Angeklagten
als "volltrunken, wehrlos und schlechtes Element" -
und damit als "willkommenes Opfer" für die
Aggressionen des Jüngeren der beiden Angeklagten, heißt es in
der Urteilsbegründung.
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15.08.2008
NEONAZI-EXZESSE IN TEMPLIN - Wegschauen, wie zu
DDR-Zeiten.
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Tatort
Supermarktparkplatz: Nur drei Wochen nach dem Mord an Bernd
K. schlägt in Templin wieder ein Neonazi zu |
Ein Mann wird brutal getötet,
einem Jungen der Kiefer zertreten: Die Gewaltexzesse junger
Neonazis erschrecken Templin. Bürgermeister und
Gemeindevertreter sorgen sich um das Image des
Kurstädtchens, wollen von der Szene nichts gewusst haben -
und weisen jetzt die Schuld von sich. |
- Er ist also "ausgetickt". Einfach so. Mehr hat
Roman A., 19, bisher nicht zu sagen über jene Nacht in Templin
am vergangenen Wochenende, als er einen 16-Jährigen bewusstlos
geprügelt hat.
Roman A., kahl rasierter Schädel, Lederjacke, Tarnhose,
reißt den Jungen vom Rad. Er stürzt zu Boden, sein Kopf
schlägt auf die Bordsteinkante, er wird ohnmächtig. Roman A.
tritt zu: Der Kiefer des Opfers zersplittert.
Roman A. wird am Tag nach der Tat festgenommen. Er ist ein
Rechtsextremist, gilt als aggressiv, ein "Intensivtäter
seit seiner Kindheit", heißt es bei der örtlichen
Polizei.
Das Blut spritzte an der Wand 1,60 Meter hoch
Am "Rande eines Tötungsdeliktes" sei seine Tat
anzusiedeln, sagen die Ermittler. Roman A. trug offenbar
Turnschuhe. Springerstiefel hätten den Tritt womöglich noch
verstärkt. Es hat also nicht viel gefehlt, und es hätte in
Templin binnen drei Wochen den zweiten Fall von tödlicher
Gewalt gegeben - in einem Gewaltexzess brutaler Neonazis, denen
ein Menschenleben nichts wert zu sein scheint.
Am 23. Juli hatten die beiden Rechtsextremisten Sven P. und
Christian W. den arbeitslosen Bernd K., 55, in seiner alten
Werkstatt an Templins historischer Stadtmauer auf grausame Weise
umgebracht.
Die beiden sitzen in Untersuchungshaft, sie erwartet eine
Anklage wegen Mordes beziehungsweise Totschlags. Vor allem der
18-jährige P. wird eines brutalen Vorgehens beschuldigt, er
soll nach einem gemeinsamen Zechgelage wie von Sinnen auf den
hilflosen Mann eingetreten haben. Das Blut, so wird erzählt,
spritzte 1,60 Meter hoch an die Wand. Die mutmaßlichen Täter
versuchten noch, die Leiche anzuzünden.
Wieso solch exzessive Gewalt? Wieso hier, im beschaulichen
Templin - der "Perle der Uckermark", dem
Kurstädtchen, in dem in den fünfziger Jahren Angela Merkel
aufwuchs?
Templins Bürgermeister Ulrich Schoeneich gab nach dem Mord
eilig zu Protokoll: "Ich kenne keine rechte Szene." Es
ist das immer gleiche Bild, wenn irgendwo Neonazis zuschlagen:
Alle sorgen sich um den Ruf - von den Tätern, von der
rechtsextremen Szene will keiner etwas gewusst haben.
In Templin liegen inzwischen die Fakten auf dem Tisch. Die
Gewalttaten der vergangenen Wochen sind blutige Ausbrüche eines
lokalen, in der dritten Generation etablierten rechtsextremen
Milieus, in dem es schon lange brodelt.
80 meist junge Rechtsextremisten zählt der Verfassungsschutz
zur Templiner Szene. 30 gehören zum harten Kern. Es sind nicht
mehr als in anderen Städten Brandenburgs auch. Sie sind nicht
besonders organisiert. Doch wenn es darauf ankommt, rotten sie
sich in kürzester Zeit zusammen.
"Die Hemmschwelle ist sehr niedrig", sagt der
Journalist Peter Huth, der das rechtsextreme Milieu in der
Uckermark seit langem beobachtet. Es werde immer häufiger
zugeschlagen, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Für den
einen gehört der Knüppel unter der Jacke zur
Routineausrüstung, andere haben stets einen Schlagring in der
Tasche, der Alkohol tut sein Übriges.
Auf seinem Internet-Infoportal
gegen Rechtsextremismus hat Huth für das erste Halbjahr eine
erste Bilanz rechtsextremer Gewalttaten in der Region gezogen.
Neun von zehn bekannt gewordenen Delikten in der Uckermark
ereigneten sich demnach in Templin.
Die Liste könnte ohne Anspruch auf
Vollständigkeit für das Jahr 2007 fortgesetzt werden, die
regelmäßigen Hakenkreuz- oder SS-Runen-Schmierereien, sie
tauchen erst gar nicht auf. "Nach Mitternacht sind die
Neonazis die Herren der Straße", sagt Huth. "Das ist
eine Entwicklung, die die Zivilgesellschaft, die Bürger dieser
Stadt zugelassen haben." Weil sie nicht hingeschaut haben?
Weil sie nicht hinschauen wollten? Eine alte DDR-Mentalität die
bis Heute generationsübergreifend praktiziert wird.
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aaa
09.06.2008 -
- Sachsen - Jeder Vierte wählte NPD in
Reinhardtsdorf-Schöna
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Ihre Hochburg haben die
Rechts- extremen in Reinhardtsdorf- Schöna in der
Sächsischen Schweiz. Dort erreichten sie einen
Stimmenanteil von 25,2 Prozent und wurden nach den Freien
Wählern zweitstärkste Partei. Die Wahlbeteiligung in der
Kommune lag bei 54,7 Prozent. |
Die NPD war erstmals in allen zehn neuen Kreisen angetreten
und hatte in sieben Kreisen auch eigene Kandidaten bei den
Landrätewahlen ins Rennen geschickt, die zwischen 5 und 7,6
Prozent der Stimmen erreichten. Die NPD ist in Sachsen seit 2004
auch im Landtag vertreten.
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16.08.2008 -Mitglieder der
Linken bejubeln DDR
Die Partei Die Linke ist bis heute
offenbar früheren SED-Kadern enger verbunden als bisher
bekannt.
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Wie DER SPIEGEL berichtet, finden sich auf der Homepage der
Partei gleich mehrere Texte, in denen die DDR bejubelt und Opfer
der SED verhöhnt werden. So haben etwa frühere
DDR-Spitzenfunktionäre eine Erklärung zum
Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung bei der Linken
veröffentlicht, in denen die DDR gelobt wird - sie sei ein Land
gewesen, "in dem es sich gut leben und schaffen
ließ". In der Erklärung, unterzeichnet unter anderem vom
Chef des Ältestenrates der Linken, Hans Modrow, Ex-SED-Chef
Egon Krenz und Ex-Stasi-General Wolfgang Schwanitz wird ein
Gedenken für die "Opfer der Kolonisierung
Ostdeutschlands" gefordert. Unter dem Logo der Linken
veröffentlicht auch der frühere Stasi- Obrist Wolfgang
Schmidt. In seinem Beitrag nennt er DDR-Oppositionelle
"Platzhalter für die Macher der Konterrevolution".
Für die Bekämpfung feindlicher, krimineller und subversiver
Elemente müsse sich das MfS nicht entschuldigen. Schmidts Text
wurde von einem "Marxistischen Arbeitskreis zur Geschichte
der deutschen Arbeiterbewegung" herausgegeben, in dem
Mitglieder der Linken mit DKP-Funktionären zusammenarbeiten,
darunter Nina Hager, Tochter des SED-Funktionärs Kurt Hager und
der ehemalige ZK-Professor Eckhard Trümpler. Der lobt im
jüngsten Mitteilungsblatt der Kommunistischen Plattform der
Linken die Kampfgruppen des SED. Sie hätten am 13. August 1961
"ihre größte Bewährungsprobe bestanden".
Kommentar:
Gysi und Die LINKEN sollen erst einmal ihr Haus im Osten aufräumen
bevor sie nach den Früchten im Westen greifen.
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14. September 2008
- Helmut Schmidt vergleicht Lafontaine mit Hitler und Le
Pen -
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Berlin (AFP) -
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat den
Vorsitzenden der Linkspartei, Oskar Lafontaine,
ungewöhnlich scharf angegriffen. Man dürfe nicht
vergessen, "dass Charisma für sich genommen noch
keinen guten Politiker ausmacht", sagte Schmidt der
Zeitung "Bild am Sonntag". |
Auch "Adolf Nazi" sei ein
charismatischer Redner gewesen. "Oskar Lafontaine ist es
auch", sagte der Alt-Kanzler. Zudem verglich er Lafontaine
mit dem französischen Rechtspopulisten Le Pen.
Der SPD-Politiker zeigte sich besorgt über den
Erfolg von populistischen Parteien. Damit meine er nicht allein
die Linkspartei, sondern "ebenso die NPD und
ähnliche", sagte Schmidt. Es sei kein Zufall, dass solche
Gruppierungen "gerade in den Teilen Deutschlands ihre
Wahlerfolge feiern, in denen es den Menschen wirtschaftlich
nicht so gut geht. Also vor allem in den sechs neuen
Bundesländern", sagte Schmidt.
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Schröder [Besucher]
19.02.08 @ 10:29
Brandenburg aktuell vom 18.02.2008
Prügelnde Gefängnisaufseher vor Gericht
Vor dem Landgericht Potsdam müssen sich seit Montag 13
Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel
verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den elf Männern und
zwei Frauen im Alter von 37 bis 52 Jahren Körperverletzung im
Amt und Misshandlung eines Schutzbefohlenen vor.
Neun Jahre nach der Anzeige eines Häftlings startete am
Montag nun der Prozess gegen 13 Aufseher: Täter wurden zu
Opfern, in ihren Gefängniszellen wurden sie von vermummten
Wärtern geschlagen und getreten. Dass heute dieser Prozess
eröffnet wurde, lag auch an einem rbb-Fernsehbericht aus dem
Jahr 2004. Darin war über zahlreiche Fälle von
Häftlingsmisshandlungen in Brandenburg an der Havel berichtet
worden.
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Schneider-Roß [Besucher]
13.07.2009 - Mord in Dresdnen - Teheran
fordert Sanktionen gegen Deutschland
Teheran (dpa) Der iranische Präsident Mahmud
Ahmadinedschad hat am Sonntag den Mord an der Ägypterin Marwa
El-Sherbini in einem Gerichtssaal in Dresden als
"vorprogrammiert" bezeichnet.
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Der iranische Präsident
Mahmud Ahmadinedschad hat den Mord an der Ägypterin Marwa
El-Sherbini in einem Gerichtssaal in Dresden als „vorprogrammiert“
bezeichnet. |
„Der Westen prahlt mit seinem stets
funktionierenden Sicherheitsapparat, aber dann kommt einer in
den Gerichtssaal und sticht nicht einmal, sondern achtzehn Mal
auf eine unschuldige Frau ein, und das vor den Augen des
Richters, der Geschworenen und der Polizei“, sagte
Ahmadinedschad in einer Kabinettssitzung in Teheran, wie die
Agentur Irna berichtete. „So eine Tat ist definitiv
vorprogrammiert gewesen“, so der Präsident.
Anfang Juli war eine 31-jährige schwangere
Ägypterin während einer Gerichtsverhandlung in Dresden vom
Angeklagten in einem Berufungsprozess mit 18 Messerstichen
getötet worden. Der Mann hatte die in Dresden lebende Frau, die
Zeugin in dem Verfahren war, nach Angaben der Staatsanwaltschaft
als "Islamistin", "Terroristin" und
"Schlampe" verunglimpft, als sie ihn auf einem
Spielplatz bat, die Schaukel für ihren Sohn frei zu machen.
Marwa wurde aus Hass auf Muslime erstochen. Der
Tod der Frau hat in mehreren muslimischen Ländern Proteste
ausgelöst, bei denen Deutschland Diskriminierung von Muslimen
vorgeworfen wurde. In Teheran demonstrierten am Sonntag rund 150
Jugendliche vor der deutschen Botschaft gegen die Tat.
Am Samstag warfen Demonstranten Eier auf den
Eingang der Botschaft und riefen: "Tod für
Deutschland". Am gleichen Tag kamen in Dresden Hunderte
Bürger zu einer Trauerfeier zusammen.
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Schneider-Roß [Besucher]
02. Juli 2009 - Dresden
Polizist schoss im Dresdner Gericht auf Ehemann der Zeugin
aus Ägypten
Dresden (ddp-lsc). Bei der tödlichen Messerattacke im
Landgericht Dresden hat ein Polizist offenbar irrtümlich auf
den Ehemann der Zeugin geschossen. Nach einem Bericht der
«Dresdner Morgenpost» (Donnerstagausgabe) soll der Beamte aus
einem benachbarten Saal zu Hilfe geeilt sein und den Mann mit
dem Täter verwechselt haben. Eine Kugel habe ihn in die Hüfte
getroffen. Der Mann wollte seiner im dritten Monat schwangeren
Frau helfen, die von dem Angeklagten mit einem Messer attackiert
wurde. Diesen Artikel weiter lesen
Die 32-jährige Frau, die aus Ägypten stammen soll, wurde
bei dem Messerangriff am Mittwoch getötet. Der 28-jährige
Angeklagte hatte die als Zeugin geladene Frau in einer
Berufungsverhandlung mit einem Messer angegriffen und mehrfach
zugestochen. Der Angeklagte soll die Frau im vergangenen Jahr
auf einem Spielplatz in Dresden beleidigt und beschimpft haben.
Nach Medienberichten war auch der dreijährige Sohn des Paares
im Gerichtssaal und musste die Bluttat mit ansehen.
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Kacmarek [Besucher]
06.06.2008 - Sotterhausen in Sachsen-Anhalt
Für führende Köpfe der rechten Szene in Sachsen-Anhalt
hat sich das Dorf Sotterhausen im Harz zum Wohnort und
Treffpunkt entwickelt.
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Dem Dorf komme "eine
herausragende Bedeutung als Treffpunkt der
rechtsextremistischen Szene zu", erklärte
Innenminister Holger Hövelmann (SPD) bei der Vorstellung
des Verfassungsschutzberichts des Landes für 2007 in
Magdeburg. |
Zu den 250 Einwohnern des Ortes gehören unter anderem der
als Führungsfigur der Rechten geltende Enrico Marx sowie die
Vize-Chefin des NPD-Landesverbandes, Judith Rothe. Marx
veranstalte regelmäßig Szenepartys.
Medienberichten zufolge soll zudem auch der
"Organisationsleiter" der Landes-NPD, Marcus
Großmann, in den Ort gezogen sein. Er soll von dort aus einen
Internet-Versand für rechte Musik und Bekleidung betreiben.
Laut Verfassungsschutzbericht gibt es in Sachsen-Anhalt derzeit
sechs Anbieter, die über professionell gestaltete
Internet-Seiten rechtsextremistisches Material anbieten.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1350 rechtsextrem
motivierte Straftaten in dem Bundesland gezählt, 90 Delikte
mehr als 2006. Das Land nimmt seit Jahren bundesweit einen
Spitzenplatz bei diesen Delikten ein.
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thorma [Besucher]
24.12.07 @ 11:30
Polizist verschickt Einladung im Nazi-Jagon
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Stendal (ddp-lsa). Ein
Polizist aus Stendel hat einem Zeitungsbericht zufolge
Einladungen zum Angeln in Norwegen im Stil einer
Wehrmachts-Sondermeldung verschickt. |
Der 46-Jährige sei suspendiert worden, auf ihn warte ein
Disziplinarverfahren, berichtete die in Halle erscheinende
«Mitteldeutsche Zeitung» (Montagausgabe). «Sein Verhalten hat
vielleicht keine strafrechtliche Bedeutung, es ist aber auf
keinen Fall mit dem Beruf eines Polizeibeamten vereinbar»,
sagte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD).
Der Einsatzdienstleiter soll unter anderem Einladungen mit
«Unternehmen Weser-Übung» überschrieben haben, dem
Code-Namen der Wehrmacht für den Überfall auf Norwegen 1940.
In dem Schreiben an Angelfreunde sei auch von «Kampftruppe»
und «Seekriegsleitung» die Rede.
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25.Juli 2008
MORD VON TEMPLIN - Neonazis wollten Leiche verbrennen
Ermittler sprechen von einem Gewaltexzess: Mit brutalen
Schlägen und Tritten sollen zwei Neonazis in Templin einen
obdachlosen Trinkkumpanen umgebracht haben. Anschließend
versuchten sie, die Leiche zu verbrennen. Einer der
Verdächtigen soll mit der Tat vor einer Freundin geprahlt
haben.
Neuruppin/Templin - Neue Details aus der Blutnacht von
Templin: Nachdem sie einen 55-jährigen Mann in Templin in der
Uckermark umgebracht hatten, haben die beiden mutmaßlichen
Täter versucht, das Opfer anzuzünden. Sie seien allerdings
gescheitert, sagte die Neuruppiner Oberstaatsanwältin Lolita
Lodenkämper am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der
"Potsdamer Neuesten Nachrichten" und der
"Bild"-Zeitung.
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07. Februar 2008
Strahlenschäden - Kein Geld für NVA-Soldaten
Die Bundesrepublik haftet nicht für die Strahlenschäden
ehemaliger DDR-Soldaten. Das hat der Bundesgerichtshof in
Karlsruhe entschieden.
Die Bundesrepublik müsse nicht für Strahlenschäden zahlen,
die auf den Dienst der Soldaten in der ehemaligen DDR
zurückgingen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten
Urteil. Die Richter wiesen damit die Klage eines früheren
NVA-Offiziers ab. Er wollte von Deutschland 20 000 Euro
Schmerzensgeld für Strahlenschäden. Auch die Vorinstanzen
hatten seine Klage abgewiesen. (Az.: III ZR 90/07)
Bei seinem Dienst in der NVA von 1962 bis 1971 sei er an
verschiedenen Geschützricht- und Rundblickstationen eingesetzt
worden, führte der ehemalige Offizier an. Dabei sei er Radar-
und Röntgenstrahlungen sowie Radioaktivität in unzulässig
hoher Dosis ausgesetzt gewesen und habe dadurch gesundheitliche
Schäden erlitten. Seine sich daraus ableitenden Ansprüche auf
Schadenersatz und Schmerzensgeld gegen die DDR seien mit der
Wiedervereinigung auf Deutschland übergegangen, argumentierte
er.
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07. Februar 2008
Streit um NVA-Offiziere
Die geplante Wahl von zwei früheren Politoffizieren der
Nationalen Volksarmee (NVA) in politische Ämter ist in
Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern heftig umstritten. In
Schwerin will die PDS ihren Landtagsabgeordneten Karsten Neumann
gegen den Willen der CDU zum Datenschutzbeauftragten des Landes
küren. In Magdeburg soll der SPD-Vize Holger Hövelmann auf
Vorschlag der Parteispitze zum Vorsitzenden gewählt werden.
Daran gibt es heftige Kritik in der Landes-SPD. Beide schulten
in der Endphase der DDR Soldaten der NVA in Sachen Politik.
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Claudia Collins [Besucher]
26.08.07 @ 12:37
Wie Mörder davonkamen - NS-Verbrecher in Diensten der
Stasi
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Neue historische Forschungen
haben ergeben, dass die Staatssicherheit sowohl Nazis als
auch Kriegsverbrecher in der DDR und in der Bundesrepublik
für ihre Zwecke genutzt hat. |
Als 1945 der Zweite Weltkrieg endete, Deutschland in vier
Besatzungszonen aufgeteilt war, begannen die Siegermächte,
Kriegsverbrecher zu verfolgen und für ihre Taten zur
Verantwortung zu ziehen. Deutschland wurde entnazifiziert. Man
entfernte Zehntausende Nazis von ihren Positionen, auf denen
viele allerdings schon bald wieder sitzen sollten.
In der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR
wurden von deutschen Gerichten auf der Grundlage alliierter und
deutscher Gesetze bis 1951 etwa 12.100 Personen verurteilt wegen
ihrer Taten, die sie im Dritten Reich begangen hatten. Doch in
mehreren Amnestiewellen kamen sie fast alle wieder frei, so dass
Ende 1956 in der DDR nur noch 34 dieser Personen in Haft saßen.
Reintegration hieß das Zauberwort, mit dem die SED viele
alte Nazis zu dankbaren und loyalen Anhängern des Sozialismus
machen wollte. Die Staatssicherheit spielte in diesem
Zusammenhang eine besondere Rolle - sie erpresste NS-Täter mit
deren Vergangenheit und machte sie zu Inoffiziellen
Mitarbeitern, die über Freunde, Bekannte oder aus ihren
Betrieben berichteten.
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Claudia Collins [Besucher]
04. 12. 2008 - Musterprozess
- Höhere Rente für Stasi-Leute ausgeschlossen -
In einem Musterprozess hat am Mittwoch das Berliner
Sozialgericht die Klage eines früheren Stasioffiziers auf
höhere Rente abgewiesen.
Der Zivilstreit wurde von der Witwe des inzwischen
verstorbenen Offiziers weiterverfolgt (AZ: S35 R 6322/08).
Damit ist der nunmehr dritte Anlauf ehemaliger
MfS-Mitarbeiter, die Rentenkürzungsregel zu kippen,
gescheitert. Wegen der „grundsätzlichen Bedeutung des Falls“
ließ die Kammer die Sprungrevision zum Bundessozialgericht zu.
Die Kammer war überzeugt, dass das neu vorgelegte Gutachten
über die Einkommensstruktur des MfS die „Privilegierung“
der Stasimitarbeiter sogar „bestätigt“. Es sei
ausdrücklich ein Beleg dafür, dass die „höhere Belohnung
der Sicherung der politischen Macht diente“, hieß es im
Urteil. Kein anderer ziviler Bereich habe in der DDR jemals das
Einkommensniveau des MfS erreicht. Auch im Vergleich zum
militärischen Bereich hätten Stasimitarbeiter noch 20 Prozent
mehr verdient, hieß es.
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zu "DDR Erziehung der Jugend"
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Walter Brandt [Besucher]
21.09.07 @ 10:51
Ex-Fremdenlegionäre in der DDR
Vom Dschungelkrieg in den Plattenbau
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Gab es sie wirklich:
Ex-Fremdenlegionäre in der DDR? Zu keiner Zeit während
der Existenz des Arbeiter-und-Bauern-Staates durfte etwas
über ihr Schicksal bekannt werden. Bis heute sind 1.500
Fälle aufgedeckt worden. Sie waren ausgezogen, das
größte Abenteuer ihres Lebens zu bestehen. |
Sie meldeten sich als Söldner bei der französischen
Fremdenlegion, kämpften im Dschungelkrieg von Indochina, in den
Bergen von Algerien, in den Wüsten Marokkos und überlebten die
"Hölle auf Erden".
Dann kehrten sie heim in die DDR, unfreiwillig oder
freiwillig, aber vor allem für immer. Über einhunderttausend
Deutsche haben seit 1831 in der französischen Fremdenlegion
gedient, vor allem in den 50er Jahren. Einige kamen direkt von
der Wehrmacht oder sogar von der SS, andere aus kriminellem
Umfeld. Viele sahen keine Zukunft in Deutschland oder waren
einfach Abenteurer.
Bisher unbekannt war, dass die DDR, entgegen sonstiger
Gepflogenheiten, jeden ehemaligen deutschen Fremdenlegionär
aufnahm - egal ob Überläufer, Deserteur oder Vollgedienter.
Sie bekamen Kleidung, Arbeit, Wohnung und ein neues soziales
Umfeld. Aufgenommen wurden sie vor allem, um sie für
propagandistische Zwecke zu benutzen, als Kriegsgegner, als IM
und als Feinde des neuen Adenauerstaates.
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Claudia Collins [Besucher]
29.08.07 @ 12:51
Die RAF-Angehörigen erhielten von Stasi-Leuten
Waffen-Unterricht.
Rote Armee Fraktion ~ Mit Bomben, Sprengfallen und
Maschinenpistolen attackierten die Terroristen der Roten Armee
Fraktion (RAF) die Bundesrepublik und ihre Institutionen. Der
"Krieg von 6 gegen 60 Millionen" kostete über 50
Menschen das Leben und trieb den Staat an den Rand einer Krise.
 |
Aufgabe der RAF war es, Wirtschaftbosse zu ermorden um die
West-Deutsche Wirtschaft lahmzulegen. Auf dem ostdeutschen
Terroristenstützpunkt erhielten die RAF-Angehörigen von
Stasi-Leuten Waffen-Unterricht. „Christian Klar übte in
Briesen den Umgang mit einer Panzerfaust.
|
"Die
Schussübungen standen ohne Zweifel im Zusammenhang mit dem
Attentat in Heidelberg auf US-General Frederik Kroesen im
September 1981. Das MfS-Büro in der Volksrepublik Jemen bot
palästinensischen und deutschen Terroristen Unterschlupf. Mitte
September hatten verschiedene Medien über eine mögliche
Kooperation der RAF und der Stasi bei der Ermordung des
Deutsche-Bank-Chefs Alfred Herrhausen 1989 vermutet.
Auf dem Höhepunkt der „RAF-Stasi-Connection“ richtete
die die Abteilung XXII eine eigene Anlaufstelle für Aussteiger
und Unterkunft für aktive Terroristen ein: das Objekt 74, ein
Forsthaus im brandenburgischen Briesen, direkt an der Spree.
Silke Maier-Witt bescheinigte der Unterkunft in einem Interview
den Charme einer Jugendherberge.
"Dort wurden die ausstiegswilligen RAF-Mitglieder zum
DDR-Bürger ausgebildet“, erzählt Wunschik. Neben
ostdeutschem Dialekt, Vokabular und Verhalten mussten die
Terroristen für ihre neue Identität im Arbeiter- und
Bauernstaat auch ihre von der Stasi ausgetüftelten Biografien
auswendig lernen. „Die Lernerfolge hielten sich aber in
Grenzen“, betont Wunschik. So habe sich Inge Viett gleich bei
einem ihrer ersten öffentlichen Auftritte als DDR-Bürgerin
verraten, indem sie in einem Restaurant einen Cognac bestellte
– französischen Weinbrand.
Brandenburgs Innenminister Schönbohm forderte ehemalige
Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit auf, ihr Wissen über
Details von RAF-Anschlägen zu offenbaren. „Für die
Angehörigen der Opfer, für die Rechtsfindung und für die
geschichtliche Aufarbeitung wäre es wichtig, wenn die damit
befassten Stasi-Offiziere endlich ihr Schweigen brechen und ihre
Insider-Kenntnisse preisgeben würden“, sagt der CDU-Politiker
der Zeitschrift „Super Illu“.
weiter
mit MfS - Machtübernahme in West-Berlin....>
Kommentar:
Die RAF hatte die Aufgabe unsere Wirtschaftbosse zu ermorden
um die West-Deutsche Wirtschaft lahmzulegen. Hierbei war die DDR
nicht untätig.
Heute erfolgt eine Hexenjagd auf unsere Wirtschaftsbosse auf
der Grundlage eines Steuersystems bei dem weder der beste
Steuerberater noch ein Finanzbeamter durchblickt.
Sind Knastklamotten steuerlich absetzbar? Muss für Fahrten
im Polizeiwagen ein Fahrtenbuch geführt werden? Und wie sind
Kaffee und Brötchen während der U-Haft in Bezug auf geldwerten
Vorteil zu sehen? Noch vor Kurzem konnte niemand ahnen, dass der
unbescholtene Steuerhinterzieher sich neuerdings mit solchen
Fragen auseinandersetzen muss.
Ist das der Auftakt zur Enteignung des Kapitals so wie es die
Nachfolgepartei der SED/DKP will?
Alarmsignale gibt es viele: die Bankenkrise, das Nokia-Werk
in Bochum, die Zumwinkel-Liechtenstein-Affäre, die größten
Razziawelle, die die Republik je erlebt hat.. Wo das
Topmanagement sich in kurzfristigem Opportunismus ergeht, wird
unserer freien Gesellschaftsordnung die Geschäftsgrundlage
entzogen.
„Vorwärts immer rückwärts nimmer“, sagte einmal Erich
Honecker.
Sie sendeten ihre Trojanischen Pferde aus und die
Westdeutschen merkten es überhaut nicht.
Die Täter von damals
gestalten Heute unbehelligt in Führungspositionen unsere
Demokratie oder beziehen hohe Renten.
28. 02.2008 - Der Autobauer BMW kündigte am Mittwoch in München
den Abbau von 8.100 Jobs an. Reduziert werden sollen die Stellen
an allen deutschen Standorten außer in Leipzig, wo nur
"marginale Korrekturen" geplant seien.
Die West-Berliner wehrten sich erfolgreich mit einer
Volksabstimmung gegen die Schließung ihrer Flughäfen
"Tempelhof“ und "Tegel" und haben damit
Milliarden an Steuergeldern vor der sinnlosen Vernichtung
bewahrt.
Beide Flughäfen sollten zu Gunsten "Schönefeld",
"Neuhardenberg", "Speerenberg" oder
"Stendal" geschlossen werden.
28.02.2008 - Mit den Stimmen der Regierungsparteien SPD und
Linke sowie der Grünen wurde beschlossen, die Forderung des
Volksbegehrens für den Erhalt des Flughafens Berlin-Tempelhofs
abzulehnen.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) betonte,
der Volksentscheid dürfe nicht das politische Handeln des
Parlaments ersetzen.
Grüße aus der DDR
Die Partei hat immer Recht!
- Wir haben seit 1989 die
Trennung von Moral und Wirtschaft ! -
Tatsächlich war die alte Bundesrepublik sozialer und
gerechter als die heutige, sagt Gysi. (lacht) (siehe
PDS-Parteivermögen......>)
weiter
mit "250 Millionäre in Radebeul (Dresden)"......>
weiter.....>
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Claudia Collins [Besucher]
27.08.07 @ 12:56
Ich selbst hatte viele Verwandte in der DDR, die Tag für Tag
treu und redlich ihrer Arbeit nachgegangen sind. Nach der Wende
aber haben sie ihren Arbeitsplatz verloren und mussten
verbittert feststellen, dass ihre Chefs (möglicherweise mit
dickem SED-Parteibuch) in ihren Ämtern oder auf ihren Posten
geblieben sind und hier dicke Verdienste einstreichen.
Noch schlimmer ist es, dass die Unterrichtskader der DDR
heute noch an den Schulen lehren und vielfach sogar verbeamtet
sind. Diese Leute werden sich in ihrem Gedankengut nicht anders
orientiert haben, können also das „Gute aus der DDR“
ungefiltert an die Schüler weitergeben und sie so beeinflussen.
Ähnliches ist hier aus der 68er-Bewegung hervorgegangen, unter
deren Nachwirkungen wir heute noch zu leiden haben.
Liegt es etwa daran, dass ostdeutsche Lehrer die DDR
verherrlichen? "Ja. Gerade in Ostberlin gibt es mafiöse
Zusammenhänge linker Lehrkörper", sagte
Bürgerrechtlerin Freya Klier am Freitag auf einer
Veranstaltung der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.
Denn während "Margot Honeckers willfährige Erben"
zu Beginn der neunziger Jahre noch echte Bereitschaft zum
Neuanfang gezeigt hätten, sei dies inzwischen vorbei:
"Mit dem Erstarken der Linken ist auch die letzte
Hemmschwelle verschwunden. Mehr noch: 80 Prozent junger
Westlehrer wurden in Ostschulen weggebissen", so Kliers
Verdikt.
"Viele fürchten sich nämlich, dass sie an ihr
Nichtstun oder Desinteresse erinnert werden. Und wenn wir
Menschen mit Fakten kommen, kommen wir ihnen schnell zu
nah."
Die DDR-Geschichte sei sehr wohl Teil des Berliner
Lehrplanes, sagte die Oberstudiendirektorin Christine
Sauerbaum-Thieme. Fraglich sei oft nur, wie sich die Lehrer
daran halten: "Kollegen, die aufklären wollen, werden
gemobbt", sagte sie. Zudem sei die Lehrerfortbildung
regionalisiert, jeder Bezirk könne sich selbst organisieren.
Die Folgen im Ostteil der Stadt verwunderten sie darum nicht.
"Mit dem Ende der schnellen Angleichung des Wohlstands
Mitte der neunziger Jahre begann im Osten die Nostalgie."
Leider beförderten fehlende Perspektiven für Jugendliche
eine geschönte Vergangenheitswahrnehmung.
Parallel gebe es in den Ost-Familien eine fatale
Überhöhung des sozialen Bildes der DDR und eine Trotzhaltung
gegen das offiziell vermittelte DDR-Bild.
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27.04.2008
Sachsen-Anhalt - Brandanschlag
auf polnische Erntehelfer
Mit Molotowcocktails haben fünf Jugendliche in
Sachsen-Anhalt ein Haus beworfen, in dem sechs Polen schliefen.
Für die Polizei steht das Motiv fest.„Verbreiteter
Fremdenhass“
Der Tathergang sei ein Beleg dafür, wie stark die
Fremdenfeindlichkeit bei den Jugendlichen ausgeprägt sei: Weil
ein Molotowcocktail sich nicht entzündete, kletterte einer der
Jugendlichen in die unbewohnte Erdgeschosswohnung und entflammte
die Brandflasche. Dabei fingen das Mobiliar sowie andere
Gegenstände Feuer. Die Polen schliefen im Geschoss darüber.
Magdeburg - Mehrere Übergriffe von Jugendlichen
So hat beispielsweise eine brutale Räuberbande am Freitag in
Magdeburg einen 36-jährigen Mann geschlagen und ihm seinen
Rucksack sowie seine Geldbörse abgenommen. Das Opfer erlitt bei
dem Überfall schwere Gesichtsverletzungen und wurde in ein
Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Tat
ereignete sich, als der Mann am frühen Morgen einen Bus
verließ.
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Bestürzung in Sachsen-Anhalt
Nach einem antisemitischen Vorfall in Sachsen-Anhalt
ermittelt die Polizei wegen Nötigung gegen mehrere Jugendliche.
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Nach Angaben der ermittelnden
Beamten war am Donnerstag in Parey ein 16-Jähriger mit
einem judenfeindlichen Plakat um den Hals von drei
Mitschülern über den Schulhof getrieben worden. Das
Schild trug die Aufschrift „Ich bin am Ort das
größte Schwein, ich lass mich nur mit Juden ein“.
Mit solchen Schildern hatte das Nazi-Regime missliebige
Bürger gedemütigt. |
Bereits in den vergangenen Monaten war das Land wegen
mehrerer Vorfälle mit rechtsradikalem Hintergrund in die
Schlagzeilen geraten. So wurde etwa in der Ortschaft Pömmelte
ein farbiges Kind brutal misshandelt. In dem Dorf Pretzien wurde
eine Ausgabe des „Tagebuchs der Anne Frank“ verbrannt.
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Horst Brenthano [Besucher]
06.08.2008
Neonazivereinigung "Sturm
34" - Die Polizei schaute im sächsischen Mittweida zu
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Der Sturm tobte
kurz, aber äußerst brutal. Nur 13 Monate nach Gründung
der Neonazi-Kameradschaft Sturm 34 im sächsischen
Mittweida verbot das Dresdner Innenministerium Mitte 2007
die Organisation. Doch die Zeit reichte für die
Skinheads, Angst und Schrecken in der Region um Chemnitz
zu verbreiten. |
Etwa 50 Mitglieder und doppelt so viele Sympathisanten
gehörten zu der Kameradschaft. Auffallend ist, dass ihre
Mitglieder und Mitläufer aus allen sozialen Schichten stammten
und mindestens 53 von ihnen Frauen waren. Den Namen liehen die
Neonazis von einer während der NS-Zeit in der Region
stationierten SA-Brigade. Ihr Ziel war eine "national
befreite Zone", ihr Mittel Gewalt.
Die Bande überfiel Dönerbuden, dunkelhäutige Passanten,
Punker auf einem Volksfest, das Büro der örtlichen Linkspartei
oder was immer sie gerade störte. So wie im Mai 2006, zwei
Monate nach der Gründung der Vereinigung.
Damals tauchten rund 15 ihrer Mitglieder in schwarzer Montur
und mit teilweise rasierten Schädeln an einer Tankstelle im
Erzgebirgsort Stollberg auf und schlugen ohne erkennbaren Anlass
auf einige junge Männer ein. Einen am Boden liegenden Mann
hätten sie wiederholt getreten - "Er war wie einen
Fußball für die", sagte eine Zeugin später. Sie trat in
dem Prozess gegen fünf führende Mitglieder auf, in dem am
Mittwoch die Urteile erwartet werden.
Fünf Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren sind angeklagt -
wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und einer Reihe
Gewaltdelikten. Doch brisanter ist noch, worum es in dem Prozess
nicht geht.
Die Gruppierung soll in ihrer aktiven Zeit in enger
Verbindung zur NPD gestanden haben. Die taz berichtete im April
dieses Jahres, der NPD-Kreisvorsitzende von Mittweida, Harald
N., habe Kontakte zum Kopf von Sturm 34, Tom W., unterhalten.
Mehr noch, er soll die Skinheads regelmäßig als Wachschutz
für Veranstaltungen eingesetzt und sie dabei regelrecht zu
Straftaten angestiftet haben.
Die Zeitung beruft sich auf Protokolle der
Telefonüberwachung. Auf denen soll zu hören sein, wie der
NPD-Kreisvorsitzende bei Tom W. Wachschutz für ein
Neonazi-Konzert ordert. Für den Fall, dass dort Linke
auftauchen, sollte Sturm 34 denen "richtig vor die Glocke
krachen". Die Linke-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz
nannte Sturm 34 den "bewaffneten Arm der NPD".
Brisant ist auch der Hintergrund eines der Angeklagten: Der
40-Jährige Matthias R. war Mitglied bei Sturm 34, arbeitete
aber als Spitzel für die Staatsschutzabteilung der
Polizeidirektion Chemnitz. Unklar ist, ob er auch dem
Verfassungsschutz Informationen geliefert hat. Nicht bekannt ist
ebenfalls, seit wann er der nur kurz existierenden Vereinigung
angehörte. Schon ist ein Verdacht aufgekommen: Ist die
Neonazi-Truppe etwa unter Aufsicht des Chemnitzer Staatsschutzes
gegründet worden?
Überraschendes Urteil gegen "Sturm
34"-Mitglieder
Der Prozess gegen Mitglieder der verbotenen rechtsextremen
Kameradschaft "Sturm 34" ist mit einer Überraschung
zu Ende gegangen: Die Staatsschutzkammer des Dresdner
Landgerichtes sprach alle fünf Angeklagten vom Hauptvorwurf der
Bildung einer kriminellen Vereinigung frei. Gleichzeitig
erhielten aber zwei der fünf angeklagten Rechtsextremen wegen
anderer Delikte mehrjährige Haftstrafen.
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Horst Brenthano [Besucher]
09.12.07 @ 21:35 westsächsischen Mittweida
Nazis stoppen Weihnachtsumzug
 |
Brauner Spuk statt
Blaskapelle: Neonazis haben einen Umzug im sächsischen
Mittweida gestört. Sie liefen über den Weihnachtsmarkt,
riefen Parolen, schwenkten Fahnen. |
Der Ort kommt nicht zur Ruhe. Eigentlich wollten die Menschen
in dem Städtchen in der Erzgebirgsregion gestern gemütlich auf
ihrem Weihnachtsmarkt einen Glühwein trinken und sich die
Musikparade der Bergbrüderschaft "Alte Hoffnung Erbstolln"
aus Gersdorf und der Bergknappschaft Biensdorf/Falkenstein
ansehen. Danach sollte es einen Kinderumzug zum Thema
"Bunte Märchenwelt" geben. Viele Menschen waren nach
Mittweida gekommen, um einen besinnlichen Nachmittag zu
verbringen.
Erst vor kurzem hatten Rechte im gleichen Ort einer
Siebzehnjährigen ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt.
Erst am 3. November hatten Neonazis in Mittweida einer
17-Jährigen ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt (mehr...)
haben - sie war einem weinenden sechsjährigen
Spätaussiedlermädchen zu Hilfe gekommen, die von den vier
glatzköpfigen Männern herumgeschubst worden war.
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H. B. Beck [Besucher]
03.11.07 @ 21:35 westsächsischen Mittweida
Neonazis greifen Mädchen an - Nachbarn schauen zu
Drei hielten das Mädchen fest, der vierte schnitt ihr ein
Hakenkreuz in die Hüfte. Mehrere Menschen im sächsischen
Mittweida beobachteten die Neonazi-Attacke - doch sie griffen
nicht ein. Ein mutmaßlicher Täter ist inzwischen
identifiziert, Haftbefehl wurde nicht erlassen.
Heute war ein erfolgreicher Tag für Mittweida - zunächst.
Fünf Millionen Euro Fördergelder übergab Finanzminister
Stanislav Tillich (CDU) an den örtlichen Airbus-Zulieferer
Cotesa. Das Geschäft läuft gut, der 100-Mitarbeiter-Betrieb in
der westsächsischen Kreisstadt mit ihren rund 16.000 Einwohnern
wird weiter wachsen.
Mittweida geht es wirtschaftlich gut, hat aber ein Problem -
Rechtsextreme.
Die rechtsextremen Täter hatten einer 17-Jährigen ein
Hakenkreuz in die Haut geritzt. Die junge Frau erlitt eine fünf
Zentimeter große Schnittverletzung an der Hüfte, wie die
Staatsanwaltschaft Chemnitz mitteilte. Anschließend versuchten
die vier jungen Männer, ihr ein SS-Zeichen in die Wange zu
ritzen, scheiterten jedoch an der Gegenwehr des Opfers, das
anschließend flüchten konnte.
Bei den Tätern handelt es sich nach Angaben der 17-Jährigen
um glatzköpfige Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Zum
Zeitpunkt des Überfalls trugen sie zum Teil Bomberjacken mit
Aufnähern NSDAP.
Die Tat hatte sich bereits am 3. November ereignet. Die junge
Frau war einer sechsjährigen Spätaussiedlerin zu Hilfe
gekommen, die von den Neonazis herumgeschubst worden war und
laut weinte. Drei Täter warfen das Opfer laut
Staatsanwaltschaft zu Boden und hielten es fest. Ein vierter
Mann fügte der 17-Jährigen mit einem skalpellartigen
Gegenstand die Wunde zu.
Die junge Frau zeigte die Tat erst am 12. November an,
nachdem sie ihrer Mutter davon erzählt hatte. Drei Tage später
wurde die Sechsjährige ausfindig gemacht, die die Aussagen der
17-Jährigen bestätigte. Laut dem Opfer müssen zahlreiche
weitere Menschen, die sich auf Balkons umliegender Häuser
aufhielten, den Überfall beobachtet haben. Die Polizei hat
jedoch bisher keine Zeugen ermittelt.
Mittweidas Bürgermeister Matthias Damm (CDU) sagte, er
erwarte von den Zeugen die Zivilcourage, die die 17-Jährige bei
ihrem Einsatz für das kleine Mädchen bewiesen habe. "Es
ist eine Schande, wenn Menschen in einem solchen Fall
wegschauen", sagte Damm. "Ich habe dafür kein Verständnis."
Zugleich kritisierte er die Justiz wegen schleppender
Ermittlungen im Zusammenhang mit der verbotenen
Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" in Mittweida.
18.Dezember 2007
Mittweida (dpa) - Mutmaßliche Wende im Hakenkreuz-Fall
von Mittweida:
Die Anfang November von Neonazis misshandelte junge Frau soll
sich das NS-Symbol nach Justizangaben vermutlich selbst in die
Hüfte geritzt haben.
Bereits 1994 hatte es in Halle (Sachsen-Anhalt) einen Fall
gegeben, der dem Geschehen von Mittweida möglicherweise
ähnelt: Eine 17 Jahre alte Rollstuhlfahrerin täuschte
angeblich einen Überfall von Rechtsextremisten vor - sie soll
sich selbst ein Hakenkreuz in die Wange geritzt haben.
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H. B. Beck [Besucher]
Montag, 03.12.07 @ 21:35 Magdeburg
Verletzte bei fremdenfeindlichen Überfällen in
Magdeburg
Magdeburg (AFP) - Rechtsextreme haben bei zwei Überfällen
auf Ausländer in Magdeburg mehrere Menschen verletzt. In
einem Nachtbus wurden am Samstag fünf Iraker von einer Gruppe
Deutscher mit fremdenfeindlichen Parolen beleidigt und
attackiert. Die beiden Haupttäter schlugen eine im fünften
Monat schwangere Frau und stießen sie über ihren
Kinderwagen. Dabei wurde die 20-Jährige am Unterleib
verletzt. In der Nacht zum Sonntag wurden außerdem eine Frau
und drei Männer aus dem westafrikanischen Niger angepöbelt
und angeriffen. Zwei Afrikaner und ein zu Hilfe gekommener
Polizist wurden verletzt.
Laut Polizei wurde die schwangere Irakerin in ein
Krankenhaus eingeliefert, wo sie noch einige Tage bleiben
muss. Ihre zweijährige Tochter kam mit dem Schrecken davon.
Die beiden Hauptverdächtigen im Alter von 28 und 30 Jahren
konnten nach kurzer Flucht festgenommen werden, wurden aber
auf Anweisung der Staatsanwaltschaft später wieder aus der
Haft entlassen. Laut Polizei stellten die Männer ihrerseits
Anzeige gegen die Iraker wegen Bedrohung und
Körperverletzung.
Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde die vier Afrikaner
im Alter von 23 bis 38 Jahren in der Innenstadt von drei
Deutschen "massiv mit fremdenfeindlichen Parolen"
beschimpft. Zwei Polizisten, die zur Hilfe eilten, wurden von
der zwischenzeitlich auf sieben oder acht Deutsche
angewachsenen Gruppe ebenfalls angegriffen. Dabei wurden laut
Polizei zwei festgehaltene Verdächtige wieder befreit. Die
Schläger konnten unerkannt entkommen. Die Polizei sucht nun
nach einem jungen Punker als Zeugen. Er hatte den Angaben
zufolge die Afrikaner couragiert verteidigt und war dabei von
den Tätern massiv geschlagen und getreten worden.
In beiden Fällen ermittelt nun der Staatsschutz unter
anderem wegen Volksverhetzung, gefährlicher Körperverletzung
und Beleidigung. In Sachsen-Anhalt war es in den vergangenen
Monaten wiederholt zu gewaltsamen Übergriffen aus der rechten
Szene gekommen.
Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss befasst sich
zudem seit September mit den wiederholten Polizeipannen bei
der Verfolgung von rechtsextremen Tätern. Im Zentrum stehen
Vorwürfe gegen einen ehemaligen Abteilungsleiter der
Polizeidirektion Dessau-Roßlau. Er soll versucht haben,
Ermittlungen gegen Täter aus der rechten Szene zu blockieren.
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C. H. Klindermann [Besucher]
Sonntag 23.12.07 @ 12:14 Sachsen-Anhalt
Halberstadt (Sachsen- Anhalt) -
Rechtsextreme schlagen 19-Jährige brutal zusammen
Eine junge Frau ist in Halberstadt (Sachsen- Anhalt) von
drei Rechtsextremen geschlagen und schwer verletzt worden. In
der Nacht war die 19-Jährige den zwei Männern und einer Frau
in einer Parkanlage begegnet und als "Zecke"
beschimpft worden, teilte die Polizei mit
Die beiden Männer hätten sie dann festgehalten, damit
ihre Komplizin ihr mehrfach ins Gesicht schlagen konnte.
Außerdem hätten die Männer auf die junge Frau eingetreten.
Einer der Tatverdächtigen habe sie auch sexuell belästigt.
Die drei Beschuldigten - eine 21-jährige Frau sowie zwei
24 und 27 Jahre alte Männer aus Halberstadt - seien der
Polizei bekannt und eindeutig der rechten Szene zuzuordnen.
Sie wurden kurz nach der Tat festgenommen. Auf dem Weg zum
Polizeirevier zeigte die 21-Jährige den Hitlergruß. Alle
drei Tatverdächtigen standen nach Angaben der Polizei
deutlich unter Alkoholeinwirkung.
Sachsen-Anhalt machte in den vergangenen Monaten immer
wieder Schlagzeilen mit rechtsextrem motivierten Übergriffen.
Einer der Fälle, der am meisten Aufsehen erregte, war am 9.
Juni in Halberstadt ein Überfall einer Gruppe Rechtsextremer
auf ein Schauspielerensemble des Nordharzer
Städtebundtheaters. Wegen dieser Tat müssen sich derzeit
vier Angeklagte im Alter von 22 bis 29 Jahren vor dem
Amtsgericht Halberstadt verantworten.
Zwei sudanesische Studenten wurden in der Nacht zum Samstag
vor einer Dresdner Discothek von etwa 15 Angreifern wegen
ihrer Hautfarbe beschimpft, geschlagen und getreten, wie
Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Auch ein 20 Jahre
alter Deutscher, der den Afrikanern helfen wollte, wurde
angegriffen und verletzt. Die Täter entkamen unerkannt.
In einer Regionalbahn von Magdeburg nach Halle wurde am
Samstagabend zudem ein 42 Jahre alter Italiener von drei
Männern attackiert. Die Polizei geht einer Mitteilung vom
Sonntag zufolge von einer fremdenfeindlichen Tat aus. Die
Männer hätten den Italiener buddhistischen Glaubens beim
Gebet gestört und später geschlagen und getreten. Der
Italiener erlitt Verletzungen im Gesicht und musste ambulant
behandelt werden. Die mutmaßlichen Täter konnten entkommen.
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C. H. Klindermann [Besucher]
Dienstag, 04.12.07 @ 21:35 Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt - Halberstadt-Prozess
Opfer-Anwälte beantragen Ende der Beweisaufnahme
 |
Im Prozess um den Überfall
auf eine Schauspielergruppe in Halberstadt haben die
Opfer-Vertreter das Ende der Beweisaufnahme beantragt.
Ein rechtsstaatliches Verfahren sei nicht gegeben. Die
Nebenkläger hätten mittlerweile das Vertrauen in die
Justiz verloren, erklärten die Vertreter der
Nebenklage. |
Der Prozess sei seit Beginn "von massiven
Polizeipannen und Ermittlungsfehlern begleitet" gewesen,
sagte Rechtsanwalt Stephan Martin als Sprecher der
Betroffenen.
Vier Angeklagte aus der rechten Szene
In dem Verfahren vor dem Amtsgericht Halberstadt, das aus
Platzgründen im Gebäude des Landgerichts Magdeburg geführt
wird, sind vier Anhänger der rechten Szene angeklagt am 9.
Juni des vergangenen Jahres in Halberstadt eine Gruppe von 14
Schauspielern und Tänzern des Nordharzer Städtebundtheaters
überfallen und fünf von ihnen zum Teil schwer verletzt zu
haben. Die Opfer hatten sich auf dem Rückweg von einer
Premierenfeier befunden. Fünf von ihnen treten in dem
Verfahren als Nebenkläger auf. Schon kurz nach der Tat war
heftige Kritik am Verhalten der örtlichen Polizeibeamten laut
geworden, die unter anderem Hinweise der Opfer auf die
Fluchtrichtung der Täter ignoriert hatten. Auch sollen
Polizeibeamte trotz mehrfacher Aufforderungen der Opfer nicht
die Personalien der noch vor Ort befindlichen Tatbeteiligten
aufgenommen haben.
Ermittlungen lückenhaft und unvollständig
Eine Sprecherin der Mobilen Beratung für Opfer rechter
Gewalt kritisierte, es habe sich bereits zu Prozessbeginn
abgezeichnet, dass die Ermittlungen von Polizei und
Staatsanwaltschaft lückenhaft und unvollständig gewesen
seien und die Anklage gegen drei von vier Beschuldigten
"auf tönernen Füßen stand". Das Gericht habe
zudem mit der Entscheidung, eine Anklage wegen Mittäterschaft
bei der gemeinschaftlichen Körperverletzung nicht zuzulassen,
eine "äußerst ungewöhnliche Rechtsauffassung"
gezeigt. Die Nebenkläger hätten mittlerweile das Vertrauen
in die Justiz verloren.
Ursprünglich hatte das Gericht bis Anfang August noch elf
weitere Verhandlungstermine sowie zwei Ortsbesichtigungen
angesetzt.
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C. H. Klindermann [Besucher]
Dienstag, 04.12.07 @ 21:35 Sachsen-Anhalt
POLIZEIPANNEN IN SACHSEN-ANHALT
Weggucken statt Hingucken
 |
Anzeigen werden nicht aufgenommen, Statistiken geschönt:
Bei der Aufklärung rechtsextremistischer Straftaten tun sich
Sachsen-Anhalts Fahnder schwer. Am Wochenende attackierten
Fremdenhasser mehrere Afrikaner in Magdeburg - dort kam die
Verstärkung zu spät.
|
Übersicht über die Pannen der Polizei
Kritik an der Polizei Sachsen-Anhalt gab es in den
vergangenen Jahren reichlich: Bei der Aufklärung
rechtsextremistischer Straftaten kam es zu zahlreichen Pannen.
-
- Mai 2005: Die Polizei trifft auf einer
NPD-Veranstaltung am Bergwitzsee einen Beamten an. Der
Polizeitechniker wird festgenommen. Er sagt, er sei zufällig
auf die Party geraten.
-
- Juni 2006: Neonazis schlagen auf einem Fußballturnier
in Wittenberg auf einen Deutschafrikaner und seinen
Begleiter ein. Die Opfer werfen der Polizei vor, sie sei
den Hinweisen nicht nachgegangen.
-
- Juli 2006/September 2006: In Bernburg wird ein
Asylbewerber aus Burkina Faso von Neonazis bedroht, einige
Zeit später wird er von einer Frau mit Steinen beworfen.
Die Polizei nimmt beide Male zunächst keine Anzeige auf.
-
- September 2006: Ein Mitarbeiter einer Initiative
gegen Rechts aus Dessau zeigt auf einer öffentlichen
Veranstaltung das Foto eines NPD-Aktivisten. Die Polizei
nimmt daraufhin Ermittlungen gegen ihn auf wegen Verstoßes
gegen das Urheberrecht.
-
- Januar 2007: In eine Wohnung des
Asylbewerberheimes in Sangerhausen werden Brandsätze
geworfen. Im Prozess am Landgericht Halle gibt im November
ein Staatsschutzbeamter zu, eine angeklagte Frau kurz nach
der Tat umfassend vernommen, sie aber nicht über ihre
Rechte aufgeklärt zu haben. Die Aussage ist damit
unbrauchbar. Rechtsextremes Propagandamaterial bewertete
der Beamte zudem als "nicht relevant für den
Sachverhalt".
-
- Februar 2007: Einer der schwerwiegendsten Vorwürfe
gegen die Beamten lautet: Anfang des Jahres soll der
damalige Vizechef der Polizeidirektion Dessau,
Hans-Christoph Glombitza, drei Staatsschützer gedrängt
haben, ihr Engagement in den Ermittlungen gegen rechte Täter
zu bremsen. Offenbar sollte durch Weggucken die Zahl der
Verfahren gegen Rechtsextremisten gesenkt werden.
-
- April 2007: In einem Wald bei Wittenberg sollen
Wehrsportgruppen Schießübungen gemacht haben, die
Polizei wird gewarnt, kümmert sich jedoch angeblich nicht
ausreichend um den Fall.
-
- Juni 2007: Mitglieder einer Theatergruppe werden
in Halberstadt von rechtsextremen Schlägern brutal verprügelt.
Nach dem Angriff verläuft die Fahndung der Polizei
offenbar zunächst schleppend. Erst wurden die Opfer verhört,
die Täter ließ man laufen.
-
- August 2007: In Burg überfallen Rechtsradikale
ihre vietnamesischen Nachbarn. Die Polizei kommt, notiert
die Namen der Männer und zieht sich wohl wieder zurück,
da ihnen angeblich Verstärkung verweigert wird. Die
vietnamesische Familie flieht und versteckt sich - in
dieser Zeit verwüsten Angreifer ihre Wohnung.
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- November 2007: Sieben junge Frauen der linken
Szene nehmen an einer unangemeldeten Demonstration gegen
Rechtsextremismus in Weißenfels teil. Sie werden
verhaftet. Auf der Wache müssen sie sich nackt ausziehen.
Nach ihren Angaben werden sie bis in den Intimbereich
untersucht.
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C. H. Klindermann [Besucher]
28.12.07 @ 17:31
Vermummte überfallen Mannschaftsfeier von Sachsen
Leipzig
"Wir sind Nazis", riefen sie, griffen mit
Baseballschlägern, Reizgas und Pfefferspray an - und warfen
einen Molotowcocktail. Leipziger Hooligans haben die Feier
eines gegnerischen Fußballvereins überfallen: die zweite
brutale Attacke binnen Wochen.
Fans und Sponsoren des Oberligisten FC Sachsen Leipzig
hatten gestern Abend zu einer Feier in die Gaststätte
"Kartoffelsack" in Eilenburg bei Leipzig geladen.
Auch acht Spieler der zweiten Mannschaft waren unter den etwa
50 Gästen. Harald Döring, Co-Trainer des Teams, schildert
auf SPIEGEL ONLINE, was dann geschah: "Gegen 22.30 Uhr
kam jemand rein und rief: 'Da kommt ein ganzer Haufen
angestürmt.'"
Als mehrere Gäste daraufhin das Lokal verließen, sahen
sie sich laut Döring einer Horde von etwa 25 Vermummten
gegenüber, die zum Teil Schals des Lokalrivalen Lok Leipzig
trugen und Parolen wie "L-O-K" und "Wir sind
Nazis" skandierten. Die Angreifer attackierten die
hinausgeeilten Besucher der Feier mit Baseballschlägern,
Reizgas und Pfefferspray, laut Polizeiangaben wurden auch
Schlagstöcke eingesetzt. Döring berichtet, dass auch ein
Molotowcocktail geworfen wurde, der aber nicht in die
Gaststätte flog und keinen Schaden anrichten konnte.
Bereits vor knapp drei Wochen hatten Hooligans von Lok
Leipzig eine Feier von Sachsen-Fans gestürmt, Feuer gelegt
und Gästen Gaspistolen an die Schläfe gehalten.
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C. H. Klindermann [Besucher]
Dienstag, 1. Januar 2008
Silvester-Krawalle in Leipzig und Magdeburg
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Im Süden von Leipzig hat
es in der Silvesternacht Krawalle gegeben. Etwa 350
Randalierer bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen
und Feuerwerkskörpern und errichteten brennende
Barrikaden. |
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren rund 300
Beamte im Einsatz. 46 wurden den Angaben zufolge leicht
verletzt. 35 Jugendliche im Alter zwischen 17 und 32 Jahren
verbrachten den Rest der Silvesternacht in Polizeigewahrsam.
Der Schaden hält sich laut Polizei in Grenzen, weil im
Vorfeld gläserne Haltestelleneinrichtungen abgebaut und die
Anwohner aufgefordert wurden, ihre Fahrzeuge an entfernter
gelegenen Orten zu parken.
Am Connewitzer Kreuz im Leipziger Süden, einem alternativ
geprägten Stadtviertel, kommt es seit Jahren in der
Silvesternacht zu Ausschreitungen. Wiederholt waren Barrikaden
errichtet und Straßenbahnhaltestellen und
Schaufensterscheiben Ziele von Angriffen geworden.
In Magdeburg beschädigten Randalierer in der
Silvesternacht eine Straßenbahn und griffen Polizisten an.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, kam es kurz nach
Mitternacht an zwei Orten nahezu zeitgleich zu
Ausschreitungen. Am Neustädter Platz ging eine Gruppe von
rund 50 Menschen mit Steinen, Flaschen und Molotow-Cocktails
auf eine Straßenbahn los. Deren 52 Jahre alte Fahrerin wurde
dabei durch umherfliegende Glassplitter leicht verletzt. Als
die Polizisten einschritten, wurden sie ebenfalls mit
Gegenständen beworfen. Sechs Randalierer im Alter zwischen 18
und 44 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei
brauchte nach eigenen Angaben rund eineinhalb Stunden, um die
Situation zu beruhigen. Sie ermittelt nun unter anderem wegen
Landfriedensbruchs.
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C. H. Klindermann [Besucher]
Dienstag, 27. November 2007
Magdeburger Mathematik, LKA schönt Statistik
In Sachsen-Anhalt werden Statistiken rechtsextremistisch
motivierter Straftaten geschönt. Das musste Innenminister
Holger Hövelmann (SPD) jetzt einräumen, nachdem die
sogenannte Dessauer Polizeiaffäre bereits vor einem
dreiviertel Jahr den Stein ins Rollen gebracht hatte.
Offenbar hatte der Direktor des Landeskriminalamts (LKA),
Frank Hüttemann, die Beamten Ende 2006 angewiesen, eindeutig
rechte Straftaten, deren Täter nicht bekannt seien, als
politisch uneindeutig einzuordnen. Dadurch stiegen in der
Statistik die unklar motivierten Straftaten stark an, die Zahl
der eindeutig rechtsextremen Straftaten fiel vergleichsweise
gering aus.
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C. Bartels [Besucher]
06.11.07 @ 11:31
"Nirgendwo wird die DDR im Unterricht
ausreichend behandelt"
Deutsche
Schüler loben die soziale Seite der DDR - dass es keine
demokratischen
Wahlen
gab, wissen viele nicht. Der Berliner Wissenschaftler Klaus
Schroeder ist
geschockt:
Im SPIEGEL-ONLINE-Interview fordert er, die Lehrpläne zu
ändern.
SPIEGEL ONLINE: Einige Schulen in Ost-Berlin weigerten sich,
ihre Fragebögen auszufüllen. Warum?
Schroeder: Die Verantwortlichen haben allgemeine Gründe
vorgeschoben - Überlastung, zu viele Umfragen, keine Zeit. Wir
hatten aber den Eindruck, die Schulleiter und die Lehrer wollten
nicht, dass bekannt wird, wie ihre Schüler über die DDR und
die Bundesrepublik denken.
Schroeder: Das ist sicher so. Ich will ja auch nicht die
Meinung der Schüler kritisieren. Die können ja gut finden, was
sie wollen. Aber wenn Leute glauben, die Regierung sei in der
DDR demokratisch legitimiert gewesen, die Renten höher als in
der Bundesrepublik oder die Umwelt sauberer, dann entspricht das
einfach nicht den Tatsachen. Die Schüler sehen eine
idealisierte, soziale DDR. Sie wollen so etwas Ähnliches auch
heute haben. Sie wollen eine Arbeitsplatz-Garantie und würden
dafür auf Wohlstand und einen Teil ihres Lohns verzichten.
Schroeder: Die Ergebnisse haben uns vom Hocker gehauen. Uns
hat vor allem überrascht, dass die Schüler nicht einmal die
offensichtlichen, politischen Urteile fällen können oder
wollen: Ob die DDR eine Diktatur war, zum Beispiel. Ob sie durch
Wahlen legitimiert war.
SPIEGEL ONLINE: Aber woher sollen die Schüler es lernen,
wenn nicht in der Schule. Ist es nicht unfair, das gerade den
Schülern vorzuwerfen?
Schroeder: Den Schülern würde ich das auch nicht vorwerfen.
Wir müssen ran an die Lehrpläne der Schulen - mehr
Zeitgeschichte! Heute ist im Unterricht zumeist Schluss nach der
NS-Zeit. Als sei danach nichts mehr passiert.
Liegt es etwa daran, dass ostdeutsche Lehrer die DDR
verherrlichen? "Ja. Gerade in Ostberlin gibt es mafiöse
Zusammenhänge linker Lehrkörper", sagte Bürgerrechtlerin
Freya Klier am Freitag auf einer Veranstaltung der CDU-Fraktion
im Berliner Abgeordnetenhaus. Denn während "Margot
Honeckers willfährige Erben" zu Beginn der neunziger Jahre
noch echte Bereitschaft zum Neuanfang gezeigt hätten, sei dies
inzwischen vorbei: "Mit dem Erstarken der Linken ist auch
die letzte Hemmschwelle verschwunden. Mehr noch: 80 Prozent
junger Westlehrer wurden in Ostschulen weggebissen", so
Kliers Verdikt.
"Viele fürchten sich nämlich, dass sie an ihr
Nichtstun oder Desinteresse erinnert werden. Und wenn wir
Menschen mit Fakten kommen, kommen wir ihnen schnell zu
nah."
LINK: Stasi-Opfer:
Giftmorde beim Sex, mit Tampons während der Menstruation, in
der Sauna. Selbst Babys waren nicht sicher.
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colly [Besucher]
05.12.08 @ 14:26
Linkspartei - Mehr Kommunismus wagen
Eine der Hessen-Abweichlerinnen begründet ihr
Nein zu Rot-Rot-Grün mit dem Extremismus der Linkspartei. Ein
Blick hinter die Fassade der Lafontaine-Truppe zeigt: Sie hat
gute Gründe dafür.
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Eine West-Aktivistin
prägt das Gesicht dieser neuen Linken mehr als alle
anderen: Ulla Jelpke. Die ehemalige Mitbegründerin des
Kommunistischen Bundes (KB), die leidenschaftlich Stasi,
linke Diktaturen und Terrororganisationen verteidigt,
ist keine Hinter- sondern eine Vorderbänklerin. In der
Linken-Bundestagsfraktion besetzt sie den
einflussreichen Posten der innenpolitischen Sprecherin.
Als Innenpolitikerin ihrer Partei nahm Jelpke schon 2006
an einem Treffen alter Stasi-Offiziere teil, für das
sie allerdings das schöne Wort „Kundschaftertreffen“
benutzt. |
Die Mielke-Truppe bedenkt sie mit
wohlwollenden Worten: „Ein Teil der Kundschaftertätigkeit
der DDR diente dazu, die Nazi-Connections der BRD-Politik
aufzudecken – aus meiner Sicht ein immer noch
verdienstvolles Unterfangen.“ Dass beispielsweise die
stasigesteuerten NS-Vorwürfe gegen Bundespräsident Heinrich
Lübke nichts „aufdeckten“, sondern auf manipuliertem
Material beruhten, unterschlägt Jelpke wohlweislich.
Jelpke verkündet auch in einer
Pressemitteilung: „Absolut fehl am Platz sind Vergleiche
zwischen Staatssicherheit und Gestapo.“ Einen ähnlichen
Vergleich zog sie allerdings kürzlich selbst in einer
Bundestagsrede, als sie das Bundeskriminalamt eine „geheim
ermittelnde Staatspolizei“ nannte, und damit in die
Gestapo-Nähe rückte.
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colly [Besucher]
15.01.08 @ 14:26
Linker warnt vor der eigenen Partei
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In Hessen will die Linke zum
ersten Mal in einem westdeutschen Flächenland ins
Parlament einziehen. Zwei Wochen vor der Landtagswahl rät
ausgerechnet ein linker Direktkandidat ab und kritisiert
„Altkommunisten und Sektierer“. |
Der Direktkandidat im Lahn-Dill-Kreis, Karl-Klaus Sieloff,
sagte zu FOCUS, er wolle sich „nicht länger vor den Karren
spannen lassen“. Im Kreisverband hätten inzwischen
unverbesserliche Altkommunisten das Sagen, kritisierte der
58-Jährige. Die Fusion seiner WASG mit der früheren PDS sei
ein schwerer Fehler gewesen. „Wir haben in Hessen jetzt eine
Kaderorganisation, die jede unliebsame Diskussionen abwürgt“,
sagte Sieloff. Die Programmatik täusche. „Dahinter stehen
Sektierer, die von der untergegangenen DDR träumen.“
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04.08.2008 - STASI-KNEIPE
IN BERLIN
Eine Überwachungskamera über der Tür, ein Verhörtisch in
der Ecke und ein IM-Ausweis für Stammgäste: In Berlin hat eine
Kneipe aufgemacht, die ganz auf das Motto Stasi setzt - in
unmittelbarer Nähe der früheren DDR-Unterdrückerzentrale.
An den Wänden hängen FDJ-Hemd und Porzellanteller mit
Stasi-Logo, über dem Eingang eine Kamera-Attrappe. Eine
Schaufensterpuppe neben der Tür trägt die Uniform der
DDR-Bereitschaftspolizei, Schlagstock und Schutzschild
inklusive. Schwarz-rot-goldene Schilder werben mit ostdeutscher
Küche und dem Slogan: "Kommen Sie zu uns, sonst kommen wir
zu Ihnen!"
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"Zur
Firma" heißt der Laden im Berliner Stadtteil
Lichtenberg, der den SED-Überwachungs- und
Unterdrückungsapparat der Staatssicherheit zum Motto
erkoren hat. Untertitel: "Der konspirative
Treff".
"Stasi und Normannenstraße, das ist für uns
Ossis eine Einheit." Nur wenige Meter entfernt liegt
das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit. |
"Täterakte, handgeschreddert", steht unter einem
Plastikbeutel mit Papierschnipseln, im Regal ist neben
Tonbandgeräten und dem vertraulichen Handbuch für
Kriminalisten des DDR-Innenministeriums auch die Urne von E.H.
zu bestaunen, eine "Dauerleihgabe von M.H. aus C.". An
der Wand steht ein Verhörtisch, darauf eine Schreibmaschine aus
DDR-Fabrikation.
Die große Mehrheit der Spitzelopfer dürfte die
Stasi-Ostalgie allerdings weniger lustig finden. Über
Jahrzehnte spionierte die Geheimpolizei mit ihren rund 90.000
hauptamtlichen und weit mehr als 100.000
"inoffiziellen" Mitarbeitern die Bürger aus. Das
"Schild und Schwert der Partei", wie die Stasi im
DDR-Jargon hieß, drangsalierte und terrorisierte Oppositionelle
und Kritiker des SED-Regimes. Dutzende Kilometer
Überwachungsprotokolle, rund 18 Millionen Karteikarten sowie
Hunderttausende Fotos, Videos und Tonbänder lagern heute in der
Normannenstraße in den Archiven der Bundesbeauftragten für die
Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler.
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Ernst-August Stellter [Besucher]
13.10.07 @ 20:11
Neue Stasi-Studie - Ärzte als Spitzel -
Auch das DDR-Gesundheitswesen war laut einer von
Stasi-Spitzeln durchsetzt. sagte die Autorin Francesca Weil vom
Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung.
Der überwiegende Teil der IM unter den Ärzten habe sich
laut der Studie, aus politischer Überzeugung anwerben lassen.
35 Prozent der untersuchten Fälle seien Mediziner in
Schlüsselpositionen gewesen.
Laut Studie gaben 28 Prozent der IM-Ärzte auch umfangreiches
Wissen über Patienten weiter und verletzten ihre ärztliche
Schweigepflicht. "Am widerlichsten" sei die Akte mit
dem Decknamen "Irina" gewesen, sagte die Historikerin.
Die Hautärztin habe über Jahre die Stasi mit Informationen zu
mehr als 1000 Patienten versorgt und manche auch als asozial
eingestuft. Die Stasi habe die Ärztin mit monatlich 200 Mark
belohnt. Das MfS habe mit Hilfe von Ärzten tiefe Einblicke in
das Privatleben vieler Bürger nehmen können.
Wie viele der früheren Stasi-Informanten heute noch
praktizieren, blieb unklar. Der Präsident der
Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, appellierte an die,
"die sich etwas zuschulden kommen ließen" und sich in
der Studie wieder- erkennen, Reue zu zeigen und eine Form der
Wiedergutmachung zu finden.
LINK: Stasi-Opfer:
Giftmorde beim Sex, mit Tampons während der Menstruation, in
der Sauna. Selbst Babys waren nicht sicher.
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elcoelectronics [Besucher]
03.01.08 @ 13:35
Hallenser Plattenbau
Vollkasko-Mentalität: Arbeiten ? Ihr könnt mich mal, ich
muss gar nix!
Die Realität. "Der Arbeitsbeschaffer" versucht
Unterschichtlern einen Job zu verschaffen. Schön anzusehen ist
die neue RTL-Doku-Soap nicht, aber sie entlarvt die
Vollkasko-Mentalität: Ihr könnt mich mal, ich muss gar nix!
Auch der neue "Arbeitsbeschaffer" von RTL, der
32-jährige Lars Naundorf, geht nun dahin, wo es weh tut – in
die Realität. Auf den ersten Blick sieht sie gar nicht so
schlimm aus. Eine nett eingerichtete Wohnung im Hallenser
Plattenbau, in der sich die inzwischen auch im Osten üblich
gewordene Patchwork-Familie den Tag vertreibt. Das Problem:
Niemand hat Arbeit oder einen Ausbildungsplatz. Seit 2001 geht
das nun schon so, und vor allem bei Vater Rainer Jahn haben sich
jahrelange Kränkung, Passivität und Perspektivlosigkeit tief
ins Gesicht eingegraben.
Und dann hat er auch noch Bandscheibe, um mit Horst
Schlämmer zu sprechen. In der Mitte des Lebens, aber eigentlich
schon am Ende. Ein stilles Drama, das am wenigsten mit
Geldmangel zu tun hat. 2000 Euro netto stehen der Familie
insgesamt zur Verfügung, Monat für Monat. Der Sozialstaat
lebt. Und wie. Aber er hilft eben nicht. Er finanziert den
Stillstand, schlimmer: Er begleitet den allmählichen
Niedergang, eine soziale Sterbehilfe erster Klasse. Man gewöhnt
sich daran, dass der Staat alles bezahlt, auch wenn es nur
gerade so reicht - Auto inklusive.
"Gering qualifiziert" ist die gesamte Familie, und
eigene Anstalten, daran irgendetwas zu ändern, sind nicht
erkennbar. Selbst Ehefrau Ina Sachse, 37, rutscht nur halb im
Spaß heraus, dass Rainer erst mal "seinen faulen Arsch
hochkriegen" müsse. Leicht gesagt bei dem schönen großen
Sofa.
Rainer hat sich bei einem Computerladen vorstellt. Leider
ergeben zwei Tage Probearbeit, dass seine Qualifikation nicht
ausreicht. Eine längere Fachausbildung lehnt er ab, und so
bleibt vorläufig nur ein Posten als Hausmeister. Da er
handwerklich begabt ist, zeichnet sich eine konkrete Jobchance
ab.
Am Ende kriegt auch Rainer ein konkretes Angebot als
Hausmeister mit 24-Stunden-Notfallservice. Allerdings müsste er
dafür von Halle nach Erfurt umziehen. Eigentlich kein
schlechter Tausch, und die Arbeitsagentur zahlt auch das noch.
Aber die Familie will nicht. Sie will bleiben, wo sie ist. Vor
allem Ina. Die Wohnung, das soziale Umfeld, die Freunde sind
wichtiger als die Chance, "wieder ins Leben
zurückzukehren",
Aber eigentlich wollen die Eltern das auch gar nicht. So, wie
Rainer im Schlabber-T-Shirt samt Mottenloch zu den
Bewerbungsgesprächen erscheint, die er ohne den
"Arbeitsbeschaffer" niemals bekommen hätte,
signalisiert er nur eines: Ihr könnt mich mal, ich muss gar
nix! Empört steht er auf und reißt sich das Mikro vom
Schmuddelhemd, als Naundorf ihn auf sein äußeres Auftreten
aufmerksam macht. Das muss er, Rainer, sich doch nicht bieten
lassen!
Die Frage, warum wir Steuer- und Sozialbeitragszahler uns das
von ihm bieten lassen, kommt ihm gewiss nie in den Sinn. Er
sieht sich als Opfer, und das gibt ihm alles Recht der bösen
Welt. Schuld haben immer nur die anderen, und im Zweifel
verharrt er lieber im bekannten Luxuselend als wirklich etwas
Neues anzugehen. Ein völlig fremder Gedanke in dieser
abgespacten Sphäre: dass das Leben eine ständige
Herausforderung sein könnte, dass Individualität und Leistung
das Selbstwertgefühl heben, ja, Genuss und Glückserfahrung
sein können. Und: dass man dabei durchaus klein anfangen kann.
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Reiner M. Koburg [Besucher]
29.10.07 @ 19:19
DDR-Bürger durften nicht reisen? Von wegen.
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Was dem Wessi Italien und Spanien waren,
fand der Ossi in Bulgarien und Rumänien: Sonne, Strand
und Schnäppchenpreise. Davon zeugen jetzt aufgetauchte
Postkarten von DDR-Touristen. SPIEGEL ONLINE zeigt
Kostproben.
DDR-Romantik auf Postkarte: Der
bulgarische Strand von Slantschew Brijag erfüllte die
Urlaubsträume vieler Ostdeutscher |
Der Eiserne Vorhang war für die meisten Bürger der
Deutschen Demokratischen Republik das Ende der real erlebbaren
Welt. Aber er hatte ja zwei Seiten, der Vorhang. Jenseits der
Grenze lag der Westen, je nach Blickwinkel Klassenfeind oder
Sehnsuchtsort. Diesseits des Vorhangs jedoch war keinesfalls
alles Grau. Auch im real existierenden Sozialismus gab es
Reisefieber und touristisches Vergnügen. Was den Westdeutschen
Italien und Spanien waren, das fanden Ostdeutsche in Bulgarien
und Rumänien: Urlaubsorte, an denen die Sonne schien, die
Menschen freundlich waren und die Verpflegung günstig.
DDR-POSTKARTEN
"Lieber Manfred, wir haben nur wenig zu
klagen..."
Postkarte vom 17.8.1987
Lieber Manfred!
Direkt vom Strand in Slantchew Briag schreiben wir Dir nun
unsere Flitterwochengrüße. Wir sind hier in Pomorie gut
gelandet, das Quartier ist auch gut. Wir haben nur wenig zu
klagen. Wie eben DDR-Touristen behandelt werden. Bis bald, es
grüßen Dich ganz herzlich
Birgit und Stephan
Postkarte vom 16.6.1969
Liebe Frau Schumann! Vom schwarzen Meer die allerherzlichsten
Grüße. Es ist sehr schön. Schönes sonniges Wetter und eine
herrliche Brandung. Baden täglich. Hier sehr viele
West-Deutsche mit kleinen Kindern. Auch sehr viele Russen.
Gestern ein junger Mann aus der DDR ertrunken. Wir hoffen, es
geht Ihnen gut. Am 27sten Freitags wollte ich vormittags
vorbeikommen u. sehr bitten, mir das türkis. Kleid (für die
zweite Fahrt möchte ich es gerne kürzer haben) zu kürzen.
Alles, alles Liebe und Gute von meinem Mann...
Käthe R.
Postkarte vom 2.6.1986
Schwarzes Meer
Liebe Mutti, wir hatten eine Reise voller schöner Eindrücke
bei bestem Wetter. Ich muss jetzt gedanklich erstmal sortieren.
Rumänien ist ein wunderschönes Land mit schwer arbeitender
Landbevölkerung. Keine Technik. Alles war mit der Harke bei
glühender Hitze auf den Feldern. In Ungarn und Bulgarien nicht.
Liebe Grüße L + H
Postkarte vom 8.8.1978
Liebe Eltern!
Sind wieder in Losenez gelandet, jetzt mehr als doppelt so
teuer (1,35 pro Pers., 1,20 Auto + 1,20 Zelt) u. übervoll. Das
Kreuz vorn auf d. Karte ist "Korall", Euer damaliger
Zeltplatz, Preis etwa 1,60 Lewa. Sonst alles beim alten, Wasser,
Luft u. Sonne herrlich, FKK existiert auch noch. Waren fast eine
Woche in Rumänien, wir wollten nicht weiterfahren, weil es so
schön war. Haben sehr nette Bekanntschaften gemacht,
Siebenbürgen aus Hermannstadt. Fahren auf d. Rückweg hin u.
bleiben eine Weile. Viele Grüße!
Karola u. Thomas
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Dr. T. H. Gentscher [Besucher]
29.10.07 @ 19:19
Neues Deutschland, 250 Millionäre in Radebeul
(Dresden)
In Radebeul hat der deutsche Osten sein
Bessergestelltenbiotop. Von Villen an Weinberghängen schauen
die Reichen auf Dresden herab, mit dem Rolls-Royce fahren sie
zum Supermarkt. Junges Geld kauft sich alte Pracht.
 |
„Alles Assis hier!“ Heiko
Kuhn, 37, flucht. Seinen Ferrari Spider, Bodenfreiheit wie
ein Bügeleisen, zwingt er über den Feldweg. Der ist
holprig, kratzt am Blech, und doch soll er ihn
hineinführen in ein neues, ein großartiges Leben. 2000
Quadratmeter Radebeul hat Heiko Kuhn gekauft. |
Wunderbar, um hinabzuschauen auf die Stadt. Und noch viel
wunderbarer, um die Radebeuler von unten staunen zu lassen. „Etwas
sehr, sehr Krasses“ will Heiko Kuhn hier hinstellen. „Rondell,
viele Garagen, weiße Säulen. Wie bei Dieter Bohlen, nur
eckiger.“ Eine Villa, 300 Quadratmeter. Gebaut, um sich sehen
lassen zu können. Kuhn ist vom Fach. Immobiliendrücker nennt
er sich. Verkaufen ist sein Talent.
250 Millionäre sollen in Radebeul leben
Sein Handy klingelt nicht, es singt Sinatras „New York, New
York!“. Doch hier ist Radebeul. Und mitten im Feldweg, der ihn
vielleicht bis New York, zumindest aber bis Dieter Bohlen
führen soll, sitzt ein alter Mann. Einen weißen Plastikstuhl
hat er sich hingestellt. Und als der rote Sportwagen anrollt,
rückt der Alte sich nur die schwere Brille zurecht und keinen
Millimeter zur Seite. Es ist ein Mieter, der sein Haus nicht
räumen will, um Platz zu machen für Heiko Kuhn, den Ferrari
und das Morgen: „Volle Assis!“ Radebeul, 33 000 Einwohner,
Große Kreisstadt und Vorort Dresdens in einem, ist die bis
heute geteilte Stadt im einstigen Gebiet der DDR.
Die Mauer heißt Meißner Straße. Links gilt Karl May als
Attraktion, Silberbüchse und Bärentöter und wenig mehr.
Rechts liegt eine Welt, die aussieht, als wäre hier das Wort
von der Oberklasse erfunden worden. Die Rasenmähertraktoren in
diesem Bessergestelltenbiotop sind groß wie einst der Trabi.
Villa an Villa ist hier Anfang des vergangenen Jahrhunderts
gewachsen, und als Dresden brannte, fiel auf Radebeul nur eine
einzige Bombe. Mehr als 1200 Bauten hütet der Denkmalschutz.
250 Millionäre sollen sich heute eingerichtet haben, woher die
Zahl kommt, weiß keiner genau. Doch jeder sieht: je höher am
Weinberg, desto ranghöher im Status.
Leser-Kommentare (4)Kommentar
Lupo I (27.11.2007 11:35)
Da weiß man
halt wo die ganzen Förderungen hin gehen. Das ist auch der
Grund warum ein Soli-Beitrag nicht abgeschaft werden kann. Wer
kauft sonst das ganze teure Zeug.
Erstaunlich oder?
Ich frage mich allen Ernstes, wie so viele Altossis so reich
in die Demokratie gleiten konnten. Oder steckt da etwas ganz
anderes dahinter?
Wie sind
die Herrschaften nur zu ihrem Reichtum gekommen? Es können
doch nicht alle von der SED-Kasse leben ? (siehe
PDS-Parteivermögen)
Steffen K (24.11.2007 14:00)
Top nur mit Hausangestellten und sehr viel Platz
Ich verwette meine Mutter, dass die Millionärsdichte in den
Toplagen von Dresden-City, Blasewitz, Loschwitz, Weißer Hirsch,
Preußisches Viertel, höher ist.
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Dr. T. H. Gentscher [Besucher]
29.10.07 @ 19:19
Studie: Im Osten leben die dicksten Deutschen
 |
Nach einer Studie leben in
Ostdeutschland die dicksten Deutschen. Während der
Bauchumfang der Männer in ganz Deutschland mit 96,97
Zentimetern schon zu groß ist, bringen es die Herren in
Thüringen im Mittel sogar auf 98,27 Zentimeter. |
Nicht viel dünner sind die männlichen Bewohner von
Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von den Männern aus
Sachsen-Anhalt, deren Bauchumfang im Schnitt 97,95 Zentimeter
beträgt. Dies fand das Stuttgarter Institut für rationelle
Psychologie heraus, das im Auftrag des Männer-
Lifestyle-Magazins «Men's Health» (Ausgabe 2/2008) 19 786
Männer und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren in allen
Bundesländern und den 38 größten Städten untersucht hat.
Der Bauchumfang wurde erstmals als Kriterium herangezogen -
er ist nach Expertenmeinung aussagekräftiger als der bisher
gültige Body- Mass-Index (BMI), berichtete das Magazin.
Bei mehr als 93 Zentimeter Bauchumfang für Männer steigt
das Risiko von Infarkten und Diabetes, 102 Zentimeter und mehr
halten Experten für lebensgefährlich. Am besten sehen im
Vergleich die Hamburger Männer aus.
Bei den Frauen sieht es ganz ähnlich aus: Thüringen liegt
mit einem weiblichen Durchschnitts-Bauch von 87,10 Zentimetern
an der Spitze knapp vor dem übrigen Osten. Am Ende der
Frauen-Fettskala stehen ebenfalls die Stadtstaaten und
Großstädte. Wiederum zeigt Hamburg die besten Zahlen.
Bei dem Städtevergleich schnitten die Frauen in Erfurt und
Halle mit 85,85 beziehungsweise 85,79 Zentimeter am
schlechtesten ab. Die Männer in Rostock und Magdeburg
führten mit 97,03 beziehungsweise 96,97 Zentimeter
Bauchumfang die Städte-Rangliste an. In Hamburg achteten
Männer wie Frauen am ehesten auf ihre schlanke Linie.
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Prof. Dr. T. Friedrich [Besucher]
15.12.07 @ 14:51
LINKE-ABGEORDNETE WAGENKNECHT
Beim Hummer-Essen fotografiert - Bilder gelöscht
 |
Die Linke plagt sich mit
einem skurrilen Streit um die Europa-Abgeordnete Sahra
Wagenknecht. Die Vorzeige-Kommunistin wurde bei einem
opulenten Hummer-Essen in Straßburg fotografiert - und
löschte später die Fotos. |
Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus einer
Protokollnotiz einer anderen linken Europa-Abgeordneten hervor.
Danach kam es im Juni zu einem feinen Abendessen im Straßburger
Restaurant "Aux Armes", an dem außer Linken-Chef
Lothar Bisky auch Wagenknecht teilnahm. Die ebenfalls anwesende
linke Abgeordnete Feleknas Uca fotografierte - angeblich mit
Zustimmung aller für den "Privatgebrauch".
Laut ihrer Protokollnotiz erschien jedoch am nächsten Tag
"Sahras parlamentarische Assistentin in meinem Büro und
bat mich, ihr meine Kamera zu leihen, um Aufnahmen mit einer
Bekannten zu machen". Am nächsten Tag erhielt Uca die
Kamera zurück - nur die Fotos, die "Sahra beim
Hummer-Essen zeigten", waren gelöscht. Uca protestiert
gegen "die heimliche Durchsuchung meiner privaten Fotos auf
meiner Kamera".
Wagenknecht bestätigt das Hummer-Essen. Auch räumt sie ein,
die Bilder selbst getilgt zu haben - sie hätten ihr nicht
gefallen. weiter
mit PDS-Parteivermögen....>
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LITERATUR:
 |
2.
Auflage, September 2008, Seiten 184, Burn-out-Syndrom SBN:
978383706521 |
Hier
können Sie die hilfreichsten Kundenrezensionen ansehen....weiter>
Burn-out-Syndrom.
- Infarkt der Seele - wie ich aus meiner inneren Leere
wieder heraus kam -. Psychologie & Hilfe.
Business & Karriere. 2. Auflage- Klaus-Peter Kolbatz,
Book on Demand - 184 Seiten; Erscheinungsdatum: 2008,
ISBN: 9783837065213;
"Kapitalverbrechen
an unseren Kindern" - "Das Geschäft mit der Zerstörung
" -. Klaus-Peter Kolbatz, Book on Demand - 328
Seiten; Erscheinungsdatum: 2004, ISBN: 3833406240
Kindererziehung.
- Pro und Kontra "Kinderkrippe" -.
Klaus-Peter Kolbatz, Book on Demand - 132 Seiten;
Erscheinungsdatum: 2007, ISBN-10: 3833498900
Kriegskinder
- Bombenhagel überlebt, Karriere gemacht und mit Burn-out
bezahlt. - Klaus-Peter Kolbatz, Book on Demand -
180 Seiten; Erscheinungsdatum: 2006, ISBN; 3-8334-4074-0
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http://www.poolalarm.de/kinderschutz/news/index.htm
20.08.07 @ 22:36